Gast bei anderen Hochzeiten

Hallo,

wie geht es Euch, wenn Ihr auf einer Hochzeit eingeladen seid? Das war für mich ja schon immer ein Highlight und ich freue mich unheimlich bei jeder Hochzeit. Aber letztes Wochenende waren wir auf einer (der ersten, seit wir verlobt sind) und ich fand es recht nervend, dass ich die ganze Zeit dachte, so mache ich das auch, so mache ich das bestimmt nicht, das könnte man ja noch etwas abändern… Konnte ich gar nichts gegen machen. Meinem Freund gings genauso. Dabei war die Hochzeit vom Stil und der Art der Feier schon ganz anders als unsere, man konnte also gar nicht so viel vergleichen und trotzdem…
Geht Euch das genauso? Oder könnt ihr da abschalten und Eure eigene Hochzeit vergessen?
LG, Marei

doch, ging uns auch so auf der letzen Hochzeit, bis wir dann mal gesagt haben, das wir das schleunigst einstellen sollen, um die Feier zu genießen!

Hm, auf jeder Hochzeit, auf der ich bisher war, habe ich im Geiste so Häkchen gemacht: das hat mir gefallen, das nicht, immer im Hinblick auf meine eigene Hochzeit - das hat mich aber nie davon abgehalten, die Feier auch zu genießen (bis auf eine Hochzeit, die wir beide von vorn bis hinten einfach nur furchtbar fanden - wir waren uns hinterher einig, daß das beste an der Hochzeit die lange daraus resultierende so-machen-wir’s-bestimmt-nicht-Liste war).

Freunde von uns haben drei Wochen vor uns geheiratet. Wir waren im Vorfeld schon etwas angesäuert, daß sie sich diesen Termin ausgesucht haben (unserer stand ein Dreivierteljahr vorher), da es sich zu ca. 50% um den gleichen Gästekreis handelte - wir hatten schon Angst, die, die von weiter her anreisen, würden das dann eben nur einmal tun wollen. Entsprechend nervös habe ich dann jedes Detail beobachtet.

Ich war dann erleichtert, daß ihre Hochzeit doch ziemlich anders war als unsere, habe aber durchaus auch noch den einen oder anderen Hinweis für uns nutzen können (z.B. kam der DJ im Ringelpullover und Jeans, daraufhin haben wir unserem ausdrücklich gesagt, es sei ein festlicher Rahmen, und er solle sich bitte angemessen kleiden). Insgesamt hat mir unsere Hochzeit wesentlich besser gefallen, obwohl sie das traumhafte Wetter hatten, das uns nicht vergönnt war - aber so soll es ja auch sein, jeder muß seine eigene Hochzeit am schönsten finden. 8)

Ich finde es nicht verkehrt, sich Anregungen zu holen - ich habe diese Hochzeit auch mit etwas anderen Augen gesehen als die davor, weil man ja für ganz abartige Details sensibilisierst ist plötzlich. :stuck_out_tongue: Aber vom Feiern und Genießen sollte das einen natürlich nicht abhalten.

Ich habe auch dauernd verglichen.
Wir waren auf zwei Traumhochzeiten, die auch dort stattgefunden haben, wo wir jetzt feiern. Da war uns schon klar, dass wir dort auch hingehen. Der negative Höhepunkt war vor zwei Jahren die Hochzeit meiner Cousine. An sich war es eine nette Feier und passte atmosphärisch genau zu den beiden. Für uns haben wir eine Liste gemacht, was wir alles ander machen bzw. nicht haben wollen, und die Liste war hinterher ziemlich lang!

hallo,

mir ging es dieses jahr ähnlich. als wir unseren termin bekannt gegeben haben, hat sich eine “freundin” auch direkt danach dazu entschlossen sie könnten doch nach 6 jahren ehe auch noch kirchlich heiraten. fand die idee zwar schön aber was ich nicht so toll fand das sie mir meine ganzen ideen geklaut hat die ich ihr vorher erzählt hatte. zum beispiel die tischdeko usw.
die hochzeit an sich war sterbenslangweilig, was mir im nach hinein leid getan hat. aber wenn man nichts richtig organisiert kann das ja auch nichts geben. also hatten wir das beste beispiel wie es nicht laufen sollte. aber du hast schon recht, sobald man weiß das man heiratet zieht man einfach vergleiche. aber jeder hat auch eine andere vorstellung von seiner feier und vielleicht ist es für die dann ein gelungen fest gewesen obwohl wir es dann nicht so toll fanden. habe auch schon erlebt das die braut nach einiger zeit so besoffen war das sie angefangen hat zu heulen. wie kann ich mich denn auf meiner eigenen hochzeit so betrinken. alkohol gehört zwar dazu, aber dann doch bitte in maßen. sobald auf unserer hochzeit einer nicht mehr stehen kann werden wir ihn bitten zu gehen. denn das wollen wir wirklich nicht. soll doch eine schöne feier werden.

