Eheversprechen

Hallo Mädels,

wir hatten am Wochenende unser Traugespräch mit dem Pastor und irgendwie war das alles ganz schön komisch :open_mouth: :confused: …muss ich mal in Ruhe erzählen, aber jetzt geht es mir gerade um eine andere Sache:

Werdet Ihr bei der Trauung ein richtiges Eheversprechen geben oder antwortet Ihr “klassisch” mit “Ja, ich will” bzw. “Ja, mit Gottes Hilfe”?

Unser Pastor hat uns das längere Eheversprechen vorgeschlagen, ich weiß aber nicht, ob ich in der Kirche mehr als zwei Worte rausbringe… :blush: :confused:

Klar fände ich das irgendwie schön, andererseits würde mir dann aber vielleicht auch das klassische “Ja-Wort” fehlen…weiß auch nciht so genau… :confused:

Wie macht Ihr das?

Liebe Grüße,

Steffi

Wir haben auch Angst, daß wir vor lauter Aufregung nicht viel behalten werden bzw. total stammeln. Deswegen werden wir ganz klassisch nur mit “Ja, ich will…” antworten.

Natürlich ist ein Eheversprechen schön und sehr persönlich- aber ich denke eben aus den oben genannten Gründen einfach praktisch und die einfache Variante ist nervenschonender. Man macht sich doch eh schon soviele Gedanken und muss soviele Entscheidungen treffen, da ist alles willkommen, was nicht zusätzlich stresst. :wink:

hallo steffi,

wir hatten auch das lange eheversprechen…
haben auch lange überlegt, ob wir dazu überhaupt in der lage sein werden.
aber, wir dachten auch, dass es schöner ist, sich die worte selbst zu sagen, anstatt sie nur zu bejahen…

ich glaub, nachstehendes habe ich schonmal irgendwo gepostet?
diejenigen, dies schon gelesen haben, mögen mir verzeihen!

haben also brav auswändig gelernt,
der pfarrer hat uns im traugespräch nahegelegt,
dass es doch viel schöner sei,
wenn sich das brautpaar beim treueversprechen in die augen schaut -
wo er recht hat… haben wir uns gedacht.

zur sicherheit wollte er uns aber auf alle fälle das büchlein mit dem text vorlegen.
bei der trauung dann die leise frage von ihm:
“auswendig?”
wir nicken, stolz wie oskar.
da macht er das buch zu und ein ministrant verträgt es weeeeit nach hinten in den altarraum…
ich glaube nicht, dass der pfarrer so kurz vor dem eheversprechen schonmal in zwei entsetztere gesichter geguckt hat… :open_mouth: :smiley:

ist aber dann alles gut gegangen,
und im nachhinein - ohne all die aufregung -
finden wirs auch immer noch schöner.

wenngleich ich mir vorstellen könnte,
dass ich dem eheversprechen entspannter entgegengeblickt hätte,
wenn ich nicht auch noch die zusätzliche angst hätte haben müssen,
mich zu versprechen, das gelernte zu vergessen, etc.
richtig entspannt dem gottesdienst folgen konnte ich erst nach dem treueversprechen.

obwohl- vielleicht ist das ja auch nicht anders,
wenn man einfach “nur” ja sagt -
der moment bleibt auch da bedeutungsschwanger genug, würd ich meinen…

grüße
juli

Hallo Juli,

süße Geschichte von Eurer Trauung - hatte ich noch nicht gelesen… :wink:
Stefan sieht da für sich auch nicht so die Probleme, ich für mich schon eher…und selbst, wenn ich es irgendwie hinkriegen würde, ich hätte auch Bedenken, dass ich den Gottesdienst nicht richtig genießen kann, bis ich das Eheversprechen “hinter” mir habe… :confused: Andererseits ist das sicherlich irgendwie noch persönlicher… :confused:

Ich glaube, ich muss mir das nochmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und dann entscheiden…Stefan überlässt diese Entscheidung mal wieder mir… :wink:

Liebe Grüße,

Steffi

Hallo Steffi!

