Berghochzeit...oder dem Himmel ein Stückchen näher

Hallo Mädels,

nachdem uns der Alltag so richtig wieder hat und ich meine alljährliche „Urlaubsdepression“ endlich überwinden konnte und alle Ereignisse ein wenig verarbeitet habe, wollte ich Euch gerne auch mein Hochzeitserlebnis noch aufschreiben…

03.07.

Am 1. Urlaubstag aufwachen – was für ein Gefühl – endlich geht es los!
Nach dem Aufstehen noch schnell in die Metro, zum Zahnarzt, zur Kosmetikerin, nach Hause.
Der Rest vom Tag war gefüllt mit letzten Bastelarbeiten, Vorbereiten, Zusammenstellen der Sachen, die mitgenommen werden mussten, To-Do und Do-not-forget-Listen schreiben, neuen Fragen und nochmaligem
Durchsprechen unseres Vorhabens „Hochzeit“.

An dieser Stelle muß ich meinen Mann ein dickes Lob aussprechen – ohne zu murren, genervt zu sein oder zu streiten haben wir die ganze Vorbereitungszeit gut überstanden. Er hat mich in allem wahnsinnig unterstützt und umgekehrt – eine perfekte Ergänzung. Und es war so toll, dass wir über alle Sachen reden konnten – über seine, meine Ideen und Anregungen, die von außen kamen. Letzen Endes ist unser gemeinsames Fest daraus geworden.

04.07

Am Freitag hieß es dann, einen guten Zeitplan abzustecken und alles zusammenpacken, was wir brauchen (unter anderem die Welcome-Tüten für die Zimmer, Namensschilder, Servietten für den Gasthof, Bäumchen für die Kirche) und ja nichts vergessen !
Zwischen dem Ort des Geschehens und München liegen mal eben gute 70 km…Liste abstreichen und los gings.
Als erstes mussten wir die Blumengestecke für Samstagmittag abholen und das Auto so packen, dass nix kaputt gehen kann.
Die Hochzeitstorte wurde an der 2.Station ins Auto verladen – was für eine aufregende Angelegenheit!
Zum Glück war sie gut verpackt und doch recht einfach zu händeln.

An der Talstation der Bergbahn haben wir in Ruhe alles in die Gondel verladen können, was für Samstag dort oben wichtig war und gebraucht wurde. Zum Glück waren nicht allzu viel Touristen unterwegs, das ersparte uns
erst mal eine Menge Blicke und wir hatten viel Platz in der Gondel für unsere Sachen. So haben wir also einen kleinen Ausflug mit Blumengestecken, Dekosachen und Torte unternommen. Wir wollten einfach nur sicher gehen, dass alles gut ankommt.
Nach dem wir unsere Hochzeitstorte auf dem Berg im Gasthaus abgegeben hatten, konnte ich das erste Mal ein wenig durchatmen. Ich hatte die ganze Zeit nur einen Gedanken: “hoffentlich passiert nichts“.
Trotzdem blieb ein „dauer-aufgeregtes-Gefühl“ in mir und es war so schön, dort oben noch kurz verweilen zu dürfen.

Aber es gab noch mehr zu tun für uns, und so ging die Reise weiter in den Berggasthof.
Die Wirtin war richtig nett und sehr hilfsbereit und wir konnten alles umsetzen, was wir uns vorgestellt hatten.
Ich konnte in Ruhe die Servietten basteln, und mein Schatz war unterwegs, um die Welcome-Tüten, Wasserflaschen und Gastgeschenke Zimmer zu verteilen.
Noch eine kurze Besprechung der Tischordnung und des Ablaufs und schon waren wir auf dem Rückweg nach München.
Inzwischen kam eine SMS von meiner Freundin und ihrem Mann. Die beiden waren in München angekommen und so hatten wir noch ein Treffen in der Stadt vereinbart. Wiedersehensfreude, Quatschen, ein Bierchen…und kurz nach Mitternacht fielen wir endlich in unsere Betten und in einen tiefen Schlaf.

05.07.