lg
brina

Hallo Marei,

mir ging es genau so wie dir. Fazit des Hochzeitsbesuchs war, dass wir uns einen anderen Ort zum Feiern gesucht haben. Tja, jetzt müssen wir vieles neu planen. Aber auch das schaffen wir noch.

Grüße
Mascha

Hallo Mädels,

ich war leider noch nicht so oft auf Hochzeiten und habe daher nicht so viele Vergleichsmöglichkeiten. Vor einem Monat allerdings haben Freunde von uns geheiratet, die wir schon sehr lange kennen. Für die beiden haben wir einiges drum herum organisiert und mein Freund durfte das Brautauto fahren. Es war eine wundervolle Feier und meine Freundin eine superschöne Braut!
Ich habe schon auch überlegt, welche Dinge ich gut finde und was ich evtl. anders machen würde, habe aber die Feier absolut genossen.

Welche Dinge stehen denn auf Eurer “das-machen-wir-auf jeden-Fall-anders”-Liste? Vielleicht gibt es da für die noch nicht so erfahrenen Hochzeiter unter uns noch Anregungen, an was man denken muss?
(Auf die Sache mit dem Ringelpulli beim DJ wär’ ich nie gekommen…)

Liebe Grüße

Desideria

Okay, Du hast es so gewollt 8) …hier kommt meine Liste:

  1. Wir waren auf einer Hochzeit in einer Riesenkirche mit nur ca. 60 Gästen. Da die meisten dachten, vorn sitzt die Familie, waren am Ende die ersten drei Reihen frei, der Rest verteilte sich fürchterlich im ganzen Kirchenraum. Unser Fazit: Wir haben in unserer Wunschkirche mal ungefähr die Plätze durchgezählt und festgestellt, daß wir den vorderen Abschnitt gut gefüllt kriegen. Dann haben wir die Kirchenhefte in genau diesen Bänken auslegen lassen und eine Freundin gebeten, ein Auge darauf zu haben, wo die Leute sich hinsetzen - sie hat dann die “Hinterbänkler” ganz charmant gebeten, doch ein bißchen nach vorne aufzuschließen, damit die Gesellschaft nicht so auseinandergezogen sitzt. Hat super geklappt, auch wenn es immer ein paar Unverbesserliche gibt.

  2. Das Brautpaar saß mit dem Rücken zu uns (ist ja meistens so üblich). Dadurch, daß die Kirche so groß und leer war, hat man nicht nur nix gesehen von den beiden, sondern auch nix gehört. Unser Fazit: wir haben unsere Stühle schräg stellen lassen, damit auch die Gesellschaft (zumindest die eine Seite) ein bißchen was von uns sehen konnte. Und es gab ein Mikrophon für Fürbitten und Lesungen, in das wir auch unser Trauversprechen gesprochen haben. Für letzteres sind wir aufgestanden und haben uns mit Blick zur Gemeinde aufgestellt - so haben alle das Versprechen gehört und den Ringwechsel gesehen.

  3. Die Hochzeit war Ende Mai, es war schön warm, und nach der Kirche gab es Kuchen. Es gab für 60 Leute genau einen Erdbeerkuchen, dann noch ein Käsesahne-Teil mit Waldbeeren, der Rest war Schokosahne und ähnliche Scherze. Bei dem Wetter fand ich das total daneben, und der Erbeerkuchen war natürlich innerhalb von fünf Minuten weg. Unser Fazit: unbedingt dem Wetter angemessene Speisen und Getränke auswählen und auch mal über den Tellerrand schauen - nicht jeder findet das gleiche besonders lecker.

