Alternative zur Alternative?

Hallo Mädels!

Wir möchten eine freie Trauungszeremonie haben. Nun habe ich mal alle Kosten überschlagen und befürchte, dass die öfter genannten 600-700 Euro für einen freien Theologen vielleicht nicht drin sind.
Gibt es denn eine günstigere Alternative dazu? Wir wollen unsere Zeremonie höchstens 20 Minuten lang haben - dafür so viel Geld auszugeben widerstrebt mir schon etwas, aber was soll man denn sonst noch machen? Fällt jemandem etwas ein?
Wir haben ja schon spaßeshalber an jemanden aus dem Freundeskreis gedacht - aber selbst der beste Redner nützt wohl nichts, wenn er noch nie so eine Zeremonie gestaltet hat.

Liebe Grüße, schnikki

@ schnikki:
ich weiß nicht, ob ihr überhaupt keiner konfession angehört.
falls doch, es gibt auch priester die das übernehmen. wenn du in tirol heiraten würdest könnte ich dir sogar konkret einen priester nennen der das macht :wink:

Hallo,

was stellst du dir denn eigentlich vor?
20 Minuten Zeromonie ist doch arg kurz. 5 min Einzug und ebenso Auszug, 5 Minuten Gesang, dann kann man ja nur 10 min sprechen. Dazu kommt der Ringwechsel, den ihr sicher wollt, da bleiben nur noch 5 min freies Reden…
Werden eure Gäste nicht alle fragend schauen, wenn plötzlich Onkel Karl die Treueersprechen abnimmt???
Warum wollt ihr denn nur so eine kurze “Zeromonie” (das Wort ist dann leider nicht mehr gerechtfertigt), Zeitdruck?

Dann lasst das lieber weg und gestaltet die standesamtliche Trauung ausführlich. Da gibts doch auch schöne außenlokations, auf ner Burg usw.
Manchmal sind doch schon Standesamtliche Trauungen sehr persönlich, vor allem auf den kleineren Gemeinden, wo das häufig der Bürgermeister macht und das Brautpaar im besten Falle schon lange kennt?

Einen Redner aus dem Freundeskreis würde ich persönlich nicht nehmen, wirkt etwas improvisiert.

Fühl dich nicht angegriffen, das ist nur meine Meinung, aber die “Alternative” ist nochmal ernsthaft zu überlegen.

Grüße

wie sieht es denn aus, wenn ihr die zeremonie auf dem standesamt mit einbaut. wir werden das so machen. einzug mit musik, eigenes treueversprechen, ringwechsel, traukerze mit spruch und eine schöne musik zum auszug.

unsere satndesbeamtin hat uns alles offen gelassen. wir hätten auch noch mehr feierlichkeit machen können, noch einzusätzliches lied, eine lesung,… vielleicht wäre das eine lösung für euch? hierfür würde sich allerding natürlich der letzte trauterminan dem tag anbieten, da hat der beamte dann auch keinen zeitdruck!

Hallo,

ich schließe mich den anderen Mädels an, ich würde an Eurer Stelle dann lieber die Zeremonie am Standesamt ausbauen, viele Standesbeamte sind da sehr aufgeschlossen und motiviert.
Oft ist es auch möglich, dass man es draussen an einer schönen Location macht. Und wenn Ihr dann eine Traukerze, ein eigenes Treueversprechen, vielleicht einen schönen Text, den einer der Trauzeugen vorliest, ein schönes Lied usw., einbaut, ist das doch fast schon wie mit einem freien Theologen, oder? (War noch nie bei einer freien Trauung, von daher weiß ich es nicht so genau).

LG Jane

Ich schließe mich den Mädels auch an…

“verschönert” lieber Eure standesamtliche Trauung ! Alles andere finde ich auch etwas mager.

Oder wie wäres es denn mit einer EVENT-Trauung, das gibts doch auch.
Trauung auf dem Schiff, im Zoo, …

Die Frage mit der Konfession ist ja auch noch offen, oder wolltet Ihr nichts kirchliches ???

