Bericht zur Freien Trauung am 13. Oktober 2006

Leider konnten mein Mann und ich nicht in einer Kirche heiraten. Wir sind beide katholisch und mein Mann war bereits ein Mal verheiratet. Nur eine standesamtliche Trauung war mir persönlich zu wenig - zu wenig Gefühl, zu wenig Hochzeit. Im Laufe der Vorbereitungen habe ich von der Möglichkeit einer freien Trauung gelesen. Es bedurfte noch etwas Überzeugungsarbeit bei meinem Mann, aber was tun unsere Männer nicht alles, damit wir glücklich sind :laughing: .
Nach ein paar informativen Gesprächen, habe ich mich schnell für Gudrun entschieden. Bei ihr wusste ich, dass auch mein Mann mit ihr zurecht kommen würde. Wir trafen uns bereits im Februar das erste Mal. Ich war einfach zu ungeduldig … Gleich das erste Gespräch war sehr persönlich. Sogar mein Mann, dem so ein “Gedöns” eigentlich gar nicht liegt, hat viel erzählt. Über die Zeit haben wir dann unsere gemeinsame Geschichte aufgeschrieben, haben, zusammen mit unseren Trauzeugen, noch einen Nachmittag bei Gudrun verbracht und den Ablauf der Zeremonie besprochen. Gestaltung, Text, etc. haben wir alles in Gudruns Hände gelegt, weil wir uns überraschen lassen wollten.

Die Trauungszeremonie, die Gudrun für uns gestaltet hat, war schöner, intensiver und inniger als ich es mir je erträumt hätte. Sie hat sich wunderbar in meine Mann und mich “eingefühlt”. Sie hat lustige Anekdoten zum Besten gegeben, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass wir sie ihr erzählt hatten. Gudrund hat gefühlvolle Texte gefunden, die uns im Leben begleiten werden. Eingerahmt wurde das Ganze von Wiebkes Gesang - es war Gänsehaut pur. Mein Mann war schlussendlich so bewegt, dass er die persönlichen Worte an mich nur flüstern konnte. Ab und zu schaue ich mir das Video der Trauungszeremonie noch an und kann einen kleinen Seufzer nicht unterdrücken. Es war zu schön!

Liebe Grüße
Mascha

Liebe Mascha,

wunderschön … Du sprichst mir aus der Seele, denn all das haben wir bei unsere freien Trauung auch so erlebt und würden es deshalb auch immer wieder so machen.
Bei uns fing es auch genauso mit der Überzeugungsarbeit bei meinem Mann, der sehr skeptisch war und Sorge hatte, dass das alles zu verkitscht sei an und endete damit dass er heute gar nicht mehr weiß, ob wir den 19. (Standesamt) oder den 26. (Trauzeremonie) als Hochzeitstag feiern sollen, obwohl für ihn zuvor immer der 19. feststand :wink:
Wir haben die Gestaltung und die Texte auch in Timos Hand gelegt …auch wie er unsere Brautjungfern und die Trauzeugen mit eingebunden hat.
Ich habe mich an manchen Stellen auch gefragt wann haben wir ihm das denn erzählt?!

LG Koboldine

Eure schönen Berichten steigern meine Vorfreude auf unsere freie Trauung noch mehr :smiley: ! Danke dafür!

LG