  4. Überhaupt, immer dieses Kaffeetrinken…auf einer anderen Hochzeit sind wir drei Stunden mit dem Auto angereist, kamen gegen 13 Uhr an, hatten gerade noch Zeit, uns umzuziehen, und um 14 Uhr gings los. Anschließend Kaffeetafel. Wir hatten aber seit dem Frühstück nix gegessen und hätten eher Lust auf ein paar Schnittchen gehabt…Unser Fazit: Wir haben mal das Verhältnis der hiesigen zu den weiter anreisenden Gästen angeschaut und uns für die Schnittchen-Variante entschieden, da auch unsere Trauung um 14 Uhr war. Wäre sie um 15 Uhr oder später gewesen, hätte das natürlich anders ausgesehen.

  5. Nach dem Kaffeetrinken ging das Hochzeitspaar Fotos machen. Die Session begann mit einem Gruppenfoto. Als wir zurück in den Raum kamen, war schon alles abgeräumt. :open_mouth: Wir hatten also Gelegenheit, eine Stunde alleine am Rhein spazieren zu gehen - super Sache, mit Stilettos, die man noch den Rest des Abends tragen muß. Heimfahren hat sich nicht gelohnt für die eine Stunde. Unser Fazit: Wenn wir uns überhaupt absentieren, dann sorgen wir dafür, daß unsere Gäste versorgt sind und irgendwo gemütlich sitzen können. Wir haben schlußendlich nämlich auf eigene Kosten noch was getrunken und die Zeit totgeschlagen in dem Restaurant, das fanden wir ziemlich daneben.

  6. Die Party im Anschluß an das Abendessen fand in der Kellerbar des Restaurants statt. Es gab für 60 Personen ungefähr sieben Barhocker und sonst keine Sitzgelegenheit. Der Raum war als Bar-Disco ausgelegt, dementsprechend war die Musik so laut, daß eine Unterhaltung nicht möglich war. Oben im Restaurant wurde aber nach dem Abendessen alles zusammengeräumt - so richtig gemütlich war das dann eben auch nicht mehr. Unser Fazit: Der Raum muß so beschaffen sein, daß man an den Tischen sitzen bleiben kann, wenn man möchte, und daß die Musik von der Tanzfläche nicht zu laut rüberkommt. Also entweder ein sehr großer, irgendwie unterteilter Raum, oder ein Durchgang zu einem zweiten Raum o.ä. - da gibt’s ja viele Möglichkeiten.

  7. Ausnahmsweise etwas Positives, das wir uns abgeguckt haben: der Babysitter. Es war einfach Gold wert, daß die Eltern beim Essen weitgehend ihre Ruhe hatten und daß die Kids unter Aufsicht einfach im Nebenraum spielen konnten, während im Saal “langweilige” Reden gehalten wurden. Als die eigentliche Party dann losging, waren sie sowieso wieder dabei und haben mit uns getanzt (zwei sechsjährige sogar bis halb zwei morgens!!!), aber zwischendurch wäre es für sie schon ganz schön öde geworden.

  8. Die Sache mit dem Ringelpulli des DJ’s - da wären wir von selber auch nie draufgekommen, der kam nämlich von der gleichen Agentur wie unserer, und die machen andauernd Hochzeiten, da sollte man meinen, sie wissen, was sich gehört.

  9. Die Menükarten bei einer Hochzeit waren vom Restaurant zur Verfügung gestellt worden - an sich ja nett, nur leider hatten sie das Menü abgedruckt, für das das Brautpaar sich NICHT entschieden hatte. Wir wollten sowieso alles in einheitlichem Design haben und haben deshalb alles selbst gemacht - hätten wir das nicht getan, hätte ich darauf bestanden, die Karten einen Tag vorher zu sehen.

  10. Eine Lehre, die ich aus unserer eigenen Hochzeit gezogen habe: Wir haben anderthalb Stunden mit unserer Floristin zusammengesessen und haarklein alles besprochen, später habe ich ihr noch Fotos vorbeigebracht. Das Ergebnis: Der Brautstrauß (siehe rechts) war zwar sehr schön, aber nicht der, den ich wollte. Der Altarschmuck war ganz falsch (zwei Gestecke mit Gerbera und Bartnelken statt der verabredeten reinen Rosensträuße), der Bankschmuck entsprach auch nicht ganz dem, was wir besprochen hatten, und insgesamt tauchten in den Bändern (Bankschmuck und Streukörbchen) Farben auf, die da nicht hingehörten. Ach ja, und der Anstecker des Bräutigams war auch alles andere als “schlicht”. Mein Fazit: Ich hätte meiner Freundin, die um 12 Uhr in der Kirche den Schmuck entgegengenommen hat, ganz genau sagen sollen, was wir bestellt hatten - sie hätte zumindest die Gestecke zurückgehen lassen können und die zwei Rosensträuße noch organisieren können (die Kirche liegt in der Düsseldorfer Innenstadt). Letztlich war’s wurscht, wer merkt sich schon den Altarschmuck (außer der Braut), aber ärgern tut es mich im Nachhinein doch.