LG Teufelchen

übrigens braucht ihr doch nicht immer schreiben, fühl dich nicht angegriffen - das ist doch ein schöner ehrlicher Meinungsaustausch, aus dem jeder was mitnimmt, und wer konstruktive Kritik nicht versteht, der hat in einem Forum nichts verloren - daher keine Angst :smile:

Zur Konfessionsfrage: wir sind katholisch, er ist allerdings schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten. Wir halten beide nicht viel von der Institution Katholische Kirche an sich, glauben aber an Gott und halten viel davon, als gute Christen auf dieser Welt zu wandeln :smile:
Ich habe im Dorf, wo meine Eltern immer noch wohnen, jahrelang evangelische Kinderkirche gemacht (die haben sonst niemanden gefunden, da mussten die Katholiken ran). Wir hatten einen tollen Pfarrer, er hätte bestimmt so eine Zeremonie gemacht, wenn er nicht schon länger in Rente und weit weg wäre :frowning:
Aber ob ich jemanden unbekannten dazu bringen würde?

Warum nicht im Standesamt?
Wir wohnen in München, der Rest meiner Familie in Köln und in Oberschwaben, seine eher kleine Familie ist aus Schrobenhausen.
Unser Fest planen wir in Oberschwaben bei meinen Eltern - hat den großen Vorteil, dass die meisten sich kein Hotel nehmen müssen. Hauptsächlich wollen wir die ganzen Feierlichkeiten an einem Ort halten und keine Fahrerei haben, vor allem für die Gäste. Und bei ca. 80 Gästen hat es fast keinen Sinn, nach einem Standesamt zu suchen, wo alle hinein passen, aber wir möchten alle dabei haben.
Es gibt noch ein paar Gründe dafür, alles wollt ihr aber bestimmt nicht hören :smile:

Wir haben schon lange eine Vorstellung davon, wie unser Festtag ablaufen soll - und da passt ein Standesamt beim besten Willen nicht rein. Erstmal gibt es eigentlich nichts besonderes in der Nähe meiner Eltern, daher müsste man alle woanders hin bestellen, das kommt nicht in Frage.
Dann muss es auf jeden Fall ein Samstag sein, und da machen auch nicht so viele Standesämter mit, und wenn - dann ist da viel zu viel Druck da, weil draußen schon das nächste Paar ansteht.
Nein, den Teil möchten wir nüchtern hinter uns bringen und direkt am nächsten Tag das Fest feiern.

Die kirchlichen Trauungen, bei denen ich bisher dabei war, waren meist zum Gähnen langweilig, weil die wirklich interessanten und persönlichen Anteile gering waren. Meine Idee war, nur diese Anteile in eine Zeremonie zu verpacken - und das, was uns beiden vorschwebt, braucht einfach nicht allzu lange. Ich möchte nicht, dass die Gäste eine Stunde lang auf ihren Stühlen hocken und sich Gerede anhören - ja, ich selbst möchte nicht so viel Gerede hören :smile: Ein paar persönliche Dinge reichen vollkommen.
Einzug - lasst es 3 Minuten sein. Wenn wir jetzt tatäschlich in dem kleinen Schlösschen im Innenhof feiern, habe ich nur ein paar Meter zu laufen :smile:
Begrüßung, kurze Rede über den Anlass (ich weiß nicht mal, was der Redner da sagen würde). Gedicht vorgelesen von meiner besten Freundin - 2min, Traukerze anzünden mit kleiner Geschichte von meinem Trauzeugen -5 min, vielleicht liest noch ein Elternteil einen kleinen Spruch aus der Bibel - 2min, Eheversprechen - 4 min, Ringetausch - 2min, Küssen und raus - 3min - nur mal auf die Schnelle hingeworfen, tatsächlich dauern solche Dinge sicher etwas länger, weil nie alles am Schnürchen läuft. Als musikalische Untermalung plane ich einen Gospelchor aus der Umgebung zu buchen - mein Schatz wird nichts davon wissen. Aber selbst mit ein paar Liedern zwischendrin dauert alles nicht so lange.
Lasst es meinetwegen 30 oder auch 40 Minuten sein, wenn es hoch kommt.
Hat jemand schon eine freie Trauung mitgemacht? Ich habe keine besondere Vorstellung davon, was da sonst noch abläuft und es wäre schon sehr interessant, mal persönliche Erfahrungen zu hören.

Ich denke schon, dass es für uns mehr Sinn macht, so eine Zeremonie zu machen - und vielleicht müssen wir einfach darauf sparen. Das mit einem Redner aus dem Freundeskreis war ja auch wirklich eher zum Spaß gedacht, obwohl wir einen brillanten Redner haben (er ist auch noch schwul, das wäre vermutlich der Witz des Jahrhunderts, die streng katholische Verwandtschaft seinerseits würde vom Stuhl kippen - aber das tun die vielleicht sowieso, wenn sie erfahren, dass wir nicht kirchlich heiraten).

Danke euch trotzdem für eure Meinungen, ich freue mich auch weiter immer auf Vorschläge, Kritik und Denkanstöße :smile:

ich habe gerade noch die Suchfunktion hier mal ausprobiert und einige Beiträge zu freien Zeremonien gefunden.
Eine Braut hat ihre schon hinter sich und schreibt über den Inhalt folgendes

Begrüßung der Gäste und Worte zu uns als Paar, dann werden die Gedichte vorgetragen, dann erzählt sie etwas zur Symbolik der Ringe, die wir uns im Anschluss anstecken werden, anschließend werden mein Mann und ich uns noch ein paar persönliche Worte sagen. Dann nimmt sie den Inhalt des Trauspruchs noch einmal auf und lässt die Feier mit guten Wünschen der Anwesenden ausklingen.

Genau so stelle ich mir das vor. Aber ich verstehe durch die gefundenen Beiträge auch, dass ein professioneller Redner notwendig ist, weil er viel mehr daraus machen kann.

Hallo Schnikki!

Habt ihr schon mal bei einem freien Theologen nachgefragt, wieviel es kosten kann? Denn ich kenne es von Beerdigungen die Preisunterschiede sind riesig!

LG Stephie

nein, bisher kenne ich nur die Preise, die ich so in Foren gelesen habe, und auf ein paar wenigen Webseiten von freien Theologen, die Preise angeben, habe ich meistens was von 700 Euro gefunden.

Aber du hast recht, man muss einfach direkt mal nachfragen, vielleicht gibt es tatsächlich so große Unterschiede.

Ich kann Dir bezüglich der Preise nicht weiterhelfen, da wir kirchlich geheiratet haben. Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung raten: nimm die Gestaltung der Zeremonie nicht zu leicht, und überlegt Euch ganz genau, wieviel sie Euch wert ist. Sie ist ein ganz wesentlicher Bestandteil Eurer Hochzeit, und wenn sie gelungen ist, werdet Ihr daran sehr kostbare Erinnerungen haben.
Unser Gottesdienst hat eine Stunde gedauert, und niemand hat sich gelangweilt - im Gegenteil, viele kamen hinterher auf uns zu, um uns zu sagen, wie schön sie ihn fanden. Und gerade wenn Euch das Standesamt nicht viel bedeutet (wie uns auch nicht), plant genug Zeit und - wenn Ihr könnt - Budget für die Zeremonie ein. Der Rest ist im Grunde “nur” Party (nein, so meine ich das nicht…ich hoffe, Du verstehst, was ich sagen will). Eure Trauung ist doch der eigentliche Anlaß für das Fest und sollte nicht so schnell-schnell vorneweg ablaufen…finde ich.

Vielleicht findest Du ja noch einen günstigeren Anbieter…ich drücke Dir die Daumen.