Der Wecker klingelte um 5, kurzes Wachkuscheln, voller Vorfreude aus den Federn, kleines Frühstück zu zweit, alle Sachen gepackt, und ab zum Frisör.
Meine Freundin empfing mich dort schon und holte einen Piccolo aus ihrer Tasche – dann klirrten die Gläser
und die Trockenhaube rauschte. Die Aufregung nahm eher zu statt ab und ich überlegte, wie er unsere Gäste in Empfang nahm und ob es alle schaffen würden, und 11. Uhr an der Talstation zu sein.
Während ich versuchte mich abzulenken, war die Frisöse auch schon fertig und ich befand mich im Taxi auf dem Weg zur Kosmetikerin. Hier war ich dann 5 min zu früh und musste auf sie warten…die Schmetterlinge im Bauch wurden plötzlich wieder mehr…
…rauf auf ihren Stuhl, Farbe ins Gesicht – und jetzt anziehen.
Ich hatte sie vorher schon um Hilfe beim Anziehen gebeten, und die hatte ich jetzt auch nötig!
Und da stand mein Papa schon in der Tür und war begeistert !
Dann sollte die Fahrt „ins Glück“ beginnen. Die kalkulierte Zeit reichte gut aus, und alle waren schon vom Parkplatz der Talstation verschwunden, als wir dort ankamen.

Nun musste ich es noch schaffen, den Gästen und vor allem dem Bräutigam im Wendelsteinhaus aus dem Weg zu gehen. Meine Schwester managte das hervorragend und kümmerte sich rührend um mich.
Meine Mama kam mit mir auf die Toilette, um alles noch einmal zu richten – plötzlich wurde ich fotografiert und angesprochen, ob ich eine Braut wäre, und ob jetzt wirklich eine Hochzeit stattfinden würde. Das war so nett und lustig– und gleichzeitig stieg meine Aufregung wieder an.

Langsam näherte sich DER Moment, und mein Papa holte mich ab, nach dem alle Gäste bereits im Kirchlein Platz genommen hatten. Mein Schatz wartete mit Brautstrauß, Pfarrer und unseren Hochzeitshelfern vor der Kirche und ich stieg die Treppen mit meinem Papa hinauf.
Mein Papa „übergab“ mich mit ein paar Worten und nun sahen wir uns kurz tief in die Augen.
Der Pfarrer beruhigte uns noch mit ein paar netten Worten (wir waren wohl beide sehr aufgeregt )
dann läutete mein Neffe die Glocken, und als die selbst komponierte Musik (Akkordeon und Gitarre) anfing, gingen wir nach dem Pfarrer in die Kirche.
Dieser Moment vorher war so schön für uns, und mein Schatz hatte plötzlich Tränen in den Augen.
Der Gottesdienst war lustig und besinnlich zugleich. Wir hielten die ganze Zeit unsere Hände.
Wir staunten über unsere wunderschöne Hochzeitskerze, die ein Geschenk meiner Tauzeugin war und die sie nach unserer Einladung anfertigen lies.
Nach unserem Trauversprechen wurde ein weiteres Stück (auch von meinem Schatz komponiert) gespielt – das sollte für mich sein, und ich hatte es vorher noch nicht hören dürfen. Nun flossen die Tränchen und ich war gerührt.
Als der Gottesdienst zu Ende war, traten wir aus der Kirche und hatten ein wunderbares Bergpanorama um uns herum. Es folgten Glückwünsche unserer Lieben, und wir machten uns auf den Weg zurück zum Gasthaus, um mit dem Sektempfang der Terrasse fortzufahren.
Die Glückwünsche der Touristen und Wanderer blieben natürlich auch nicht aus.
Nach dem Kaffeetrinken und Anschneiden der Hochzeitstorte ging es mit der Gondel wieder ins Tal, um per Autokorso auf den Berggasthof zu fahren.

Hier wartete eine Überraschung auf uns: ein riesiges Herz zum Ausschneiden mit einem Foto von unserer standesamtlichen Trauung drauf. Das hatte meine Schwester vorbereitet.
Während die Gäste ihre Zimmer bezogen, wurden wir noch für ein paar Fotos entführt. Einige sind dann erst mal in den Pool gesprungen, andere haben sich ausgeruht. Später sammelte sich die „Meute“ wieder zur Fortsetzung unserer Feier.

