Fotos vom wahrscheinlich längste Schleier der Welt

Mittwoch - drei Tage bis zur Hochzeit

Die Nach auf Mittwoch, meinen letzten halben Arbeitstag vor der Hochzeit, habe ich ganze 4 Stunden geschlafen. Unterbrochen durch starke Kopfschmerzen. An Arbeit war also nicht wirklich zu denken, der Vormittag war vielmehr nur ein Absitzen im Büro, nerven der Kollegen und warten auf meine Schwester und die Freundin meines Bruders, die mich aus HH abholen wollten.

Als die drei (noch eine Freundin meiner Schwester war dabei) endlich ankamen, gingen wir noch eben mit meinen Kollegen Essen, bevor wir uns auf den Weg zum Brautkleidladen machten. Dort angekommen, wurde ich sofort freundlich empfangen und das Kleid wurde zur letzten Anprobe gebracht. Es passte perfekt. :smile:

Und weil die Mädels schon in HH waren, sind wir erst noch eben in die Stadt shoppen gegangen. Das Kleid durften wir solange noch im Laden hängen lassen. Nach zwei Stunden haben wir das dann auch abgeholt und uns auf den Heimweg gemacht. Kaum in H angekommen, gings mir auch schon direkt viel besser.

Abends hatte ich noch das allwöchtentliche Freundinnen-Treffen, bei dem wir noch eben mal die hundert Kirchenhefte fertig gemacht haben und die hundert Seifenblasen beklebt haben… Völlig fertig und totmüde bin ich mitten in der Nacht ins Bett gefallen.

Donnerstag - noch zwei Tage bis zur Hochzeit

Da Janko am Donnerstag noch arbeiten musste, hatte ich verschiedene Aufgaben für den Tag bekommen. Ich musste zur Kirche, um dem Küster noch Geld für Blumenschmuck zu geben. Bei der Auswahl des Schmucks habe ich ihm (völlig ws-untypisch) KEINE Vorgaben gemacht. Das Kirchenheft konnte ich dem Pastor allerdings nicht vorlegen, da der nicht da war.

Anschließend bin ich ins Atrium (unser Restaurant) gefahren, um die Tischaufteilung durchzusprechen. Nach den etlichen Zu- und Absagen der letzten Tage hatte niemand mehr den rechten Überblick. Aber die Restaurantleiterin hatte alles im Griff. Und hat uns schon eine schöne Hochzeit gewünscht, da sie selbt am Samstag frei hatte.

Mittags hatte ich dann meinen langersehnten Massagetermin. Die Physiotherapeutin war ehrlich überrascht, dass man vor einer Hochzeit so verspannt ist, dass man eine Massage braucht… Hat aber unheimlich gut getan.

Nachmittags haben Janko und ich dann die Kirchenhefte und die Seifenblasen zu meiner Schwägerin gefahren, da die diese vor der Kirche verteilen sollte.

Abends waren wir dann noch ein letztes Mal vor der Hochzeit bei meiner Schwiegermutter. Die Nerven lagen inzwischen bei allen blank. Trotzdem hatten wir noch einen schönen Abend und konnten uns gegenseitig ein wenig beruhigen. Nachdem wir einen Großteil des Rückwegs zu Fuß gegangen waren, konnten wir auch wieder mitten in der Nacht problemlos einschlafen.

Freitag - noch ein Tag bis zur Hochzeit

Gott sei Dank hatte Janko Freitag auch frei. Denn es war noch soooo viel zu erledigen. In den Tag sind wir allerdings völlig entspannt mit einem Außer-Haus-Frühstück gestartet. Anschließend sind wir schon zu unserem Hotel gefahren und haben eingecheckt, im Zimmer waren wir zwar nicht, sondern haben nur Bescheid gegeben, dass wir kommen, aber dass wir wahrscheinlich sehr spät kommen.

Danach gings noch in die Stadt, um mir Strümpfe (die teuersten halterlosen Strümpfe meines Lebens) zu kaufen. Danach haben wir erstmal einen Kaffee/Tee getrunken und sind dann zu meiner Mutter gefahren, um uns ihr Auto zu leihen (leider haben wir ja kein eigenes).

