Empfang und Hochzeitsfeier

Liebe Mitstreiterinnen,

ich hätte gerne mal eine Meinung zu einem Thema, das mich beschäftigt.

Wir möchten nach der Kirche einen Empfang geben mit Sekt und Häppchen. Im Anschluss soll dann die Hochzeitsfeier stattfinden, und zwar in der gleichen Location. Problem: Zum Empfang laden wir mehr Leute ein als zur Feier, das heißt ein Teil der Leute muss am frühen Abend gehen, und wir feiern dann in einem etwas kleineren Kreis weiter. Konkret wären’s beim Empfang wohl ca 120 Leute, bei der Feier ca 80. Zum Empfang laden wir zum Beispiel Nachbarn und Kollegen und entferntere Bekannte ein, und halt alle, die zu uns in die Kirche kommen wollen und die wir aber nicht zur Hochzeitsfeier einladen, um den Rahmen nicht zu sprengen.

Glaubt ihr, es gibt Probleme, wenn die “Empfanggäste” dann gehen müssen? Wirkt das sehr unhöflich wenn drinnen schon die Tische für die Feier gedeckt sind und einige gehen müssen? Vielleicht vergisst ja einer die Zeit und bleibt und dann gibt es unschöne Diskussionen darüber, wer zur Feier eingeladen ist und wer nicht…so jedenfalls meine Horrorvorstellung!!

Auf der Einladung werden wir zum Sektempfang einladen. Die Gäste, die zur Hochzteitsfeier geladen sind, bekommen dann noch ein extra Kärtchen hineingelegt mit der Einladung zur Feier am Abend. Da dürfte es dann eigentlich keine Missverständnisse geben, oder was meint ihr? Findet ihr es unhöflich, auf die Einladung zu schreiben “im Anschluss an den Gottesdienst laden wir hertzlich zum Sektempfang bis 18 Uhr im…ein”?

Danke für eure Meinung!

Hallo Terry!

Sicher ist es unmissverständlich wenn es in der Einladung steht und unhöflich ist es auch nicht. Aber es gibt ja immer welche die “hartnäckig” sind oder die Zeit vergessen (Was wär es aber auch für eine Feier bei der die Gäste immerzu auf die Uhr schauen?)
Sicher hast du doch Platzkärtchen für die abendliche Feier und wenn alle geladenen Gäste zu Tisch gebeten werden wird es den “ungebetenen” Gästen auch selbst auffallen.

Anders weiß ich dir leider auch nicht zu helfen. Rausschmeißen wird jedenfalls keinen, das würde dir sicher nur selbst die Laune verderben.

LG Annett

Hallo,

schwierige Situation. Wir werden unseren Sektempfang direkt nach der Kirche, vor der Kirche haben, um genau diesem Problem aus dem Weg zu gehen.

Ich kenne es eigentlich auch nur so, dass man das örtlich trennt.

Wir werden auch zu diesem Sektempfang nicht speziell einladen. Es erhalten bei uns lediglich die Personen eine Einladung, die zur Abendveranstaltung geladen sind. Alle anderen, wissen es auch so.

Habt ihr vielleicht nicht doch die Möglichkeit irgendwohin auszuweichen?

Könnt ihr es denn zumindest in dem Restaurant ganz gezielt trennen?

Liebe Grüße

Susanne

hmmm mir fällt eigentlich keine idee ein, die auch “angenehm” ist.
habt ihr einen zeremonienmeister? es wird um 18 uhr dann eh verkündet, dass es abendessen gibt z.b. so: die für den abend geladenen gäste werden zu tisch gebeten (oder so ähnlich)

— Begin quote from "Susanne"

Hallo,
Wir werden unseren Sektempfang direkt nach der Kirche, vor der Kirche haben, um genau diesem Problem aus dem Weg zu gehen.
Ich kenne es eigentlich auch nur so, dass man das örtlich trennt.
Wir werden auch zu diesem Sektempfang nicht speziell einladen. Es erhalten bei uns lediglich die Personen eine Einladung, die zur Abendveranstaltung geladen sind. Alle anderen, wissen es auch so.

— End quote

hallo terry,

bei uns ist das auch so üblich, wie es susanne geschrieben hat. eine örtliche trennung würde dein horroszenario wirklich eindämmen.

wenn die kirche nicht zu weit von der location getrennt ist, kann die location auch den sektempfang vor der kirche organisieren. das dürfte absolut kein problem sein.
hast du mit denen schon darüber gesprochen?