Nach einer tollen Ansprache meines Papas gab es (endlich) wieder etwas zu essen.
Die Feier an sich war gefüllt mit Überraschungen und Aktionen unserer Gäste – keine „dummen Spielchen“
sondern wirklich nette Sachen. Der Abend wurde „moderiert“ von unseren 2 Hochzeitshelfern.
Die Musik haben wir per MP3- Playlist, Laptop, Mikrofon und Boxen laufen lassen, und die beiden Hochzeitshelfer waren quasi auch die DJs. Hat super funktioniert, und die Stimmung war klasse.
Die Gäste wurden aufgefordert, die Geschenke zu mit ein paar persönlichen Worten zu übergeben, was richtig schön war. Nebenbei wurde ein Gästebuch produziert, ein Kalender unter den Gästen ausgespielt, und wir mussten uns bei einem Übereinstimmungstest beweisen.
Zwischendrin war unser Hochzeitswalzer gefragt, und irgendwann griff mein Schatz zur Gitarre, erzählte „unsere Geschichte“ und spielte ein Lied für mich.
Gegen Mitternacht hatte meine Schwester noch 3 Skylaternen für uns, die wir in einen Wahnsinns-Sternenhimmel schicken durften.
Ich glaube, alle hatten viel Spaß – die letzen sind wohl erst nach 5 Uhr ins Bett gekommen.
Und ich fand es irre, dass so viel Engagement von unseren Gästen kam.

06.07.

Lange ausschlafen wollte und konnte ich nicht… ich wurde geweckt gegen 7.30 Uhr von der Sonne und vom Läuten der Kuhglocken auf der Alm…
Nach dem Anziehen ( meinem Mann wollte ich noch ein bisschen Schlaf gönnen) genoss ich den frischen Bergmorgen draussen und saß erst mal ganz für mich alleine in der Morgensonne am Pool mit den Füssen im Wasser. Ich lies den gestrigen Tag für mich durch meinen Kopf gehen und ich war einfach nur überglücklich, dass der Tag so war wie er war…

Nach und nach wurden unsere Gäste auch wach, und es gab dann noch ein nettes Beisammensein beim Frühstück. Gegen Mittag waren alle verabschiedet und es war alles eingepackt.
Mit unseren beiden Hochzeitshelfern fuhren wir schließlich zurück nach München, um neu zu packen –
ab in die Flitterwochen !

Ein paar Bilder sind im Link.

Und ich muß noch einmal sagen: es war einfach nur traumhaft schön….!!!

Wir waren richtig überrascht von dem Feedback unserer Gäste - alle hatten sich noch einmal gemeldet, sich bedankt, uns gelobt :blush: “war wie ein Kurzurlaub” oder “alles war super organisiert”…die Vorbereitungen waren im Nachinein schon ziemlich anstrengend. Aber ich denke, vor allem die “Kleinigkeiten” machen es eben aus - wie z.B. die Tüte mit Knabberzeug und Wasser auf den Zimmern, das fanden alle richtig toll.

Auf jeden Fall hat es sich gelohnt und wir wurden mit einer richtig schönen Hochzeitsfeier beloht. :smiley:

Oohh, skihaserl, endlich!! Ich war ja schon sooo gespannt!

Wir sind ja am 5.7. um 6 Uhr in der Früh losgefahren und in unsere Hochzeitswoche daheim in Franken gestartet. Als ich den strahlend blauen Himmel am Wendelstein gesehen habe, hab ich an dich gedacht und zu meinem Schatz gesagt: “Heute hätten wir heiraten sollen, bei dem Traumwetter…”

Eure Fotos sind wirklich traumhaft! Dein Hochzeitsdirndl ist unglaublich hübsch, die Deko sieht einfach toll aus, und das Buffet… LECKER!! Ihr habt dann an der Rosengasse gefeiert, oder?

Am Sonntag waren wir am oberen Sudelfeld, da ist vormittags auch gerade ein Brautpaar hupend weggefahren, alle Gäste standen an der Straße und haben gewunken… und ich bin ganz wehmütig geworden… :cry: .

Alles, alles Gute für euch,

Leni

Hallo leni,

ich hab am 5. auch Dich gedacht - ud auch am 12.07 !! -
ja, Feier war in der Rosengasse - man muß halt bedenken, dass kein Restaurant ist, sondern eben ein Berggasthof - aber wir waren super zufrieden dort !!

Danke für die vielen Komplimente - Eure Hochzeit war aber auch ein TRAUM !!!

Bin gerade, wo ich das alles aufschreibe, auch ziemlich wehmütig :cry:

Auch alles Liebe für Euch !!