Damit haben wir dann direkt die Blumen abgeholt. Ein Traum. Die Sträuße waren so begehrt, dass die Floristin völlig entnervt “Bestellt”-Zettel drüber gelegt hat. Mit den Blumen gings für mich nach Hause, zum Deko machen. Für Janko gings zum Friseur. Als er abends wiederkam, hatten wir noch tausend Kleinigkeiten für die Feier zu erledigen, so dass wir um zehn Uhr erst im Hotel ankamen.

Im Hotel hatte Janko bei der Reservierung schon angegeben, dass wir anlässlich unserer Hochzeit dort übernachten. Als wir auf unser Zimmer (unser riesiges, rundes Turmzimmer) kamen, stand da ein Sektkübel mit dem leckersten Sekt, den ich bisher getrunken habe und eine Glückwunschkarte. Völlig erschöpft hat Janko noch bei seinen Eltern angerufen und meinte nach dem Telefonat mit seinem Vater, dass dieser noch nie so gute Laune gehabt hätte und sich unheimlich auf die bevorstehende Hochzeit freuen würde. Zum Tagesausklang hat Janko sich dann mit einem Glas Sekt in die Badewanne gelegt. Wieder mitten in der Nacht sind dann eingeschlafen.

Samstag vormittag

Um halb acht klingelt der Wecker. Ich bin schnell aufgestanden und unter die Dusche gesprungen, da ich ja um neun Uhr meinen Friseurtermin hatte. Um kurz nach acht klopft es an der Tür und der Roomservice bringt drei! Tabletts voll mit allem, was man zum Frühstück essen könnte. Wir schaffen jeweils ein halbes Brötchen, ein Ei und ein paar Löffel Obstsalat. Die Reste lassen wir stehen, falls ich später noch Hunger bekomme.

Dann gehts auch schon los zum Friseur. Fünf Minuten zu spät kommen wir dort an und haben schon einen Vorgeschmack auf die Verkehrsführung zur NPD-Demo erleben dürfen. Ein großes Chaos. Beim Friseur angekommen bemerke ich dann auch noch, dass ich die Haarnadeln und den “Donut” (dies Volumenteilringding) im Hotel vergessen habe. Janko muss sich also nochmal durchkämpfen. Die zwei Stunden, die für die Frisur angesetzt waren, verlängern sich mal eben um eine Stunde. Gut das sich den Termin mit viel Luft nach hinten angesetzt hatte. Aber als wir zum Hotel kommen, stehen Jankos Trauzeuge mit Freundin schon da und die Fotografin ist auch schon auf Parkplatzsuche.

Samstag mittag

Zuerst zieht Janko sich schnell um, während ich mit einem Glas Wasser und meinen langen Schleier um mich drapiert in der Lobby sitze und noch ein wenig entspanne. Als Janko fertig ist, gehe ich ins Zimmer. Die Fotografin ist inzwischen auch schon da. Janko, sein Trauzeuge und dessen Freundin verlassen das Zimmer und meine Trauzeugin und die beiden Brautjungfern stossen zu uns. Als die Brautjungfern ihre Kleider nebeneinander aufs Bett legen, freut die Fotografin sich riesig. Sie hat sich schon immer mal eine Hochzeit gewünscht, bei der die Brautjungfern das gleich Kleid tragen. Und dann auch noch diesen “pinken Fummel”. Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß und haben hoffentlich viele schöne Fotos davon.

Um zwei Uhr sind wir dann in die Lobby gegangen und haben uns mit Jankos Mutter und ihrem Lebensgefährten getroffen, der uns an dem Tag fahren sollte. In den Park zum weiteren Fotosmachen sind wir dann aber doch zu Fuß gegangen, der liegt auf der anderen Straßenseite. (An der Stelle sei erwähnt, dass wir entgegen aller Vorhersagen, warmes, sonniges Herbstwetter hatten.) Im Park angekommen, haben wir uns mit unseren Familien getroffen (meine Familie hatte sich völlig verlaufen und hatte schon 5 andere Brautpaare abgeklappert, bevor sie uns fanden). Die “gestellten” Fotos waren blitzschnell gemacht, nach einer halben Stunde konnten wir alle zur Kirche schicken. Besonders gespannt bin ich übrigens auf eine Fotos, auf dem ich von allen Männern unserer Familien auf Händen getragen werde. Kein leichtes Unterfangen bei dem Kleid mit der langen Schleppe und dem noch längeren Schleier…

Fotosession

Nachdem wir jetzt zu viert sind (Janko, die Fotografin, Uli unser Fahrer und ich), machen wir uns an viele weitere Fotos. Immer im Mittelpunkt hat Sarah (die Fotografin) dabei meinen Schleier, der dank des leichten Winds auch wunderbar flattert. Wir werden im Auto durch den ganzen Park gefahren (was nicht jedem Fußgänger so gefällt) und machen überall ein paar Fotos.