Morgen Terry,
ich würde die Locations unter allen Umständen trennen! Gerade bei Nachbarn und Kollegen ist doch meistens der ein oder andere der anfängt zu “stänkern”, so nach dem Motto “…das niedere Volk muss jetzt gehen” oder “ja, wir würden ja so gern noch bleiben, aber wir sind ja nicht eingeladen”. Versteh mich nicht falsch, ich finde es ganz richtig, dass man nicht alle zum Essen einlädt und sehr nett, dass Du an Kollegen und Nachbarn denkst. Ich persönlich würde mich aber nicht der vielleicht unangenehmen Situation aussetzen evtl. jmd. “vor die Tür setzen” zu müssen.
LG, Juli

Hallo Terry,
ich verstehe Deine Sorge und stimme meinen Vorrednerinnen auch zu.
Allerdings kapiert das doch jeder, dass man nicht 200 Leute zur Hochzeit einladen kann, dass es aber eine schöne Sache ist, wenn man doch alle Freunde zum Sektempfang einlädt.

Und es ist eigentlich auch jedem klar, der nur beim Sektempfang ist, dass Ihr anschließend im kleineren Kreis weiterfeiert.
Wir haben das so gelöst, dass wir in einer tollen Zehntscheune neben der Kirche den Sektempfang gemacht haben und dann weitergefahren sind mit den geladenen Gästen zu unserer Location.

Das ist aber schon preislich noch mal eine ganze Ecke mehr. Versuch doch mal mit der Gemeinde zu reden, ob es direkt an der Kirche auch geht (machen nicht alle so gern) und wenn nicht, dann schreibe ganz klar in die Einladung “bis 18 Uhr”.
Um niemand zu verärgern kannst Du das ja noch in einen netten Satz packen: wir würden Euch gerne alle bei unserer Feier dabei haben, aber weil das leider nicht geht, wollen wir auf jeden Fall unsere Freude beim Sektempfang mit Euch teilen.
So in dem Stil würde ich das halten.

Gruß
rotbraun

Hallo Ihr Lieben,

danke für die zahlreichen Reaktionen. Mit dem örtlich trennen ist das so eine Sache: Wir wollen in einem Kloster heiraten, da sind die Kirche und der Feierort, ein renovierter alter Stall, halt auf einem Gelände. Eigentlich empfinde ich das auch als großen Vorteil, weil wir viele Gäste von auswärts haben und so niemand mehr nach der Kirche fahren muss. Aber im Hinblick auf den Sektempfang ist es ntürlich nicht so praktisch…

Bei schönem Wetter soll der Sektempfang vor dem Stallgebäude stattfinden, ich denke, dann hätten wir die nötige räumliche Abgrenzung. Aber bei Regen müssten wir auch den Empfang in dem Stall haben, was blöd ist.

Eine Alternative wäre vielleicht, den Empfang auf einem großen Platz vor der Kirche zu machen, mit Zelten zum Beispiel. Da müsste ich die Mönche noch mal fragen. Ich befürchte, dass ist dem Cateringservice nicht so recht, weil sie vor der Kirche ja keinen Raum zum Aufbewahren, Kühlen etc der Häppchen haben.

Eine sehr gute Idee finde ich auch den Zeremonienmeister, der mit ein paar netten Worten deutlich macht, dass es nur noch für geladene Gäste weitergeht.

Ich werde das alles noch mal in meinem Herzen bewegen und danke euch für die Ideen!
lg Terry

Wir hatten diese Diskussion auch - weil mein Süßer und ich unterschiedliche Erfahrungen damit gemacht haben.

Auf der Hochzeit einer Freundin von mir war das völlig unkompliziert: In der Einladunge stand “…bitten wir zum Sektempfang bis 19 Uhr…”. Der Empfang fand auf dem Rasen vor Schloß Vollrads im Rheingau statt. Abends ging es dann nur für die extra geladenen Gäste im Schloß weiter. Zum einen war durch die Einladung klar, daß der Empfang um sieben zu Ende ist. Zum anderen ist das Brautpaar ab kurz vor sieben noch einmal herum gegangen und hat die geladenen Abendgäste gebeten, doch schon langsam hineinzugehen. Da hat dann auch der letzte Depp der “nicht-geladenen” gemerkt, daß es jetzt hier zu Ende ist.

Mein Freund war auf einer Hochzeit, bei der dann tatsächlich schlag 18 Uhr die Braut quasi in die Hände klatschte und verkündete, es gehe nun drinnen weiter, aber nur für die extra geladenen Gäste. Das muß schrecklich gewesen sein, wie ein Rausschmiß für alle nicht-geladenen.

Wir haben uns letztendlich entschieden, die Locations zu trennen, was sich aber auch dadurch ergeben hat, daß die Abendlocation von der Kirche eine halbe Stunde entfernt ist. Das war uns für den Sektempfang zu weit. Trotzdem steht in unserer Einladung “Sektempfang bis ca. 18.30” - nicht daß wir dann nicht wegkommen, weil jemand zu viel Sitzfleisch hat!!

Was ich auf keinen Fall machen würde, ist die Ansage durch den Zeremonienmeister…das käme mir wie ein Rausschmiß vor (s.o.). Ich nehme an, der Sektempfang ist, auch wenn er wetterbedingt drinnen stattfindet, im Stehen? Vielleicht an der einen Seite des Stalls oder auf der späteren Tanzfläche? In dem Fall würde ich vielleicht die Variante wählen, daß Ihr als Brautpaar (oder mit Hilfe des Zeremonienmeisters, wenn er alle Gesichter kennt) herumgeht, und die Leute bittet, sich langsam ihre Plätze zu suchen. Das ist diskret und kein Rausschmiß, trotzdem werden die, die nicht für abends geladen sind, das dann schon mitkriegen und sich verabschieden.

Ich finde es übrigens überhaupt nicht unüblich und auch nicht unhöflich, eine geteilte Feier zu machen. Gerade die Abendveranstaltung ist doch etwas sehr persönliches, wo vielleicht Festbeiträge mit rührenden Reden oder Kinderfotos gezeigt werden. Manche Leute (Nachbarn, Kollegen) geht sowas doch wirklich nix an. Die Einladung zur Trauung und zum Empfang hingegen ist dann eine nette, höfliche Geste. Also, wenn die Leute nicht vollständig ohne Manieren sind, werden sie das schon schnallen, denke ich…

Hallo,

Vorschlag: Über Mikro ansagen (gegen 18 Uhr), dass alle zum Essen eingeladenen Gäste z.b. in den “anderen” Raum mit den gedeckten Tischen, kommen sollen, um ein Gruppenfoto zu machen. (Das ist sowieso am Besten dies sofort zu machen, dann sind noch alle da, und keiner vom Essen bekleckert, und sehen noch “frischer” aus).
Anschliessen diese Tür leicht anlehnen, oder einfach zu machen, und alle bleiben in diesem Raum, keiner stört euch, und alle anderen werden merken, wenn “plötzlich” sehr viele Leute verschwunden sind. Dann werden Sie sowieso auf die Uhr schauen, und dann langsam nach Hause fahren.
Ich denke dass fast alle dir sofort nach der Kirche, und noch vor dem Sektempfang gratulieren werden, somit brauchen diese vom Sektempfang, nicht extra verabschieden zu kommen.

Somit wäre das Problem sehr einfach zu umgehen.

Wünsche ein schönes Fest.

— Begin quote from ____

Auf der Hochzeit einer Freundin von mir war das völlig unkompliziert: In der Einladunge stand “…bitten wir zum Sektempfang bis 19 Uhr…”. Der Empfang fand auf dem Rasen vor Schloß Vollrads im Rheingau statt. Abends ging es dann nur für die extra geladenen Gäste im Schloß weiter. Zum einen war durch die Einladung klar, daß der Empfang um sieben zu Ende ist. Zum anderen ist das Brautpaar ab kurz vor sieben noch einmal herum gegangen und hat die geladenen Abendgäste gebeten, doch schon langsam hineinzugehen. Da hat dann auch der letzte Depp der “nicht-geladenen” gemerkt, daß es jetzt hier zu Ende ist.

— End quote

So stelle ich mir das auch idealerweise vor!

Es ist schön zu hören, dass das so gut klappen kann. Den Zeremonienmeister bzw. die Trauzeugen würde ich dannn auch bitten, bei den Gästen herumzugehen um sie zu bitten, hinein zu gehen. Mausekatze hat recht, dass eine Ansage, womöglich noch mit dem Mikro, unpassend ist.

Zum Glück sind unsere “Nur-Empfang-Gäste” alle ganz lieb und vernünftig. Ich denke, wenn wir auf der Einladung eine zeitliche Begrenzung angeben (dank euch weiß ich nun, dass das nicht unüblich ist), dürfte es eigentlich keinerlei Verwirrung oder Probleme geben.
Danke für die Kommentare!

Wenns irgenwie geht würde ich auch versuchen beides räumlich zu trennen. Damit beugt man evt. Missstimmung am Besten vor.