Sandra

Mei isch des schian!!! :smiley:

Ihr seid ein total nettes Paar und eure Hochzeit war bestimmt sehr schön! :wink: Die Kirche ist einfach traumhaft - auf der Albumvorschau bei Picasa sieht der Felsen daneben aus wie ein Riesenherz - wunderschön!

Alles Liebe euch beiden!

Mona

Ihr habt euch ja für den Berggasthof entschieden, weil ihr genau dort eure Hochzeit feiern wolltet - weil diese Art von Feier eben zu euch passt und weil ihr euch dort wohl fühlt… Genauso soll es doch sein!

Das ist find ich auch das Schöne hier im Forum, dass man miterlebt, wie jede Braut ihre Hochzeitsfeier auf ihre ganz persönliche Weise gestaltet, jede ein bisschen anders, aber irgendwie immer in sich stimmig und ganz passend zu der jeweiligen Person.

Wir haben ja zu Hause in einem Festzelt gefeiert, da hat man auch nicht gerade den Komfort wie in einer edlen Location, vorallem wenn es regnet… Aber ich bin rundum glücklich, dass wir es so gemacht haben, weil die Feier einfach 100% uns entsprochen hat.

Danke für den super Bericht und die tollen Fotos! Wahnsinn, vor so einer Kulisse zu heiraten. Traumhaft!!! :laughing: :laughing: :laughing: :laughing:

Ich wünsche Euch alles Gute für die gemeinsame Zukunft!

Sunnybride

Liebes Skihaserl,

ui wie schön eine Berghochzeit! Das ist ja eine traumhafte Kulisse gewesen – stimmt, hab auch gleich das mit dem Herz gesehen :wink: Und ich stimme Leni zu: ist doch schön, wenn jeder nach seinem “TRaum” und seiner Vorstellung heiraten kann, ob in Italien, am See, im heimischen Garten oder aufm Berg!! Eins haben alle Weddingstyle Hochzeiten aber gemein: sie sind halt einfach schön gestylt :wink: :wink: Und es ist doch toll, wenn man so schöne Feedback von seinen Gästen bekommt!

Dein Dirndl find ich toll – und überhaupt auch Eure ganze Deko, sehr liebevoll alles abgestimmt! Ihr habt sehr glücklich ausgesehen!!

Alles Liebe für Euch!

Hallo Leni, Hallo Martina,

finde auch, dass “wir alle” sehr individuelle Hochzeiten hatten…finde die Bilder und die Ideen, die dahinter stecken bei allen so toll - und jeder ist glücklich über seine Hochzeit - das ist das allerbeste…!!
eben a la Weddingstyle :wink:

LG Sandra

ja eben :wink: :wink: :wink:

Liebes skihaserl

herzlichen Glückwunsch !
Mensch was für ein Panoramer, da geht mir mein “ich liebe die Berge” Herz auf :smile:
Und Trachtenmode, seit unserem ersten Urlaub in München und unseren Urlauben am Starnberger und Tegernsee unsere absolute modische Leidenschaft ( wenn man damit Rund um Köln nicht so auffallen würde :wink: )
Also eine Hochzeit, ganz nach meinem Geschmack !

LG :smiling_imp:

Herzlichen Glückwunsch auch von mir!

Herzlichen Glückwunsch und alles Liebe Euch beiden!!!

Super schöne Bilder!!!

LG
Miriam

Liebes Skihaserl,

nachträglich die herzlichsten Glückwünsche und vielen Dank für diesen wunderschönen Bericht, der mit diesen traumhaft schönen Fotos untermalt ist! Man bekommt dadurch einen tollen Eindruck Eurer Berghochzeit! Einfach schön!

Vielen lieben Dank und alles Gute,
Spatzerl

Dein Dirndl ist wirklich traumhaft schön und die Deko passt ja perfekt dazu :wink:

Wünsche dir und deinem Mann alles Liebe für eueren zukünftigen gemeinsamen Weg als Ehepaar!

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH und alles, alles Lebe wünsche Ich Euch für Eure gemeinsame Zukunft als Ehepaar!!!

Ooooh… die Kirche schaut SO toll aus!! Herzlichen Glückwunsch auch von mir und alles Gute für eure gemeinsame Zukunft.

lg, sonja