Danach geht es zum Maschsee. Dort ist der Wind richtig stark und der Schleier macht, was er will. Nur wenn er auf Kommando fürs Foto fliegen soll, dann liegt er am Boden. Wir machen richtig tolle Fotos (das sag ich einfach mal so, habe ja noch nichts gesehen) im Strandkorb, vorm See, aufm Steg… mein Schleier liegt den Steg lang, liegt die Treppe runter, flattert über dem See (nicht so richtig, da hat mein Mann ne Krise gekriegt). - Überhaupt machen sich alle Leute mehr Sorgen über mein Kleid und meinen Schleier als ich.

Um viertel vor vier fahren wir dann zur Kirche, da der Gottesdienst um vier losgehen soll.

Mehr!!! ich will mehr lesen!!! Und allerherzlichsten Glückwunsch schon mal von mir, meine Liebe!!!
Ich wünsche euch, dass ihr zusammen glücklich bleibt und gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz alt werdet… 8)
Dicken Knutsch nach H!

LG, Lucie

PS. Ist eigentlich meine Karte angekommen?

Der Traugottesdienst

Um kurz nach vier erreichen wir die Kirche, die Gäste sind bereits alle drinnen und warten. Etwas länger müssen sie allerdings noch warten, da Janko erst noch auf Toilette muss. Dann geht es los. Der Pastor geht vor uns her und nach uns folgen zwei Brautjungfern, die meinen Schleier tragen müssen, da dieser zum Hinterherziehen einfahc zu schwer ist.

Wir setzten uns vorne auf unsere Stühle und ein wundervoller Gottesdienst beginnt. Bei der ersten Lied, dass der Gospelchor gesungen hat, ist dann die Anspannung von mir abgefallen und ich habe das erste (und einzige mal an diesem Tag) geweint. Es folgte der sehr persönlich Dialog von Gott und Engel darüber, dass heiraten wieder modern ist und gerade heute Mareike und Janko heiraten würden… Das war wunderschön, viel schöner als jede Predigt hätte sein können.

Auch der restliche Gottesdienst war ein Traum, die Lesung von meiner Schwiegermutter und die Fürbitten von meinen Brautjungfern und meiner Trauzeugin, der Gospelchor und unsere Gäste, die laut mitgesungen haben.

Das Gratulieren nach der Kirche fand allerdings im Schatten statt, so das ich elendig gefrohren habe. Ich habe mich an jeden Gast geklammert, der aus der Kirche kam und gratuliert hat, um mich ein bisschen zu wärmen. Anschließend mussten wir uns für die zahlreichen Digitalkameras noch vor die Kirchentür stellen und von den Seiten wurden fleißig Seifenblasen auf uns gepustet.

@Lucie Karte ich angekommen - vielen Dank auch von Janko. Wir haben uns richtig doll gefreut. :smile:

@Fiene Für dich gilt das gleiche :wink:

@Lucie Und nun schreib ich fleißig weiter…

Gruppenfoto und Sektempfang

Da die Kirche ja leider von einem Gerüst verdeckt ist, haben wir mit der Fotografin beschlossen, die Gruppenfotos vor dem Atrium auf dem Platz der Marktkirche zu machen. Also gab es eine Ansage an alle Gäste, sich langsam auf den Weg zu machen und draußen zu warten. Nicht ins Atrium zu gehen.

Wir sind vorneweg gefahren und waren auch tatsächlich als erste am Atrium. Janko hat sich gleich die Fotografin geschnappt und ist mit ihr reingegangen, damit sie in Ruhe die Deko fotografieren konnte. Währenddessen hatte die Band auch noch ihren Soundcheck, den wir lautstark draußen hören konnten… Nach und nach trudelten unsere Gäste ein. Nur drei Paare standen lange auf der Vermisstenliste, so das wir noch nicht mit den Gruppenfotos beginnen konnten.

Mir ging es langsam nicht mehr gut, da ich seit dem halben Brötchen am Morgen nichts mehr gegessen hatte. Ein Duplo aus der Tasche eines Kollegen hervorgezaubert hat mir das Leben gerettet.