Ups, meinen Brautstrauß seht Ihr natürlich links (im Avatar) nicht rechts.

Also gemeint war das andere rechts. :smiley:

Da fällt mir doch glatt noch was ein…meine Freundin hatte für mich einen Müsliriegel eingesteckt. Erst hab ich sie ausgelacht, aber dann habe ich beim Sektempfang irgendwie überhaupt nix abgekriegt, weil ständig jemand Fotos machen oder mit die Hand schütteln wollte…gegen 17 Uhr, als der Empfang vorbei war, war ich dann ziemlich dankbar für den Müsliriegel, weil ich zum letzten Mal was gegen 12 beim Friseur gegessen hatte, und das war auch nicht viel… 8)

Sie hatte auch Rescue-Tropfen eingesteckt, aber die habe ich zum Glück nicht gebraucht. :laughing:

Hallo,

ich kann ja auch mal von unserer Liste erzählen. Habe das bisher bei allen die gefragt haben vermieden, weil ich die Hochzeit nicht kritisieren wollte, möchte ja nach meiner Hochzeit auch nicht hören, was andere Leute schlecht fanden, aber die ihr die beiden nicht kennt, leg ich mal los:

Als das Brautpaar zur Kirche kam, waren alle Gäste noch draußen, weil die letzte Trauung noch voll im Gange war. Die beiden Bräute haben sich sogar noch getroffen. - Das will ich auf gar keinen Fall, beim Standesamt okay, aber sonst bin ich die einzige weiße Braut an dem Tag!

In der Kirche war alles sehr schön. Was ich anders machen will, ist aber, dass wir nen Sänger haben werden. Da gabs Musik aus dem CD-Player, geht auch, aber fand ich für mcih nciht so schön.

Vor der Kirche wurde nur ganz kurz abgratuliert und dann ist das Brautpaar weggebraust. Es wurden keine Fotos gemacht oder so. Das war aber nciht so schlimm, möchte ich bloß anders haben.

Im Restaurant war der Sektempfang im Raum, wo schon eingedeckt war, so dass manche Gäste sich einfach gesetzt haben, teilweise auch auf falsche Plätze und das Chaos musste natürlich das Brautpaar lösen (die eigentlich am Geschenke entgegennehmen waren), weil die Trauzeugen unauffindbar waren. Die haben sich auch nicht um die Geschenke gekümmert, das mussten dann wir Gäste übernehmen.

Es gab keine Menükarten, so dass man nie wusste, was noch kommt und wann, dadurch sind ständig alle aufgestanden und es waren nie alle Gäste an ihrem Platz, total unruhig zum Essen.

Es wurde nciht eine Rede gehalten für das Brautpaar, nur der Bräutigam hat alle begrüßt.

Die Musik war unterirdisch, zum Essen Schunkelmusik und später Schlager, noch später Techno. Angeblich so abgesprochen, aber wer weiß…

Beim Tanzen ist der Braut die Schleppe irreparabel runtergetreten worden und der Haarschmuck hat sich auch superschnell verabschiedet. Die war richtig traurig, verständlciherweise.

Die Deko fand ich auch nciht so schön, aber das ist Geschmackssache und alles in allem fand ichs ein wenig zu ungeplant, aber ich bin sicher, über unsere Hochzeit wird man sagen, dass da zwei Planungsfreaks am Werke waren…

Ich denke, die Hauptsache war, dass das Brautpaar einen schönen Abend hatte, und ich habe einiges gelernt.

LG, Marei

Ach ja, noch eine Idee, zwar nicht von einer anderen Hochzeit, aber aus einem anderen Forum:

Bei uns hat’s ja aus Eimern gegossen die ganze Woche. Ich hatte den Küster gebeten, einen Wischmop oder Feudel bereitzustellen, damit meine Freundin, sobald alle Gäste sitzen, einmal den Mittelgang grob durchwischen kann…sonst wäre meine Schleppe nämlich schon bei der Ankunft am Altar schwarz und naß gewesen.