Wir hatten auch vor kurzem den Termin mit unserer Pfarrerin und haben beide Varianten vorgeschlagen bekommen. Ich fände ja ein individuelles, gegenseitiges Versprechen prinzipiell schöner als ein schnödes “Ja”, aber ich glaub ehrlich gesagt nicht, dass ich da überhaupt einen Ton verständlich herausbekommen würde. :confused: Wir haben jetzt beschlossen, doch die “Ja”-Variante zu nehmen, aber etwas abgewandelt. Unsere Pfarrerin hat sich nämlich bereit erklärt, nicht die “Standard-Fragen” zu stellen, sondern ein von uns gestaltetes Eheversprechen vorzutragen. Tja, da müssen wir jetzt dann doch noch ein bisserl kreativ werden! :smile: Hoffe auch, dass es dadurch etwas persönlicher wird und werd meinem Schatz hoffentlich auch ganz tief in die Augen gucken, wenn die Pfarrerin “unsere” Fragen stellt (falls ich vor lauter Freudentränen überhaupt noch was seh)!
Rede doch einfach mal mit eurem Pastor, vielleicht wäre das ja für euch eine Alternative!

liebe Grüße,

KleineBraut

hallo steffi,

hab dir mal den link einer vorherige diskussion, die glaube ich, sehr interessant ist rein kopiert.

weddingstyle.de/chat/forum/v … ersprechen

wir selbst hatten ein persönliches treueversprechen und das würde ich immer wieder so machen. ich fand das schon schön als wir uns an den händen gehalten haben und uns gegenseitig das versprechen gaben.

Wir hatten auch ein persönliches Eheversprechen, das allerdings in diesem Buch vom Pfarrer lag. Als es dann soweit war, hat er das Buch vor uns hingehalten und wir konnten es ablesen. Zu was anderem wäre ich auch nicht fähig gewesen :wink: Nachdem mein Liebster zuerst gesprochen hatte, war ich doch soo gerührt, dass ich echt mit den Tränen kämpfen musste. Habe das dann irgendwie über die Bühne gebracht. :blush:

@ monalisa:

ja gemein, dass der mann zuerst sprechen darf!
und das, wo frauen doch viel emotionaler sind…
mir gings wie dir, hatte auch einen riesenkloß im hals
und habe mit piepsstimme mein eheversprechen abgegeben…

gruß
juli

Wir hatten das lange Eheversprechen - ich mußte meinen Mann ein bißchen überreden, aber hinterher war er doch sehr froh darüber. Der Pfarrer hat uns nahegelegt, uns Spickzettel zu schreiben - den Text im Buch hinhalten gab’s als Option nicht.

Ich habe uns also zwei Kärtchen gemacht. Mein Mann hat abgelesen, er hat sich das nicht auswendig getraut. Ich hatte meins zwar auswendig gelernt, wollte aber den Spickzettel zur Sicherheit in der Hand halten. Dummerweise mußten wir für das Versprechen nach vorne ans Mikrofon kommen und uns der Gemeinde zuwenden, das war nicht so abgesprochen…also hatte ich mein Spickzettelchen - gut verborgen im Spitzentaschentuch - zwar in der Hand, habe mich aber nicht getraut draufzuschauen, weil das so aufgefallen wäre…

Ging dann aber alles gut. Und ich fand es großartig, meinem Süßen in die Augen zu schauen und ihm zu versprechen, daß ich zu ihm stehe in guten und schlechten Tagen…so lange mein Leben reicht. Das war ein sehr besonderer Moment, den ich nicht missen möchte - ein “JA” wäre mir zu wenig gewesen.

Ein persönliches Eheversprechen fänd ich auch schöner. Aber ich denke in der Situation bin ich viel zu aufgeregt, wobei ich eh nicht so der Vor-vielen-Leuten-Rede-halten-Typ bin.
Ich werde meinem Schatz morgens oder nach der Hochzeit nachts noch ein Brieflein schreiben, indem ich ihm mein persönliches Versprechen schreiben werde.
Vor allen Dingen geht das doch irgendwie auch nur den Partner was an, oder?! Aber das sieht jeder anderst. Außerdem hat man dann noch ein schönen Erinnerungs-Brief. Vielleicht sollte ich ihn bitten mir auch was zu schreiben, weil von alleine kommt er da, leider :frowning: , bestimmt nicht drauf.
LG Stephie

@ Stephwi: Tröste Dich, da bist Du nicht die einzige… :unamused:

@ Juni-Braut:
mit dem Rede halten oder Freund kommt nicht auf solche Ideen wie Brief schreiben?! :smiley:

@ Stephwi: Meinte das nette Dinge in Worte zu fassen und dem Partner als kleine Aufmerksamlkeit mitzuteilen. Aber wo Du schon fragst: beides :smiley: :wink:

:smiley: :smiley: :smiley:
Ich sag nur Männer!