Als die drei vermissten Paare (eins hat ihr Auto weggebracht, eins ihr Kind und eins hat sich nach der Kirche umgezogen…) endlich auftauchten, war unser Gruppenfotoplatz besetzt. Im Atrium war über uns im großen Saal auch eine Hochzeit und die hatten den Platz besetzt, obwohl die Trauzeugen fehlten. Wir mussten nun also auch noch auf deren Gäste warten. Aber die Trauzeugen kamen, die Fotos wurden gemacht und wir waren dran. Als alle ihren Platz hatten, musste mein kleiner Cousin ganz dringend auf Toilette und konnte keine Sekunde mehr warten. Meine Tante ist also mit ihm reingelaufen - und wir mussten weiter warten… Aber dann haben wir doch noch einige Gruppenfotos gemacht. Gut Ding braucht halt Weile.

Anschließend gings rein zum Sektempfang. Janko und ich durften zuerst ins Atrium, um alles zu begutachten. Es war ein Traum. Die Deko war perfekt umgesetzt. Alle Tische waren liebevoll eingedeckt worden. Mit der übrigen Deko waren die Tisch im ruhigeren Nebenraum noch gedeckt worden. Das Licht war aus, damit die Teelichter wirken konnten. Die Bäume wurden von einzelnen Strahlern angeleuchtet. Durch das Glasdach konnte man es langsam dämmern sehen.

Das Essen, das Video, die Stimmung, das Gästebuch

Langsam gehen alle Gäste zu ihren Plätzen. Entgegen unseren ständigen Befürchtungen fühlen sich alle an ihrem Tisch wohl. Der hinterste Tisch ist schnell der Spass-Tisch. Diese Gäste feiern ihre ganz eigene Party und ständig hört man Gläser klingeln, damit wir uns küssen.

Nach einer sehr schönen Rede meines Schwiegervaters und einer kurzen Begrüßung meines Mannes wird das Buffet eröffnet. Alle Gäste lassen uns selbstverständlich den Vortritt - außer meinem kleinen Cousin, der hat solch einen Hunger, dass er sofort durch den Saal rast und sich einen Teller mit Essen vollmacht. Sehr zur Erheiterung der gesamten Gesellschaft. Das Essen sieht toll aus und es schmeckt super. Der Service ist großartig, kein Gast hat ein leeres Glas, Braut und Bräutigam haben quasi ständig einen Kellner an der Seite. Während des Essens loben unsere Gäste auch schon den Gottesdienst, das Kompliment geben wir direkt an den Diakon weiter, der auch mitfeiert.

Nachdem wir etwas gegessen haben, beginnen Janko und ich heimlich mit unserem Part im Perfect Day Video. Nach und nach werden auch die anderen Gäste angesprochen und runtergelogt. Auch fürs Gästebuch wird fleißig im Bilderrahmen fotografier und unsere Gäste füllen hinter vorgehaltener Hand geheimnisvolle Seiten aus. Die Stimmung ist gut, die Gäste unterhalten sich, gehen rum, drehen das Video, haben ihren Spaß. Immer wieder kriegen wir gesagt, wie schön alles bisher war.

Die Band und der Brautstraußwurf

Von zehn bis zwölf Uhr sollte die Band Soul Control auf unserer Hochzeit spielen. Dabei war immer eine große Angst von mir, dass unsere Gäste zwar gerne zuhören, aber eben nicht tanzen. - Diese Angst war sowas von unbegründet!

Um zehn Uhr ging es also los. Der Sänger hat Janko und mich auf die Tanzfläche gebeten. Die Schleppe hatte ich mit einer Schlaufe am Finger befestigt, der Schleier lag überm Arm. Unser Eröffnungslied war eine Rumba zu “You’ve got a friend”. Da wir fleißig geübten hatten, klappten auch einige Figuren gut (ja, man kann unter der Schleppe durchdrehen :wink: ). Nach der Hälfte des Liedes wurden dann auch Brauteltern, Trauzeugen, noch mehr Brauteltern, alle auf die Tanzfläche gebeten. Nach diesem Tanz habe ich mir dann den Schleier abnehmen und die Schleppe hochknöpfen lassen. - Die Bandmitglieder standen kurz vor zehn noch mit uns an der Bar und sind völlig ausgeflippt, als sie die Schleppe gesehen haben. Einer hat sich gar nicht mehr eingekriegt und hat im Gästebuch dann auch die Schleppe noch mal erwähnen müssen. - Auf der Tanzfläche war es richtig voll. Zu jedem neuen Lied habe ich wieder Leute zum Tanzen geholt (ja, animieren musste man schon, aber sie haben gerne animieren lassen). Aber jeder hat sich gefreut und jeder mochte die Musik und jeder war völlig begeistert von der Band.
Irgendwann kam mein Kollege zu mir und meinte: Mareike, weißt du, woran man eine richtig gute Party erkennt? Dass die Leute von der anderen Party am Fenster stehen und neidisch gucken. - Und sie standen oben am kleinen Fenster und haben neidisch geguckt.