Hallo schnikki,

braucht Ihr denn dann jemanden der das “Moderiert” ???
Vielleicht lässt sich dass alles selber planen ?
Eine Freundin liest das vor, der Trauzeuge macht das, die Braut-Mutter das…dann fügt sich der Ablauf alleine.

LG Teufelchen

@Mauskatze: du hast natürlich vollkommen recht, man darf das nicht auf die leichte Schulter nehmen - wobei uns persönlich die Feier danach wichtiger ist, aber so eine Zeremonie ist nun mal wichtiger Bestandteil und lässt Familie und Freunde Teil der Eheschließung sein.

Allerdings - und das ist nicht bös gemeint - sagte ich nach den Trauungen auch immer, wie schön es war und wie sehr es mir gefallen hat, auch wenn es nicht der Fall war. Denn an einem so schönen Tag würde man dem Brautpaar nie ins Gesicht sagen, dass man sich gelangweilt hat, wozu auch, es ist doch vorbei und nicht änderbar. Und wenn das Brautpaar das Ganze genossen hat, ist das Wichtigste doch erledigt, da brauche ich nicht herum zu meckern. daher ist nicht immer Verlass darauf, was einem die Gäste hinterher sagen. Aber es ist natürlich auch immer absolut unterschiedlich, wie die Trauung abläuft, manch ein Pfarrer gestaltet das Ganze auch viel schöner als andere, daher ist es schwer zu pauschalisieren.

@Teufelchen: genau das ist ja eigentlich die Frage - wenn ich wüsste, dass es ohne einen Redner auch so schön ablaufen könnte… Aber nach dem Lesen der älteren Beiträge zu dem Thema glaube ich fast, dass es ohne einen Profi wirklich nicht so schön wirkt - auch wenn dieser nur wenig Anteil an der Zeremonie hätte, weil wir Freunde und Familie einbeziehen und sie das meiste lesen/tun, so hält er das Ganze doch irgendwie zusammen und gibt dem einen offiziellen Touch.
Wirklich schwer. Aber wir haben noch Zeit, ich werde fleißig hier weiter lesen und auch recherchieren, vielleicht ergibt sich was passendes und bezahlbares.

Naja, wenn die Gäste extra zu mir kommen, um mir zu sagen, wie schön es war, denke ich schon, daß sie es ernst meinen… :open_mouth:

Ich will deinen Gästen ja auch nichts unterstellen! eigentlich nur mir selbst… :smile:

Der folgende Bericht hat nichts mehr mit dem Thema freie Trauung zu tun :wink: sondern nur mit dem Frisieren von Wahrheiten.
Aber irgendwie muss ich das loswerden.