Unser Pastor hat das sehr nett gelöst mit dem Eheversprechen. Wir standen beide ganz nah beieinander direkt vor ihm, keine Ahnung, wo das Mikro war. In dem Moment waren wirklich nur wir beide da, den Pastor und die Gemeinde hinter uns habe ich überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Ein sehr intimer Moment. Deswegen war das auch so emotional. Hinterher haben sich zwar ALLE beschwert, dass sie nichts verstanden hätten, nur meine Schluchzer… - kann ich verstehen, war mir aber egal. :wink:

Wir werden die längere Version des Eheversprechens wählen, also nicht nur “ja” sagen :wink: .

Ich finde das persönlicher und schöner und noch einmal einen ganz persönlichen Moment.

Aber bei der Hochzeit meiner Schwester - die hat auch die lange Version gewählt- war sie so gerührt und nervös, dass sie eine ganz zittrige Stimme hatte und ihr die Stimme auch versagt hat.

Man sollte nicht vergessen, dass der ganze Tag wahrscheinlich sehr intensiv ist und sollte auch die nervliche Anspannung einer solchen Situation nicht unterschätzen.

Also die längere Version, heißt das einfach etwas selbst ausgedacht oder etwas was es schon gibt?

Es gibt die längere Variante, die Euch der Pfarrer sicher auch zeigen wird:

Vorname, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine(n) Mann/Frau.
Ich verspreche Dir die Treue in guten und bösen Tagen,
in Gesundheit und Krankheit,
bis der Tod uns scheidet.
Ich will Dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.”

Ring vom Kissen nehmen, dem Partner anstecken:
“Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes.”

Bei uns war das ein fertiger Text, den uns der Pfarrer vorgegeben hat.

Ob ein individueller Text möglich ist, müßte Ihr mit Eurem Pfarrer besprechen - das ist individuell verschieden. Unserer hätte das nicht so gern gesehen, und wir konnten mit dem “Standard” auch sehr gut leben.

Was die Emotionalität betrifft: ich hatte auch ein bißchen Angst davor und habe die Situation vorher immer wieder ganz bewußt durchgespielt. Beim Durchspielen kamen mir jedesmal die Tränen, im entscheidenden Live-Moment dann aber nicht.

Ganz ehrlich: selbst wenn Ihr das Heulen kriegt, ist das so schlimm? Ich finde, das ist nichts, wofür man sich schämen müßte…übrigens ist es gerade deshalb vielleicht nicht verkehrt, kein individuelles Versprechen zu schreiben sondern den Standard zu nehmen - man verspricht sich zwar persönlich etwas, aber es ist nicht ZU persönlich, wenn Ihr versteht, was ich meine…

Ich würde es jedenfalls wieder so machen. Ich habe dieses Versprechen sehr bewußt erlebt, für mich war es der einzige Moment, in dem ich quasi aktiv diese Ehe eingegangen bin…alles andere passiert irgendwie nur um einen herum, und an der Stelle greift man selbst in das Geschehen ein…schwierig zu erklären… :blush:

Jedenfalls habe ich, wie Monalisa, in diesem Moment und auch danach, als der Pfarrer unsere Verbindung gesegnet hat, niemanden um uns herum wahrgenommen. Beim Versprechen stand der Pfarrer an der Seite und wir waren nur unter uns (vom Mikro mal abgesehen 8) )…ich habe meinem Liebsten ganz fest in die Augen gesehen und all die Menschen vergessen. Ich fand das großartig. seufz

@Juni-Braut: Es gibt noch andere Varianten. Unsere lautete:

“Ich, (Vorname), nehme Dich, (Vorname), aus Gottes Hand zu meinem Mann, um zu Dir zu stehen von diesem Tag an; in guten und in schlechten Zeiten, in Reichtum und Armut, in Krankheit und Gesundheit.
Dich zu lieben und zu ehren solange mein Leben reicht, nach dem heiligen Gebot Gottes: dies verspreche ich Dir.”

Bei Ringwechsel haben wir nichts gesagt.