Dann kam die Pause der Band, in der ich den Brautstrauß werfen sollte. Der Wurf wurde angesagt und nach einer Weile hatten wir auch alle unverheirateten Frauen auf einer Seite des Raums aufgebaut. Ich wusste, meine Schwägerin wollte den Strauß unbedingt fangen, also wollte ich zu ihr werfen. Da sie ganz vorne stand, habe ich hoch geworfen nicht so sehr weit - dachte ich.
Der Strauß flog sehr hoch und sehr weit. Dann ist er wieder runtergekommen, genau in einen kleinen Schacht neben dem Fahrstuhl und ist weiter gefallen in den Keller, in den Vorraum zu einem anderen Restaurant. Aus diesem Restaurant kam in diesem Moment ein Pärchen raus. Die Frau hat den Strauß vor ihren Füßen aufgehoben, kam nach oben und hat sich richtig gefreut und ist mit dem Strauß gegangen.
Was waren wir perplex. Dann musste ich mir lange anhören, dass das auch nur mir passieren kann. Aber der Strauß hat jemanden richtig glücklich gemacht und das völlig unverhofft.

Danach hat die Band weitergespielt und alle Gäste haben bis nach Mitternacht (die Band war so begeistert von den Gästen, dass sie nicht aufhören wollten zu spielen) getanzt.

Skylaternen, Hochzeitstorte und Party bis vier Uhr

Nachdem die Band dann ihre allerletzte Zugabe gespielt hat, haben wir alle Gäste nach draußen auf den Platz vor der Marktkirche gebeten. Dort haben wir unseren vier Geschwistern mit ihren Partnern je eine Skylaterne gegeben und wir selbst haben eine fünfte Laterne angezündet. Da es ein bisschen winig war, sind wir tausend Tode gestorben als die Laternen direkt aufs alte Rathaus zugeflogen sind und dort senkrecht an der Wand lang in den Himmel gestiegen sind. Unsere Gäste hatten sie Ängste offenbar nicht. Die waren begeistert und haben noch Ewigkeiten lang den Laternen hinterher geguckt. Auf dem Weg zurück ins Atrium mussten wir mehr als einmal erzählne, was das für Laternen waren und wo man die kaufen kann.

Als wir wieder drinnen waren, hatte die Band bereits ab- und der DJ aufgebaut, so dass wir musiktechnisch einen reibungslosen Übergang hatten. Das Mitternachtsbuffet, das Kuchenbuffet und ein Tisch in der Saalmitte mit einer kleinen Hochzeitstorte von Traumtorten waren auch schon aufgebaut. Wir haben unsere Hochzeitstorte gemeinsam angeschnitten (Jankos Hand lag oben) und das erste Stück an meinen kleinen (recht gefräßigen) Cousin ausgeteilt.

Der DJ hatte die Ansage bekommen, zunächst 20 Minuten ruhigere Musik zu spielen, damit in Ruhe gegessen werden konnte. Ich habe mich mit meinen Brautjungfern, meiner Trauzeugin und ein noch ein paar Freunden in den Nebenraum gesetzt und in Ruhe ein Stück Kuchen gegessen. Auch da war das Servicepersonal super zuvorkommend. Jeder hat sofot Kaffee, Tee bekommen. Mit einer Kellnerin haben wir uns noch nett über Roiboosh-Latte unterhalten (sehr tolles Getränk für Nicht-Kaffeetrinker). Es war eine sehr angenehme Pause. Allerdings hatten Janko und ich die leise Befürchtung, dass der DJ es danach schwer haben würde, wieder für Stimmung zu sorgen.

