Eigentlich kein tolles Thema

Tja,eigentlich ist das kein Thema für glückliche Ehepaare oder die,die es noch werden wollen.Auch ich standt mitten in den Vorbereitungen für unseren großen Tag,der am 19.August sein sollte.Ja,ihr lest richtig!!!Vor einer Woche sagte mein Lebenspartner die Hochzeit ab.Er hatte seine Gründe…,die er mir aber nicht sagen konnte.Ich war total verletzt und kam mir total “klein” vor.Dann kam die Zeit der Absagen.Immer und immer wieder die gleichen Fragen:Warum?Hat er eine Andere?Was war denn?Und und und…Und irgendwann kann man nicht mehr antworten,denn alles wird einem zuviel.Vorallem die Fragen meiner 9jährigen Tochter waren hart.Für uns beide brach eine Welt zusammen.Zum Glück fuhr sie in Urlaub und hatte Ablenkung.Ich persönlich machte mir Gedanken über die Zukunft,die ja jetzt so ganz anders aussah.Trotz allem muß ich nach vorne schauen.

Jetzt kam mein Lebensgefährte an und bat mich um Verzeihung.Er entschuldigte sich bei mir und meinte,daß er großen Mist(entschuldigt bitte)gebaut hätte.Aber wolle mich zurück und weiter mit uns zusammen leben.Aber eine Hochzeit käme für ihn nicht in Frage.Ich liebe ihn noch,er ist bzw.war der Mann,mit dem ich mein Leben verbringen wollte.Nur leider bin ich nicht mit mir im reinen.Ich bin nicht sauer oder wütend,ich bin verletzt und es tut weh.Und in bestimmten Momenten kommt das Alles wieder hoch.Nun ja,die Zeit heilt alle Wunden.Doch diese Wunde ist sehr tief…Ich hoffe und wünsche mir,das euch soetwas nicht passiert und ihr euere Hochzeit und die Zeit danach genießen könnt.
Ich grüße Euch,Freya

Hallo Freya,

das ist ja eine harte Geschichte. Tut schon beim Lesen weh…

Wenn ich Dich richtig verstehe, möchte Dein Freund eine Aussöhnung. Das erfordert aber eine Klärung der Abläufe. Spätestens jetzt ist er in der Pflicht Dir zu sagen, warum er die Hochzeit abgesagt hat und nun auch gar nicht mehr heiraten will.
Die Verletzung wirst Du nicht so schnell los. Das sitzt tief. Deshalb sind Gespräche unbedingt von Nöten.

Überlege Dir, wie Du zu ihm stehst. Und lass Dir Zeit dabei. Die sollte Dir Dein Freund einräumen, finde ich.
Sprecht darüber was es heißt “gemeinsam durch dick und dünn zu gehen” - ob verheiratet oder nicht. Das wird jetzt eine ganz dünne Zeit sein. Und Ihr müsst entscheiden, ob Eure Liebe das tragen kann.

Liebe Grüße und meinen besten Wünsche an Dich
Endja

Liebe Freya…

erstmal herzlich Willkommen hier im Forum und ich kann mich der Meinung von Endja eigentlich nur komplett anschließen.

Dein Lebensgefährte ist jetzt in der Pflicht, Dir und Deiner Tochter zu sagen, warum er Dich nicht heiraten wollte oder konnte, warum er sich dazu nicht eher entschlossen hat und warum er Dir so kurz vorm großen Tag mit seinem Entschluß das Herz brechen mußte.

Ich finde sein Verhalten alles andere als in Ordnung :smiling_imp: und kann solche “spontanen” Entscheidungen nur sehr selten verstehen.

Doch ich hoffe sehr, daß Ihr nach vielen Gesprächen und einem gewissen Zeitraum wieder zueinander finden könnt, denn Ihr wolltet vor kurzem noch Heiraten und Euer Leben miteinander verbringen. Die Liebe stirbt nicht innerhalb weniger Minuten und ich vermute, es steckt in Euch Beiden noch sehr sehr viel Liebe für den anderen.

Ich drücke Euch ganz fest die Daumen und Wünsche Euch Dreien alles Gute!

Liebe Grüße
Jana

hallo freya,

das ist wirklich eine traurige geschichte, dass du dich verletzt fühlst kann ich gut nachvollziehen und sicher dauert es, bis man sich von so einem erlebnis wieder erholt hat.

ich schließe mich meine vorschreiberinnen in dem punkt an, dass es einer aussprache bedarf. es ist wichtig, dass er die gründe seiner entscheidung offenlegt.

bei euch kommt ja auch noch dazu, dass ein neunjähriges mädchen betroffen ist - auch sie gehört meiner meinung nach mit eingebunden. vielleicht solltet ihr auch in erwägung ziehen eine beratungsstelle oder therapeuten zu konsultieren. ein therapeut ist eine neutrale person, die euch dabei helfen kann die gefühle des anderen besser zu verstehen. meistens liegen in so einem fall die kränkungen sehr tief und man verschließt sich oder die emotionen schaukeln sich rauf, was dann wieder einem sinnvollem gespräch im wege sein kann.

auf alle fälle wünche ich euch, dass ihr euren weg findet.

Liebe Freya,

das tut mir sehr leid für dich und deine Tochter. Aber ob du es glaubst oder nicht, in meinem Bekanntenkreis ist etwas ähnliches passiert. Nur dass sie ihn verlassen hat 3Wo vor der Hochzeit. Sie haben ein par Monate getrennt gelebt und nun leben sie nach vielen Gesprächen wieder miteinander und zusammen und planen auch wieder eine Hochzeit. Es kann also funktionieren.
ABER ohne Gespräche läuft gar nichts! Und ich finde auch Michys Vorschlag gut und richtig, dass deine Tocher auch eine Erklärung und Einbeziehung verdient.

Halte uns doch auf dem Laufenden, wenn du magst. Wir stehen dir gern mit Rat und Tat zur Seite.

LG diesahne

Liebe Freya,

das muss furchtbar für dich sein. Fühl dich auch von mir gedrückt!

So eine Verletzung vergeht aber nicht einfach so und ich bin der Meinung, man darf in einer Beziehung nicht so miteinander umgehen. Offenheit ist das a und o und einfach davon zu laufen ist ziemlich traurig.
Ich würde an deiner Stelle nicht ausschließen, dass es wieder wird, aber mir sehr, sehr viel Zeit und Abstand nehmen, bis du weißt, ob du das wieder willst.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft und dass du einen Schritt “zurück” gehen kannst um das ganze ein bisschen mit Entfernung zu betrachten und für dich alleine zu entscheiden!

Alles liebe
Corinna