Ich war vor einigen Wochen mit meinem Liebsten auf der Hochzeit meines Cousins in der Ukraine. Und es war einfach eine schreckliche Hochzeit.
Das Lustigste des Tages gab es gleich am Anfang, nämlich das Braut-freikaufen. Die Brautschwestern haben eine Menge Aufgaben gestellt, die der Bräutigam lösen musste, es war sehr witzig. Ging was schief, musste sein Trauzeuge ein Geschenk machen, um sich die Lösung zu erkaufen.
Aber dann mussten wir stundenlang bei Hitze im Park zusehen, wie die beiden von einem Kameramann in den seltsamsten Situationen (total gestellt) gefilmt wurden, ein Fotograf sprang auch noch rum und vermied es übrigens tunlichst, einen der Gäste auf dem Foto zu erwischen. Es gab kein einziges Bild mit den Trauzeugen, der Familie (Eltern waren gar nicht dabei, nur Geschwister/Cousinen/Trauzeugen) oder so, immer nur die beiden. Der Trauzeuge, sein Bruder, hat später gemeint, die Hochzeitsbilder werden aussehen, als hätten die zwei ganz alleine gefeiert, und das stimmt, es gibt praktisch kein einziges (offizielles) Bild mit den Gästen. Und was so im Restaurant privat geknipst wurde im Halbdunkeln, kann man sich ja vorstellen.
Dann ging es ins Restaurant, wo eine Standesbeamtin und die ganze Gesellschaft warteten. Der offizielle Teil ging ziemlich unter, weil die Gäste rumstanden und sich nicht dafür interessierten, es war laut und unangenehm, total unorganisiert.
Nach den Unterschriften gab es eine Gästeparade, jedes Paar wurde von dem (fremden) Moderator angekündigt und hatte schnell vorzulaufen, zu gratulieren und abzuhauen.
Zack zack gings ans Essen, es gab nur kalte Salätchen und so Zeug, man hat kaum 10 Mal gekaut, da wurde das Programm gestartet mit irgendwelchen Auftritten (Tänzer, Sänger…) zwischendrin wurde man für 3 Lieder auf die Tanzfläche geordert, dann wieder zum Essen hingesetzt (ein Ferkel und ein Riesenlachs wurden nach 21 Uhr serviert), Rede hier, Rede dort. Das Brautpaar war mehr draußen beim Rauchen als drin beim Feiern, von der Verwandtschaft tanzte kein einziger (und alle gingen nach dem Brautstraußwerfen um 23 Uhr), ein paar wenige Mädels hüpften auf der Tanzfläche.
Die Hochzeitstorte schmeckte nach nichts, die Stimmung war zumindest für uns total daneben, obwohl sich ein paar doch ziemlcih amüsierten (aber vielleicht hätten wir die Flasche Cognac auch austrinken sollen g).
Jedenfalls haben wir uns um 1 Uhr verabschiedet.

Und am nächsten Tag ging die Fragerei los: wie hat es euch gefallen, war es für euch super? was fandet ihr am besten? Die Musik war toll, oder?
Es war doch ganz klar, dass wir allem zugestimmt haben, alles schön fanden usw. Ich hätte niemals gesagt, dass wir uns gelangweilt haben und ich alles ziemlich seltsam fand. Sie hatten sich so gefreut, es war offensichtlich das, was sie wollten, das kann man ja nicht ruinieren und lügt lieber ein bisschen.

Wo du aber recht hast, Mausekatze: ich wäre nie freiwillig hin und hätte davon geschwärmt.
Wenn Gäste auf einen zukommen und sagen, wie schön es war, dann ist das normalerweise auch die Wahrheit, ansonsten würden sie es sich eher aus der Nase ziehen lassen :smile:

Und deswegen möchte man ja auch alles perfekt machen und dafür sorgen, dass die Gäste sich nicht langweilen. Auf der anderen Seite sagt sogar mein Schatz schon, dass ich mir darüber zu viele Gedanken mache und ich nicht der Entertainer für den Tag sei - wer sich langweilt, der tut es eben, Hauptsache, wir haben Spaß. Ganz so extrem sehe ich das eben nicht, ich will dass sich alle amüsieren, aber ein bisschen lockerer muss ich wohl noch werden!

Du wirst immer Gäste haben, denen irgendwas nicht paßt. Man kann es eben nicht allen recht machen. Vielleicht sind Hochzeiten in der Ukraine eben so…und alle Einheimischen fanden es ganz toll.

Das wesentliche ist tatsächlich, daß Ihr Euch wohlfühlt. Es gibt da natürlich Abstufungen. Mein Bruder hatte damals auf seiner Hochzeit eine Liveband, die zwar super war, aber für alle jenseits der fünfzig eben die falsche Musik gespielt hat. Er und seine Braut waren der Ansicht: Hauptsache uns gefällts. Das Ergebnis war, daß sich ein gutes Drittel der Gesellschaft um elf verabschiedet hat. Wir haben das bei unserer Hochzeit anders gesehen und einen DJ gebucht, um etwas flexibler in der Musikwahl zu sein - was auch ganz gut geklappt hat. Trotzdem war es meinen Eltern gegen zwölf zu laut, und sie sind gegangen - naja, sie waren inzwischen ja auch zehn Jahre älter als bei der Hochzeit meines Bruders (bei der zumindest mein Vater noch bis halb drei mit uns gehottet hat :open_mouth: ).

Es gibt Gäste, die machen gerne Gruppenfotos, und es gibt solche (wie mich), die das total ätzend finden. Es gibt Gäste, die finden Hochzeitsspielchen witzig, andere finden sie peinlich. Unser Gottesdienst war sehr klassisch gestaltet und sehr musiklastig - ausschließlich klassische Musik. Da gab es bestimmt den einen oder anderen, der das verstaubt fand…aber die meisten fanden es toll.

Findet heraus, was Euch wichtig ist und an welcher Stelle Ihr kompromißbereit seid. Überlegt, wie der Großteil Eurer Gäste drauf ist - ein paar werden immer durch den Rost fallen und was zu meckern haben.

Ich war auch schon auf einer Hochzeit, die ich von vorne bis hinten grauenhaft fand. Die Braut schwärmt heute noch von dem tollen Fest. Nun denn. Schlußendlich ist das tatsächlich die Hauptsache. Und ich habe damals davon profitiert und mitgenommen, was wir bei unserer Hochzeit auf jeden Fall anders machen würden… 8) .

Hi Schnikki!

Habe hier mal zwei Adressen:

www.trauzeremonie.de
und
www.alternativhochzeit.de

Vielleicht kannst du da ja mal die Kosten erfragen!

Gruß, Stephie

Hallo Schnikki,

also wir hatten eine freie Trauung und mein Mann war zunächst gar nicht begeistert von dieser Idee, da er quasi die gleichen Sorgen wie Du hatte.
Zu lang, zu langweilig, ggf. zu verkitscht und damit zu peinlich.
Im Nachhinein war er total begeistert von unserer Trauzeremonie … sicherlich auch deshalb weil unser Theologe genau auf unsere Bedürfnisse und Wünsche eingegangen ist.
Durch die Beiträge unsere Brautjungfern(4) und unsere Trauzeugen (2) hat unsere Zeremonie schlussendlich ca. 65 Min gedauert.
Und ich denke und hoffe, dass es niemandem zu lang…höchstens den Damen nen bissl zu kalt war.
Ich gebe Dir Recht, dass man einem Brautpaar nie am Hochzeitstag oder im Nachhinein ins Gesicht sagen würde, dass die Trauung nicht schön war, denke aber wie Mausekatze, wenn Gäste von sich aus extra zu einem kommen und Dinge sagen wie:
“Das war viel schöner als in der Kirche” (hiermit möchte ich nicht die Mädels, die kirchlich heiraten enttäuschen, denn das ist einfach Geschmackssache)
“Wunderbar wie toll der die Rede gehalten hat” oder
“Da fragt man sich doch glatt ob man die gleiche Frau noch einmal heiraten kann” dann ist da schon was wahres dran.

Wir haben für unseren Tehologen 500€ pauschal bezahlt …und das fand ich absolut gerechtfertigt.
Er war 3 Mal jeweils ca. 2,5 h bei uns, kam zeitig genug vor der Zeremonie, hielt die Zeremonie und blieb dann natürlich auch noch nen bissl.
Er hatte somit 4x Anfahrten von ca. 1,5h je Strecke und hat uns zudem imkmer wieder mit Infomaterial etc. per Telefon und mail versorgt.
Er hat die Rede geschrieben und die beteiligten Personen (Trauzeugen/Brautjungfern) “mitbetreut”.
Im Preis waren sein Zeitaufwand, die Fahrtkosten und ein kleines Geschenk von ihm während der Zeremonie enthalten.
Extrakosten für das Überlassen der Rede, Mails oder Telefonate gab es keine.

Und wir waren einfach begeistert wie persönlich er die rede gehalten hat, wie schön und professionell sie vorgetragen wurde und mit wieviel Empathie er sie geschrieben hat.

Ich kann wirklich nur eine Lanze für eine freie Trauzeremonie brechen.

LG Koboldine

P.S. Wenn Du noch einmal was zum Ablauf oder Adresse wissen magst melde Dich einfach per PN.

Hallo schnikki,
ich muss den anderen zustimmen: wenn ihr schon so einen schönen Ort wie das von Dir beschriebene Schlößchen habt und richtig feiern wollt, dann schafft auch eine schöne Einleitung / Einstimmung für die Feier. Vielleicht kannst Du ja einen freien Theologen finden, der bei Euch in der Nähe wohnt, dann fallen z.B. weniger Fahrtkosten an. Frag doch mal den Pfarrer vor Ort bei Euch - vielleicht kennt der ja jemanden der so was macht. Ohne jemanden “offiziellen” fände ich es schon etwas zu sehr selbstgebastelt - nicht am falschen Ende sparen!
LG Alina

Hallo Schnikki,
Es gibt viele Brautpaare, die sich als Krönung der Hochzeit eine feierliche Zeremonie wünschen, sich aber nicht an die Amtskirche wenden möchten: Sie sind aus der Kirche ausgetreten, geschieden oder wünschen sich ein außergewöhnliches Ereignis, legen verstärkten Wert auf individuelle, zeitgemäße Gestaltungsmöglichkeiten.
Ihr wollt dass Euer Tag wirklich feierlich und unvergesslich wird?

Freie Trauung - warum so teuer?

Weil eine gute und vor allem individuelle freie Trauung sehr viel Arbeit und Aufwand bedeutet !!
Man darf da nicht die Trauungszeremonie alleine sehen, sondern die ganze Arbeitszeit, die nicht direkt bezahlt wird aber auch mit inkludiert werden muss: die vielen Gespräche, die geführt werden müssen.

Im Preis sind bei mir folgende Leistungen enthalten:

2 - 3 Vorgespräche von ca. 1-2 Stunden Dauer
Entwurf der Zeremonie (traditionell oder neue Elemente, passend zum Brautpaar und an deren Wünschen ausgerichtet)
die Zusammenstellung der Texte ( individuelle Gedichte )
Beratung bei der Musik
Vorbereitung der zeremoniellen Elemente wie auch Absprachen mit den Mitzuwirkenden
Schreiben der Rede (und die ist wirklich individuell für jedes Brautpaar anders)
und natürlich die Zeremonie selbst.

Das sind einige Stunden Arbeit, hochqualifizierte Arbeit, die ich mir nicht aus dem Ärmel schüttle, sondern für die ich ein Studium und einige Erfahrung vorweisen kann.

Und dann schau Dir mal die Stundensätze anderer Berufe an. Das kannst Du ja nicht auf den Stundenlohn von Festangestellten umrechnen, sondern musst den Stundensatz z.b. eines Designbüros oder eines Anwalts oder eines Klempners sehen, den Du als Kundin da bezahlen musst.

Freie Theologen sind ja Freiberufler/Innen, d.h. eigene Kosten, Steuern, Sozialversicherungen, usw. stehen ja auch noch an.

Und wenn ich mir dann noch anschaue, was viele für ein Brautkleid oder den Blumenschmuck bezahlen …
Traurig dass man über den Preis diskutieren muss. Wenn man die ganze Arbeit mal in Stunden umwandelt, so ist man schnell bei mind. Ca. 20 Stunden (ohne Fahrtzeit) und einem Stundesatz von nur max. € 25,00 – 30,00. Das ist für einen Selbständigen wirklich im unteren Bereich. Das muss er verlangen, um wenigstens einigermaßen über die Runden zu kommen.
All das darf man nicht vergessen und da sind 500 – 700 Euro nicht allzu viel. Da wird auch keiner von uns reich.

Liebe Grüße

Ludwig Japkinas
Freier Theologe
www.freietrauungen.de