Auch diese Befürchtung blieb völlig unbegründet. Kaum wurde die Musik wieder lauter, wurde auch schon die Tanzfläche gestürmt. Ab da verabscheideten sich langsam die ersten Gäste. Um halb vier waren wir nur noch ein harter Kern von etwa 10 Leuten, darunter meine Trauzeugin und meine Brautjungfern. Wir haben inzwischen nur noch barfuß getanzt und ständig Sekt geholt und angestoßen. Als wir dann gehen mussten, waren wir wieder richtig fit und völlig glücklich.

Janko und ich sind dann zu Fuß in unser Hotel gegangen. Dort angekommen haben wir in unserem Zimmer ein kleines Paket von meinen Freundinnen entdeckt mit Sachen für die Hochzeitsnacht. Unter anderem mit mehreren Condomen, die mit einer Sicherheitsnadel durchstochen zusammen geheftet waren. :wink:

Liebe Marei,

erstmal herzlichen Grlückwunsch zu deiner Hochzeit !!! und es freut mich wirklich hier zu lesen, dass es für dich ein wunderschöner Tag war obwohl die vorbereitungszeit für dich etwas holprig war… !!!
Wann gibts denn die ersten Fotos (oder sind die an mir vorbei geganben ?)

viele Grüße
Evelyn

Sonntag

Wir haben lange geschlafen und dann wieder Frühstück aufs Zimmer gekriegt, heute mit zwei Gläsern Sekt. Beim Auschecken haben wir dann noch weit angereiste Gäste im Fahrstuhl getroffen, die auch gerade auf dem Weg nach Hause waren.

Wir haben unsere Mütter getroffen und uns viele Komplimente zu der Hochzeit anhören dürfen. Wir haben inzwischen sogar schon Emails gekriegt, in denen uns Gäste schreiben, wie schön sie die Feier fanden.

Insgesamt waren die Vorbereitungen für die Hochzeit wirklich langwierig und besonders zum Schluss richtig anstrengend, aber sie haben sich gelohnt. Das war wirklich der bisher schönste Tag in meinem Leben und im Leben meines Mannes. Unsere Gäste und wir haben jedes kleine Detail dieses Tages genossen und ich glaube, es gibt wirklich keinen Gast, der keine schöne Feier hatte.

Alle Eingeladenen Gäste, die abgesagt haben, wie kurzfristig auch immer, habe ich nicht eine Sekunde vermisst und wirklich jeder Anwesende hat uns an diesem Tag liebevoll umsorgt.

Das wars jetzt auch wirklich, ich hoffe, das Lesen hat sich gelohnt.
Liebe Grüße, Marei

@Evelyn Vielen Dank für deine Glückwünsche. Fotos haben wir noch nicht. Wir kriegen morgen erste private Fotos und treffen abends die Fotografin.

LG, Marei

Hallo marei,

super schöner Hochzeitsbericht.
Ihr hattet eine Menge Spaß und wohl eine typische Weddingstyle Hochzeit?!

Alles, alles Gute zum 2. Teil, das Warten hat sich wirklich gelohnt!
Bin auf Fotos gespannt!

Grüße

Liebe Marei,

wir haben uns ja grad schon kurz im Chat geschrieben, aber ich möchte dir gern auch an dieser Stelle alles alles Liebe zur Hochzeit wünschen!

Dein Bericht ist wunderschön und er macht sehr neugierig auf dir Fotos! ich freue mich daruf dich in deinem Kleid zu sehen mit dem tollen Schleier, die Fluglaternen, die Deko, …einfach alles!

Ich freue mich für dich! Schön, dass du für deine Mühen und den Ärger mit einer traumhaften Hochzeit belohnt wurdest!

LG, Anna

Liebe Marei

Herzlichen Glückwunsch!!!
Ich freu mich das ihr einen so wunderschönen Tag hattet und bin sehr gespannt unf das Video und die Fotos.
Ich habe am Samstag ganz fest an euch gedacht und denn besten Wettertanz aufgeführt den ich konnte, hat ja zum glück geklappt :wink:

hallo marei :laughing: ,

das ist ja ein wahnsinns langer bericht, den muss ich mir noch einmal in ruhe durchlesen, sehr spannend :wink:
und auf die fotos freu ich mich erst!!!

ich wünsche dir und deinem mann alles erdenklich gute für euren zukünftigen lebensweg als ehepaar. viele glückliche und sonnige stunden … :wink: