Gemischtes Paar

Brauche mal wieder euren Rat!

Mein Schatz und ich sind von der Konfession her unterschiedlich.
Er evangelisch und ich katholisch.

Wir haben uns entschlossen katholisch zu heiraten, weil die Kinder später auch katholisch werden sollen. Außerdem bin ich meinem Glauben ein wenig näher und es ist mir absolut wichtig. Mein Schatz findet die kath. Trauung auch in Ordnung.

Leider gibt es jetzt das Problem, dass in der Regel gemischte Paare keine Brautmesse bekommen, das heißt keine Eucharistie.
Nun möchte ich das aber absolut haben!

Kennt ihr Paare die eine komplette Brautmesse hatten, obwohl sie “gemischt” sind?

Natürlich wird das auch vom Pfarrer abhängen, aber mir liegt echt viel daran und wenn ich vielleicht ein paar gute Argumente vorbringen kann beim Gespräch mit dem Pfarrer habe ich vielleicht bessere Karten.

Wieso bekommen gemischt konfessionelle Paare keine Eucharestie??

Also ich meine das ist abgeschafft worden, ihr müsst euch dann nur entscheiden ob ihr katholisch oder evanglisch getraut werden wollt. Das habt ihr ja dann schon getan.

Bei meinem Schatz und mir ist es wie bei euch und bei unserem Pfarrer würde es gehen, dass wir die Trauung mit Eucharestiefeier machen. Sprich doch noch einmal mit eurem Pfarrer. Wenn dein Schatz zur Konfirmation gegangen ist dürfte das eigentlich kein Problem sein.

mhhh…

wusste ich gar nicht dass das geändert worden ist. Ich kenne zwei Bekannte Paare von uns, bei denen das nicht ging. Die hatten dann nur eine 1/2 stündige Trauung. Die anderen “Gemischten” die ich kenne haben Ökumenisch geheiratet, aber das hat mir nicht gefallen, ist einfach nicht so mein Ding.

Mal ehrlich gesagt, ist es ja schon ein wenig komisch, wenn der eine Part dann die “Kommunion” bekommt und der andere darf zuschauen. Wahrscheinlich ist/war das eines der Gründe.

Mein Schatz ist damals sogar aus der Kath. Landjugend “rausgeschmissen” worden, weil er nicht katholisch ist.

Bei uns auf dem Land ist das alles noch ein wenig verbohrt. In diesem Ort gibt es vielleicht 4 evangelische Familien der Rest ist alles katholisch.

Naja, wenn noch jemand weiß dass es funktioniert, please: HELP! :wink:

Grüßle

Hallo Kate,

also das mit der Trauung mit Eucharistie wird schwierig, wenn Dein Schatz evangelisch ist. Es sei denn, Du findest einen Pfarrer, der bereit ist die Kommunion an Protestanten auszuteilen. Ich habe noch nie von einem Fall gehört, in dem ein Pfarrer an Protestanten die Kommunion ausgeteilt hat.

Eine gemeinsame Eucharistie ist von Seite der Katholischen Kirche nicht möglich. Und es ist einem katholischen Pfarrer untersagt, die Kommunion an Nicht-Katholiken auszugeben. Daran hat sich nichts geändert. Eine Einigung in dem Punkt ist schwierig, da laut Verständnis der Evangelischen Kirche der Heilige Geist bei der Wandlung nicht anwesend ist.

Ich war selbst evangelisch und bin letztes Jahr in die Katholische Kirche Konvertiert. Wir werden eine Trauung mit Messe haben (also mit Eucharistie) und viele unserer Gäste sind evangelisch. Auf unserer Homepage haben wir die Gäste darauf hingewiesen, das eine gemeinsame Kommunion zwar gewünscht, im Moment aber noch nicht möglich ist. Und wir haben die evangelischen Gäste gebeten, nicht zur Kommunion zu gehen. Allerdings wären wahrscheinlich die meisten evangelischen Gäste sowieso nicht zur Kommunion gegangen, auch ohne diesen Hinweis.

Habt ihr mit eurem Pfarrer schon mal über das Thema gesprochen?
Wie sieht Dein Schatz das Ganze?

Liebe Grüße

Suesse

Hallo!
Also ich muss ehrlich sagen, dass ich es bei “gemischten” Hochzeiten nicht so schön finde, wenn die Zeremonie rein katholisch mit allem drum und dran ist. Immerhin ist meist die Hälfte der Festgesellschaft evangelisch und die sind dann bei der Kommunion außen vor! Und der Bräutigam ja auch. Ich würde mir da ausgeschlossen vorkommen.
Viele Grüße von
Melli

Hallo,

ich muss mich zuckersüß anschließen, das ist wirklich eine komische Lösung, selbst wenn es mit euch als Brautpaar eine Ausnahme bekommt…

Kann man keinen Wortgottesdienst machen?
Dann fällt das weg…
Bin da aber nicht so gewieft.