Ich kam mir sehr albern vor bei dieser Bitte an den Küster, aber er hat nur gelacht und gemeint, ich sei da nicht die erste. :open_mouth:

Zum Glück mußte aber dann doch keiner wischen, war einigermaßen trocken draußen zu dem Zeitpunkt…

Vielen Dank Marei und Mausekatze für eure ausführlichen Berichte, war nämlich auch erst auf einer Hochzeit letztes Jahr, also auch wenig zum Vergleichen.
Da war ja einiges hilfreiches dabei!!!

Gut, hier unsere Liste:

  1. Die Braut hatte ein das Brautkleid an, welches auch schon ihre Schwester 9 Jahre zuvor getragen hat. Nur jetzt ohne Reifrock (über Geschmack und Schleife auf Po lässt sich sowieso streiten :wink: ). Der Rock war zu lang, sie ist beim Einzug in die Kirche fast über ihren Saum gestolpert.

  2. Die Kirche lag in der Innenstadt, die Gaststätte ziemlich weit entfernt auf dem Dorf. Wir sollten Konvoi fahren, nur keiner wusste, wo es langging. Es gab keine Fahr- bzw. Stadtpläne. Hat mit viel Glück dann doch geklappt.

  3. In eben dieser Gaststätte hatten sie den Festsaal gebucht. Den Sektempfang gabs aber in den Räumen der Gaststätte: mehrere kleine, verwinkelte Räume, alle standen orientierungslos zwischen den Tischen rum, keiner hat das Paar so richtig gesehen.

  4. Trauung war um drei, in der Gaststätte waren wir gegen halb fünf - bis sieben Uhr (als es in den Saal ging) gabs kein Essen, keinen Imbiss, keine Unterhaltung. Die Gäste waren sich selbst überlassen. Mitten auf dem Dorf, Feiertag…

  5. Sie hatten als musikalische Unterstützung einen Alleinunterhalter mit seiner Heimorgel. Einfach grauenhaft. Man kam gar nicht zum Essen, weil man dauernd “Sie leben hoch” singen musste. Außerdem blöde, peinliche Sprüche, die der Unterhaltung dienen sollten.

  6. Eindeutig zu viel zu essen (dann doch!): Erst gesetztes, üppiges Drei-Gang-Menü. Man hat sich den Bauch vollgeschlagen, weil man Hunger hatte und dachte, dann gibts nichts mehr. Um Mitternacht: Mehr als üppiges Büffet und als Krönung die Hochzeitstorte!!!

  7. Meiner Cousine wurde der Schleier abgetanzt. Sie hatte einen Ersatzschleier ins Haar gesteckt bekommen und auf Kommando fielen alle Frauen auf sie drauf rissen an ihrem Schleier und Kopf herum! So furchtbar, habe mich daran nicht beteiligt.

Ansonsten war es nett!

Hi Marei,

ich glaube, wenn man so kurz vor der eigenen Traumhochzeit steht und fest mit den Planungen beschäftigt ist, dann ist es ganz natürlich, wenn man auf Hochzeiten von Bekannten oder Freunden anfängt zu vergleichen.

Ich selbst habe diese Erfahrung nicht in dem Sinne gemacht, sondern wir waren einige Zeit nach unserer eigenen Hochzeit auf der Hochzeit einer Freundin eingeladen. Und was glaubst Du? Wir haben natürlich trotzdem einige Details verglichen und waren froh, manche Dinge anders gemacht zu haben.

Liebe Grüße
Jana

Huhu,
mir geht es im Prinzip wie Mausekatze - mein Mann und ich holen uns gerne Anregungen (natürlich wird dabei auch gelästert, was ja auch riesig Spaß macht, wenn es unter uns bleibt), können aber trotzdem die anderen Hochzeiten auch genießen.
Ich habe jetzt schon bei einigen Hochzeiten fleißig das Tanzbein geschwungen, auch wenn die Musik nicht so wirklich mein Fall war - aber ich tanze grundsätzlich wahnsinnig gerne und musste die wenigen Menschen auf der Tanzfläche einfach unterstützen. Ich denke, das ist man guten Freunden auch schuldig. (Hab auch ne Freundin, die dann mit langem Gesicht schmollend daneben steht, nur weil ihr Lieblingslied nicht kommt oder ihr die T-Shirts der Band nicht gefallen… find ich schade - eine Hochzeit soll doch ein Freudenfest sein, oder?).
LG, Carrie.

