Die Trauzeugenfrage....?

Hallo Ihr!

Ich hab ein kleines Trauzeugenproblem… :laughing:

Wir würden gerne ein befreundetes Paar bitten, unsere Trauzeugen zu sein. Auf der anderen Seite, ist es bei uns “üblich”, Geschwister oder Eltern zu bitten.

Ist es denn möglich, auf der Hochzeit auf dem Standesamt die Mütter/Väter und auf der kirchlichen Hochzeit dann die Freunde zu nehmen?

Gibt es denn festgelegte Aufgaben, die ein Trauzeuge hat?

Ich möchte meine Freundin nicht mit zu vielen Aufgaben überschütten, weil sie ja selbst immer so viel Arbeit hat. Aber ich würde mich trotzdem sehr freuen, wenn sie meine Trauzeugin werden würde.

Hallo Babsi

Warum nicht? Bei einem Kollegen von uns war das auch so, die hatten fuer die Standesamtliche Hochzeit jemanden und fuer die Kirchliche 2 andere.

Die Standesamtliche Hochzeit hat ja im Prinzip nichts mit der Kirchlichen zu tun, ausser dass man nur Kirchlich Heiraten kann, wenn man schon standesamtlich verheiratet ist.

Eine andere Variante waere, dass eure Freunde die Tafelmajoren waeren. Das heisst, sie sind fuers Program am Hochzeitstag verantwortlich.
heiraten.ch/tipps/tafelmajor.htm

Hoffe du findest eine Loesung fuer euch.

liebe Gruesse
Moni

Bei katholischen Trauungen gibt es, glaube ich, Trauzeugen. Bei evangelischen oder freikirchlichen ist das eher unüblich.

Du könntest Deine Freundin auch zur Brauthelferin machen. Sie hat am Hochzeitstag die Aufgabe Dir zur Seite zu stehen:

  • den Blumenstrauß abnehmen
  • die Schleppe richten
  • auf Deine Frisur achten (freche Haarnadeln, die rausgucken, zurückstecken)
  • Geschenke annehmen und ggf. beschriften
  • etc.

Damit muss sie nicht viel vorbereiten, ist aber am Tag der Hochzeit gefordert.

Also für mich besteht da schon ein sehr großer Unterschied, zwischen Trauzeugen und denen, die an der Hochzeit einige Aufgaben haben. Klar vergibt man die Aufgaben auch nur an diejenigen, denen man vertraut und mit denen man eng befreundet ist. Aber jemandem zum Trauzeugen zu nehmen heißt für mich, dass ich möchte, dass derjenige uns auch auf unserem gemeinsamen Eheweg begleitet - und zwar nicht nur für ein paar Monate.

Von daher ist das für mich persönlich ein riesen Unterschied, und wenn du dieses Paar dafür haben möchtest, würde ich sie auch fragen. Ich würde sie dann nur in der Kirche zusätzlich zu den Trauzeugen am Standesamt nehmen.

Liebe Grüße
Corinna

Hallo!

Bei unserer standesamtlichen Trauung waren mein Bruder und der beste Freund meines Mannes unsere Trauzeugen.

In der Kirche, wir heiraten evangelisch, sind Trauzeugen nicht üblich, dafür aber Brautführer.
Wir haben uns für ein befreundete Paar entschieden und wollen sie mit dieser Ehre sozusagen in unsere Familie aufnehmen und hoffen, dass sie uns noch lange erhalten bleiben!
Und da ist es doch eigentlich egal, ob die Menschen jetzt Trauzeugen, Brautführer, Brautjungfern oder sonstwie heißen, oder???!!!

LG, Sarah

Hallo Babsi,

also unser Standesbeamter sagte uns, dass seit einiger Zeit (weiß nicht wie lange) keine Trauzeugen mehr benötigt werden am Standesamt. Also könnte man da auch ganz darauf verzichten.

Bei uns sind auch Familienmitglieder als Trauzeugen üblich, wir haben uns aber trotzdem dagegen entschieden. Die Familie meines Zukünftigen hat da niemanden, der das gerne machen würde und zwingen wollen wir keinen. Aus diesem Grund hab ich dann gesagt, dann verzichte ich auch auf ein Familienmitglied und wir fragen ein befreundetes Paar und die Entscheidung war bis jetzt goldrichtig.
Die haben sich gleich informiert was ihre Aufgaben sind und kümmern sich am Hochzeitstag drum, das der ganze Ablauf eingehalten wird und das alles passt. Genau so haben wir uns das vorgestellt, das die Trauzeugen auch Verantwortung übernehmen. Bei Familienmitgliedern ist das eh immer so eine Sache, die sollen gar nicht so viele Pflichten am Hochzeitstag haben.

So passt das alles ganz gut. Also mach Dir keine großen Gedanken, wenn Du keine Familienmitglieder als Trauzeugen hast. UND ÜBERHAUPT: Es ist Eure Hochzeit!!!

Informiere uns über Deine Entscheidung!
Alles Liebe
Gina

Guten Morgen,
auch wir waren vor der Frage gestanden und haben uns dann tatsächlich gegen Trauzeugen entschieden.
Die Definition, die eine von Euch schrieb, dass Trauzeugen das Paar durch die Ehe begleiten sollten, finde ich sehr schön, aber genau das wollten wir von niemand fordern oder erwarten.

Unser Standesbeamter hat all unsere Hochzeitsgäste als Trauzeugen benannt und das fand ich total schön. Nur weil ich im Moment eine Freundin oder Freunde habe, muss das nicht heißen, dass mich genau diese Freunde auch noch in 5 Jahren begleiten.

So oft entwickeln sich Lebenswege auseinander, deshalb sind für mich Freunde eher Lebensabschnittsgefährten. Zurzeit sind sie mir sehr wichtig und vielleicht gibt es in 10 Jahren wieder andere. Das klingt jetzt recht frustriert, ist aber einfach die Erfahrung, die ich gemacht habe und mit der ich sehr gut leben kann.

Auf unserer Hochzeit hat meine damals 7jährige Tochter eine Urkunde vorgelegt bekommen, mit dem Text:
Ich freue mich, das Mama und … heiraten und wir eine richtige Familie werden.
Und das durfte sie dann mit ihrem Namen unterschreiben. Die Urkunde hatten wir im Stil unserer Einladungen gestaltet und sie hat diese Aufgabe mit ganz viel Ernst wahrgenommen. Total süß! So war sie quasi unsere Trauzeugin.

Viel Glück bei Eurer Entscheidung!

Gruß
rotbraun