Wir sind auch “gemischt”, heiraten aber evangelisch. Da brauchen wir diese Entscheidung nicht. Protestanten sind da ja offener :wink: Und Abendmahl müssen wir an der Hochzeit nicht machen.

Würde an eurer Stelle einen aufgeschlossenen Priester suchen oder doch ökumenisch heiraten, bevor nur die Hälfte der Hochzeitsgäste in die Zeremonie einbezogen werden.

Grüße

Danke für eure Antworten.

Ein Wortgottesdienst ist generell möglich. Aber wie gesagt, das geht dann nur eine halbe Stunde.
Irgendwie ist mir das als gläubige Katholikin (schreibt man das so, sieht komisch aus, finde ich) eben echt wichtig und mein Schatz versteht auch, dass mir das wichtig ist. Meine Mutter z.B. hat schon mal gesagt, wenn ich eine ökumenische Trauung mache, dann würde sie nicht kommen (war zwar mehr im Spaß, aber ihr hat die ökumenische Trauung damals von Bekannten auch nicht gefallen).

Natürlich dürfen die Evangelischen nicht zur Kommunion gehen, das ist klar. Aber von seiner Seite sind es insgesamt vier Personen (Mutter, Tante, Oma und Opa) die evangelisch sind und es werden 100 da sein, die katholisch sind. Mmmhhh… Mann :angry:

Ich wünsch mir das so sehr, aber wahrscheinlich wird es nicht funktionieren. Schade!

Wenn ich dann mal mit dem Pfarrer geredet hab, wird sich schon rausstellen, was los ist.

Grüßle

Man kann den Wortgottesdienst doch auch so gestalten, dass er länger als eine halbe Stunde geht. Wenn ihr Lieder, Texte, Geschichten etc. mit einbaut, die Freunde oder Verwandte vorlesen könnte man das Ganze doch auch ein wenig strecken.

Meine Schwester hat im letzten Jahr bei Ihrer Trauung auch “nur” eine Segnung also einen Wortgottesdienst gehabt und ich fand das sehr schon und hatte nicht das Gefühl, dass irgendwas fehlte oder zu kurz kam. Und ich bin auch eine gläubige Katholikin, die ihren Glauben lebt.

Hallo nochmal,

ohja, die Katholiken…
Irgendwie steht ihr doch alle auf die Oblaten… :smile:
Sorry, Hostie natürlich :smile:

Bei uns Protestanten sind ja eh die wenigsten Gottesdienste ohne Abendmahl und somit immer viele Wörter und Lieder.

Wenn es nur 4 sind und die damit einverstanden, wird es wohl gehen. Ich dachte, da stehen dann 50 Leute dumm rum!
Nicht, dass es zum Mundraub kommt :smile:

Ökumenische Trauungen können auch sehr schön sein, kommt eben sehr auf die beiden Pfarrer an, wenn die nicht so Erz-Konfessionsmäßig drauf sind, kann es sicher auch sehr locker werden.
Es liegt doch in eurer Hand, wie ihr den Gottesdienst gestaltet?
Vielleicht war euer Erinnerungs-Albtraum-Ökumenisches Paar einfach nicht so einfallsreich???

Ihr findet schon eine gute Lösung, aber ich finde es immer netter alle Gäste einzubeziehen.

Grüße

wir sind beide katholisch und daher gibt es auch eine Trauung mit Gottesdienst. Von unseren Freunden sind 3 evangelisch; (ziemlich intensiv in ihrer Kirche tätig)
Ehrlich gesagt, habe ich nicht einmal daran gedacht, dass die sich “ausgeschlossen” fühlen könnten. Und das tun sie sicher nicht.

Auch viele kathol. Familienmitglieder und kathol. Freunde gehen nicht zur Kommunion. Also werden eh nicht nur diese 3 in den Bänken sitzen bleiben.

Also ich denke, es wird wohl vom Pfarrer abhängen; ansonsten würde ich mir keine Sorgen machen.
lg
Bix

Hallo Kate,

wie wäre es mit einem altkatholischen Priester? Soviel ich weiß, trauen die auch gemischte Paare bzw. taufen auch Kinder, wenn ein Elternteil oder der Taufpate nicht katholisch bzw. schon aus der Kirche ausgetreten ist.

Liebe Grüße
Sabine

aber dazu muss man doch altkatholisch sein? oder?

getauft werden übrigens auch kinder von eltern, die nicht kathol. sind, ausgetreten sind,… nur der taufpate muss kathol. sein.

lg
bix

Hallo Bix,

war schon bei Taufen, wo niemand altkatholisch war. Nur ein Elternteil war katholisch. Ich glaub, dass es sich zumindest lohnt, mal nachzufragen. Kann ja sein, dass die Altkatholiken sehr liberal sind, was die Konfession anbelangt.

Liebe Grüße
Sabine

hi sabine,

das wusste ich nicht; man lernt eben nie aus :wink:

lg
bix

Meine Freundin ist katholisch und ihr Ehemann ist nicht gläubig. Sie hatten nach ihrer Standesamtlichen Trauung noch eine sogenannte katholische “Segnung” oder auch Fürbitte. Das ist so ähnlich wie eine Trauung, nur das aufs “ja ich will” verzichtet wurde.
Muß aber dazu sagen, sie hatten einen beträchtlichen Betrag an die Katholische Gemeinde, im vorherein, gespendet.

Also, ich glaube die Trauung selbst ist kein Problem.
Den Trausegen bekommen wir, da bin ich ganz sicher… :wink:

Mir geht es eben nur um das Element der Eucharestiefeier, die mir persönlich wichtig ist.

Und wie Bix auch schon erwähnt hat, gehen viele Katholiken auch nicht zur Kommunion. Das einzige was ich ein wenig blöd finde ist einfach, dass ich dann die Kommunion bekomme und mein Schatz, dann eben nicht (wenn es denn funktioniert). Ihm wäre es egal, wenn das so geschehen würde. Naja hilft nichts. Bin dann mal gespannt was der Pfarrer so meint.

Werde euch aber auf jeden Fall berichten, was er gesagt hat, wenns euch interessiert.

Ansonsten, wie gesagt, wenn jemand ein anderes Paar weiß, bei dem es funktioniert hat…

Grüßle

Hallo Kate,
mal eine ganz blöde Frage: Wenn Dein Schatz, wie anfangs angedeutet, nicht so ganz schrecklich an seinem Glauben hängt - käme für ihn dann vielleicht ein Seitenwechsel in Frage? Das ist zwar die radikalste Lösung, aber bevor er als einer von ganz wenigen Nicht-Katholiken nicht an einem so wichtigen Bestandteil teilnimmt…
Toi, toi, toi
the Kate

Das wäre natürlich die Lösung…
… aber irgendwie soll man das aus voller überzeugung machen, oder?

Ich fände das ein wenig heftig, jetzt “nur” wegen der Hochzeit.

Naja seine Tante hat auch die “Seite gewechselt”. Sie war evangelisch und ist nun katholisch, musste dafür aber auch über 1 Jahr in einen Art Religionsunterricht beim Pfarrer gehen. Dann wurde sie getauft und der ganze pipapo.

Da läuft uns die Zeit davon…

Wir haben vor 2 Tagen auch noch mal darüber geredet. Vielleicht sehe ich das alles zu heftig. :blush:
Mein Schatz meinte er findet einen Pfarrer der das macht, auch wenn er den aus Timbuktu einfliegen muss…
Dann hat er mir gestanden, dass er nicht will, dass ich unglücklich bin, wenn die Trauung so nicht stattfinden kann, wie ich sie mir wünsche.

Ich werde mit dem Pfarrer reden und wenn er nicht bereit ist, dann verzichte ich eben auf meine Eucharistiefeier.
Schließlich kann die Kirche auch so schön sein…

Grüßle Kate

also beim bruder meines freundes/verlobten/männe war es so:
er ist katholisch, sie evangelisch, trauunge katolisch mit kommunion ohne dass der pfarrer was egsagt hat. ok, der ist auch schwul und deswegen wahrscheinlich eh liberaler,… aber vielleicht ist der pfarrer ja auch gar nicht so streng?

Für alle die an diesem Thema interessiert sind, hier der neuste Stand:

Wir bekommen eine komplette Traumesse mit Eucharistie usw.
Es ist sogar gestattet, dass der evangelische Part “ausnahmsweise”
an diesem Tag die Kommunion empfangen darf.

Das ist eine super Lösung und unser Pfarrer ist echt genial.
Hat sich schlau gemacht und Bücher gewälzt und da steht es schwarz auf
weiß, dass dies möglich ist, damit der eine Partner an der eigenen Hochzeit nicht ausgeschlossen ist. Jipihhhhh :mrgreen:

Wir musste jetzt zwar lange auf das Ergebnis warten, aber letztlich hat es sich wirklich gelohnt.

Grüßle Kate