Hi,

gut zu wissen, dass es anderen auch so geht. Ich habe nämlich ein ganz schlechtes Gewissen, besonders wenn ich Dinge kritisiere. Das war die Hochzeit von einem meiner allerliebsten Freunde und die will ich eigentlich gar nicht kritisieren. Ich möchte ja nach meiner Hochzeit auch nicht hören, das war aber nicht so mein Geschmack, das mach ich auf jeden Fall anders…
Naja, aber ich habe inzwischen (nach 3 Tagen durchgängiger Arbeit) das Hochzeitsvideo fertig geschnitten und das stimmt mich sehr versöhnlich, da sieht alles wunderschön aus. Und dank der passenden Musikunterlegung muss ich auch an mich halten, nicht zu weinen…
LG, Marei

Hallo,

ich merk mir immer die Dinge, die mir auf fremden Hochzeiten gefallen und bewahre das Kirchenheft auf. Das mach ich schon seit Jahren, und jetzt hol ich die alten Dinger für meine Planung raus. Aber schon lustig, wie sich meine Vorstellung auch wandelt…ich fand schon Sachen bei anderern Hochzeiten gut, die kämen für mich jetzt nicht mehr in Frage (Z.B. “Die Hochzeitskerze spricht”). Ich denke, je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr weiß man, was man selber möchte. Was mir auch aufgefallen ist: Die Lesung in meinen alten Heften ist fast immer aus dem Korintherbrief, “doch hätte ich die Liebe nicht…nun aber bleiben Glaube, Liebe Hoffnung…” ein wunderschöner Text, aber für mich käms nicht mehr in Frage, weil ich es schon so oft auf Hochzeiten gehört habe.
lg Terry

Hallo,

mir geht es ähnlich wie euch: ich bin immer neugierig auf eine Hochzeit und versuche, mir Anregungen mitzunehmen. Manchmal denke ich mir aber auch “So will ich es NICHT machen!”
Ich muss auch sagen, dass mir früher nie bewusst war, wie viel Arbeit, Zeit und Geld in einer Hochzeit steckt. Seit ich das selbst erlebe, kann ich es bei anderen auch mehr würdigen (z.B. schönes Blumengesteck, tolle Band, großes Büffet, …). Früher habe ich mir da wenig Gedanken drüber gemacht. :blush:

@ Terry: so geht’s mir auch, viele Sachen sind mittlerweile so bekannt, dass sie für uns nicht mehr in Frage kommen. Es soll ja doch eine einzigartige Hochzeit werden :smiley:

Grüße, Waldrandfee.

Bei den Texten ging es mir ähnlich…viele finde ich inzwischen zu “abgenudelt”, obwohl es ja schöne Texte sind (sonst würde sie ja auch nicht jeder nehmen).

Für mich hat sich aber auch die Bedeutung von Liebe/Ehe und dessen, was man sich da verspricht, im Lauf der Jahre verändert - hat vielleicht auch was mit dem Alter zu tun. In unserem Trauspruch (Prediger 4, 9-12) kommt das Wort Liebe z.B. nicht einmal vor - er sagt aber genau das aus, was die Ehe für mich bedeutet. Hat nicht jeder auf anhieb verstanden.

Andere “abgenudelte” Ideen finde ich aber nach wie vor schön - z.B. das mit den Fotos durch einen leeren Bilderrahmen hindurch für das Gästebuch haben wir bei einem Freund gesehen und sofort nachgemacht. Inzwischen habe ich mitbekommen, daß das auf jeder zweiten Hochzeit stattfindet - war uns aber egal.

@Monalisa: Schleier abtanzen geht ja gar nicht…ich gebe doch nicht einen Haufen Geld beim Friseur auf, um mir dann die Frisur ruinieren zu lassen!!! :open_mouth:

@Carrie: Das mit dem Tanzen war unsere größte Sorge - das ist so ein Punkt, den man einfach nicht planen oder beeinflussen kann. Wir waren dann sehr dankbar, daß eine große Gruppe gleich zu Beginn der Musik die Tanzfläche gestürmt und super Stimmung gemacht hat - die haben dann auch gleich dem DJ gesagt, was er spielen soll, und damit war das Eis gebrochen und alle anderen haben nachgezogen. Da hatten wir wirklich Glück (bzw. die richtigen Gäste 8) )