Gespräch mit dem Pfarrer

Huhu,

irgendwie ist meine Nachricht weg :open_mouth:
Wir haben die Woche ein Gespräch mit dem kath. Pfarrer, der die ökomenische Trauung leitet.

Was wird den bei so einem Gespräch gefragt, wie läuft das ab?

LG nina

Liebe Nina,

wir hatten unser Gespräch zwar noch nicht, aber wir waren bei der Anmeldung und da hab ich das Formular gesehen.
Da standen so Fragen drauf wie, ob wir Kinder wollen und in welchem Glauben wir sie erziehen werden. Ob ein Hindernisgrund für die Trauung besteht (z.B., ob bei einem Partner ein Verdacht auf Unfruchtbarkeit besteht)
Das waren die förmlichen Fragen, aber ich bin mir sicher, dass das einfach ein nettes Gespräch wird und der Pfarrer das Brautpaar kennen lernt.

lg
Bix

Hi Bix,

sorry, das hier ist a bissl off-topic, würde mich aber dennoch brennend interessieren:

— Begin quote from ____

…Ob ein Hindernisgrund für die Trauung besteht (z.B., ob bei einem Partner ein Verdacht auf Unfruchtbarkeit besteht)…

— End quote

Wenn es so wäre und Ihr wüßtet es schon: Dürftet Ihr dann nicht kirchlich heiraten? :open_mouth: Ich meine, was geht es die Kirche an, ob Ihr fruchtbar seid :question: :question: :question:

Wie ist das in Österreich? Bitte klär mich auf…

Liebe Grüße von Eva

Bix,

das sind ja Fragen, ich finde die ganz schön indiskret!
An alle katholisch heiratenden Bräute: Müsst Ihr alle solche Fragebogen ausfüllen???

Wir haben im Traugespräch mit unserem Pfarrer über so etwas und Familienplanung überhaupt nicht gesprochen. Ich meine, man kann doch auch kirchlich heiraten ohne Kinder zu wollen. Was geht das die Kirche an?

LG Nina

hi ihr lieben,

die frage ist eigentlich dafür da, dass bei einer scheidung eine annullierung stattfinden kann.
wenn ein partner es weiß, aber verheimlicht, ist das ein grund für die annullierung.
wenn der partner es weiß und aber vorher gesagt hat, ist das kein problem.
wenn man es nicht weiß, ist es natürlich auch kein problem.

ist wohl noch ein relikt aus alten zeiten, in denen die ehe “nur” der fortpflanzung diente.
ich hab die frage nur am formular gesehen, weiß aber nicht, wie der pfarrer dass dann rüber bringt. werd’s euch berichten!

lg
bix

hi,
da werden jede Menge Fragen gestellt:
Ob ihr mal einem Kloster angehörig ward…ob Dein Freund Pfarrer ist, ob ihr beide freiwillig in die Ehe geht, ob es Hinderungsgründe gibt…aber auch, ob ihr eine Brautmesse (mit Eucharistie) oder einen Wortgottesdienst (ohne) wollt - unser Gespräch war sehr nett und der Pfarrer hat uns viel erklärt…
z.b. dass nach katholischenm Verständnis die Ehen im Himmel geschlossen werden, d.h. man heiratet Gott eigentlich mit - und kann sich deshalb auch (nach der kath. Kirche) nicht wieder scheiden lassen…tut mir leid, wenn dass jetzt ein bisschen wirr rüberkommt, ich habe nicht Theologie studiert - fand den Gedanken aber sehr schön.-))
ALso man muss sich dieses Gespräch nicht wie eine Rede-und-Antwort -Ding vorstellen, sondern wie ein 1. Kennenlerngespräch…
Also, kein Grund für Nervösität…

Grüßle
Agnes

Oh toll, dass hört sich gut an… und zu verbergen haben wir ja auch nichts…
Ich werde die Woche dann berichten…

Fände es toll, wenn der Gottesdienst ohne “kommunion” gehen würde. Ist doch blöd, wenn das dann nur die Braut und deren Verwandschaft bekommt, oder? Da könnte man sich diskreminiert fühlen…

Einen Traugottesdienst als Wortgottesdienst zu gestalten ist sogar üblich. Die Eucharistiefeier (=Kommunion) kann man quasi ausklammern, alle anderen Bestandteile bleiben erhalten.

Berichte doch mal von Eurem Gespräch - das haben wir nämlich auch noch vor uns. :smiley:

Grüslis Simone

hallo traumkleid,

wenn du dich über den kirchl. ablauf informieren willst:

88.198.46.78/wedding/chat/forum/ … php?t=2893

lg
Bix

Ist jetzt ein kleines bißchen offtopic, aber weil weiter oben der Begriff Brautmesse fiel…

Ein Freund von mir, der sehr gläubig ist (katholisch), hatte sich anlässlich seiner Hochzeit für eine Brautmesse (also mit Eucharistiefeier) entschieden.

Zu Beginn der Messer verkündete ein Messdiener, daß es also eine Kommunion geben würde, und wies ausdrücklich darauf hin, daß daran nur Menschen teilnehmen dürften, die des rechten (!) Glaubens seien. Sprich: nur Katholiken.

Ich fand das, mit Verlaub, total daneben. Wenn ich in eine katholische Messe gehe, und die sind der Meinung, daß ich da nicht zum Abendmahl darf, okay. Aber das hier war eine Hochzeit. Wir waren alle geladene Gäste, auch die Protestanten. Und wurden ausdrücklich von einem wesentlichen Teil des Gottesdienstes ausgeschlossen. Einige von uns waren Bestandteil des Chores, der da gesungen hat - das durften wir also. Aber zum Abendmahl gehen durften wir nicht. Das kam bei vielen nicht sehr gut an.

Ich selbst bin nicht getauft, und deshalb war es für mich selbstverständlich, daß ich nicht zum Abendmahl gehe. Da brauche ich aber dann auch keinen Aufpasser, der mir das nochmal sagt. Ich lasse mich nicht gerne bevormunden. Die Protestanten auszuschließen fand ich ungeheuerlich.

Wer sich also mit dem Gedanken trägt, sich für eine Brautmesse zu entscheiden, sollte das vielleicht im Hinterkopf behalten. Ich bin mir nicht sicher, wieviel Freiheit der Priester in diesem Fall hat - ob es ihm also obliegt, auch Andersgläubige zur Eucharistie zuzulassen oder nicht. Das sollte man abklären, bevor man hinterher seine Gäste kränkt. Und im Zeifelsfall vielleicht doch lieber auf die Eucharistie verzichten.

offtopicoff

Oh, ich sehe gerade, daß mein Beitrag viel besser in den Thread “gemischtes Paar” passen würde… :blush: Liebe Moderatoren, könntet Ihr ihn bitte dahin verschieben? Vielen Dank!

Hallo Ihr,

ich wollte gerstern Abend eingentlich schon schreiben, doch da hat mein Akku gestreikt.
Also, es war super. Ich habe ein super gutes Gefühl. Wir haben auch das “Eheprotokoll” gemacht und er hat solche Dinge gefragt wie, ob wir aus freien Stücken die Ehe eingehen wollen. Dann war noch eine Frage drinn, ob wir die selbe Religion haben (nicht Konfession!). Ob wir die Kinder die Gott uns schenkt annehmen und ob wir diese im religiösen Sinne erziehen (also nicht ob wir unsere Kinder katholisch Taufen lassen oder nicht). Ach ja und zum Thema “Unfruchtbarkeit” gabe es bei uns keine Frage. Es war nur so, dass man dem Partner Dinge sagen soll, die auf einen zukommen können, so was wie z.B. Erbkrankheiten. Das wollte der Pfarrer aber nicht wissen, sondern eben nur, dass man das dem Partner sagen sollte.

So, liebe Grüße
Nina

P.S. Also unser kath. Pfarrer hat nichts dagegen, die Trauung in der ev Kirche zu machen. Jetzt müssen nur noch die bürokratischen Dinge passen. :smiley: