Gute Freunde als Hochzeitsorganisatoren?

also: bis jetzt haben wir für die hochzeit (ausser unseren familien, die helfen werden, wo sie können) niemanden, der so richtig die ersatzweise-aufgabe eines planers/zeremonienmeisters/best man übernimmt (der, der sich um alles kümmert, während wir den tag genießen).

ich muss dazu sagen, dass ich keine beste freundin habe (mit der ich super gern die hochzeit geplant hätte) und wir zwar einige befreundete paare kennen, aber das hat sich erst so in letzter zeit so langsam entwickelt.

unsere trauzeugen beim standesamt werden unsere geschwister sein. die können wir aus verschiedenen gründen für diese aufgabe zur hochzeit nicht mit einspannen. von unseren verwandten wüßte ich auch nicht, wer das übernehmen sollte.

eines der befreundeten paare wäre für diese aufgabe grundsätzlich gut geeignet. die werden uns aber schon zum foto-shooting begleiten und dann auch zur kirche fahren. ob sie diese aufgabe übernehmen würden, uns ganztägig zu “umsorgen”, haben wir noch nicht gefragt (ich hätt auch ehrlich gesagt ein schlechtes gewissen, dass sie dann von der feier weniger haben).

habt ihr alle jemanden für diese aufgabe an eurem hochzeitstag? ist das wirklich so wichtig oder kann man das auch anders regeln?

lg, clarence

zur erklärung (aufgaben wie es “Brautzilla” beschrieben hat):

"Ich bin den Leuten mit der Kamera und dem Gästebuch nachgerannt, habe geschaut wann die Torte kommt, die Geschenke ins Hotelzimmer gebracht, Wunderkerzen verteilt, Sekt ausgeschenkt, Autoschleifen verteilt, beim Fotoshooting geholfen, Schleppe gerichtet, dem Bräutigam in seiner Aufregung gesagt, dass er ihr doch bitte sagen soll wie schön sie aussieht (er war so aufgeregt und hat nur “hallo du” bei der Kirche rausgebracht). Ach ja und am Klo war ich auch immer mit ihr, um ihr Kleid zu halten. "

liebe starlight, an sowas hatte ich dabei gedacht.

lg, clarence

Hallo clarence,

also “einen” hochzeitskoordinator zu haben, ist wirklich nicht schlecht. Wobei wir an unserem Hochzeitstag “mehrere” hatten, die einzelne Aufgaben für uns übernommen haben. Wir wollten auch nicht einer einzigen Person alle Aufgaben aufbürden, da es bei einer großen Hochzeit schon etwas mit Arbeit verbunden ist. Grundsätzlich haben wir auch versucht, Personen auszusuchen, die von Natur aus gerne organisieren.

Manchmal waren es ja nur Kleinigkeiten, die aber in der Summe doch eine Menge Arbeit bedeuteten.

Der Trauzeuge von meinem Mann hat z.B. mit meinem Mann zusammen das Gepäck eingecheckt und Auto in die Hotelgarage gefahren und anschließend wieder Heim gefahren. Er hatte an diesem Tag die Aufsicht über unsere Schlüssel.

Mein Schwager war für die Bezahlung der Dienstleister (vorgefertigte Umschläge) an diesem Tag und für die grobe Einhaltung des Zeitplans zuständig, wie z. B. Gäste in die Kirche bitten, ins Restaurant.

Meine Schwester hat die Süßigkeiten und Seifenblasen an die kleinen Gäste verteilt. Sich um das Gästebuch gekümmert.

Meine Trauzeugin hat im Vorfeld die Beiträge der Gäste koordiniert. Und hatte mein Notfalltäschen für mich immer parat.

Das Übrige haben die Dienstleister getan, die wir davor auch sehr genau gebrieft haben.

Denke, wenn** ihr euch** im Vorfeld selbst genau Gedanken macht, wie alles Abzulaufen hat, dann ist es auch keine allzu große Sache, einzelne Personen zu bitten, diese Aufgabe zu übernehmen.

LG sonnigside

Ahh, okay. Also ich hoffe sehr, dass mein Zukünftiger von selbst die richtigen Worte findet, und die and. Dinge, da mache ich mir gar keine Sorgen. Ich bin mir sicher, dass unsere Freunde ganz von allein mit anpacken, so wie wir es umgekehrt auch tun würden. Allerdings haben wir auch eine wohl eher kleinere Gästeanzahl von 50 Personen, bei über 100 würde ich mir sicher mehr Gedanken machen.

vg
starlight

Ja,
die Anzahl der Gäste spielt natürlich auch eine große Rolle. Wir hatten über 100 Gäste. Aber der Vorteil war natürlich ganz klar der, dass wir uns über solche Dinge an diesem Tag überhaupt nicht mehr kümmern mussten und so den Tag mehr genießen durften.

LG sonnigside

Wir haben die Schwester meines Freundes eingespannt, um Spiele und Vorführungen zu organisieren. D. h. wir haben ihre Nummer in der Einladung und alle Darbietungen sollen mit ihr abgestimmt werden. So können wir etwas steuern, dass Dopplungen vermieden werden und es bei einem gewissen Niveu bleibt, ohne zu wissen, was gemacht wird.

Ansonsten lassen wir alles auf uns zu kommen!

Wir haben schon einige große Feste gefeiert und es läuft meistens besser, wenn man es auf sich zukommen lässt, als wenn alles bis ins kleinste Detail duchgeplant ist.

Und: irgendwann wird deinem Mann schon auffallen, wie toll du aussiehst. Ich würde es schrecklich finden, wenn man ihm das vorsagen müsste!

— Begin quote from "Gogo"

Und: irgendwann wird deinem Mann schon auffallen, wie toll du aussiehst. Ich würde es schrecklich finden, wenn man ihm das vorsagen müsste!

— End quote

Na ja, der Bräutigam war halt auch sehr aufgeregt und einfach neben der Spur, da sie aber schon Tränen in den Augen hatte und ich nicht wollte, das sie noch vor der Tauung weint und traurig ist, habe ich ihm das in einem unbeobachteten Moment zugeflüstert und alle waren happy.

wer mich schon länger hier kennt, weiß um meine vorlieben für listen und ablaufpläne.
also hab ich vor der hochzeit einen ziemlich detaillierten ablaufplan geschrieben.
da stand dann z.b.
peter (= bruder des bräutigams, zu eurer erklärung) - verteilt an alle männlichen gäste rosmarinanstecker; an christoph, gert,… orchideenanstecker
barbara - ist lebendiges hinweisschild und führt die gäste vom parkplatz zum eingang der kirche (es gab 2 wege und wir wollten die gäste natürlich nicht über den friedhof führen)
bernhard - bringt kerze und ringe zum pfarrer

wir haben uns natürlich schon vorher überlegt, wen wir fragen und haben hauptsächlich geschwister und trauzeugen eingeteilt.

aber den hauptteil beim helfen hat natürlich meine trauzeugin übernommen (klo hilfe,…), koordination überrschungen,…

abends haben wir das fest nicht so straff durchgeplant, da ließen wir es einfach auf uns zukommen und hatten gute absprachen mit dem caterer.

lg
bix

Ein Ablaufplan wäre auch mein Tip! Den kannst Du Dir jetzt schon anlegen, ganz nach dem Motto “WER macht WAS WANN und WO”. Am besten Du machst das in Excel dann kannst Du immer alle neuen Details eintragen. So wächst Dein Ablaufplan mit der Zeit und wird immer detailierter. Am Ende wirst Du ihn eh auswendig können… :wink:
Er hilft Dir auch den Überlick zu behalten und siehst gleich, was Du noch mt wem abklären musst. Vielleicht gibst Du den Plan dann einfach Deiner Trauzeugin und bittest sie ein bißchen darauf zu achten, dass alles einigermaßen “nach Plan” läuft?!

hallo clarence,

alos ich hatte meiner trauzeugin diese aufgabe aufgebürdet und zusätzlich noch einer schwägerin. es ist schon ganz gut, wenn man jemanden hat, der den überblick behält und ansprechpartner für die gäste ist. ich war somit schon auch etwas beruhigter und musste mich nciht um alles kümmern. wir haben uns allerdings auch öfter ( mit familie, freunden usw) zusammengesetzt und alles mehrmals duchgesprochen. ich hatte mir vorher einen ablaufplan gemacht und alles immer abgehakt wenn es gut durchlief.

Solltest du in dem sinne keinen beauftragen wollen, so solltest du dir zumindest schon einen plan machen und den mit den engsten bekannten und der familie abstimmen. denn du wirst an dem tag der tage so nervös sein, dass du dich dann auch nicht mehr um kleinigkeiten kümmern kannst. außerdem sollt ihr den tag ja auch schon noch mitbekommen und vor allen dingen auch gnießen.

LG süssi

Hallo!

Wie haben eine Bekannte aus meinem Heimatort (da haben wir geheiratet) davon überzeugen können, dass sie uns zur Seite steht und die Fäden für den Tag in der Hand hält. Wir haben ihr das auch gezahlt - und die Investition hat sich wirklich gelohnt.
Mein Mann hat sich übrigens geweigert, die Aufgaben auf die Gästeschar zu verteilen mit dem Argument - die Leute sollen feiern.

Viele Grüße
Britta

Hallo Clarence,

ein Zeremonienmeister ist auf jeden Fall eine sinnvolle Sache. Oder auch mehrere, wenn man die Aufgabe nicht einem allein aufbürden will. Je nach dem, wie groß die Hochzeit ist, ist es schon etwas mit Arbeit verbunden.

Starlight schrieb:
— Begin quote from ____

Ich bin mir sicher, dass unsere Freunde ganz von allein mit anpacken, so wie wir es umgekehrt auch tun würden.

— End quote

Meine Erfahrungen bei bisherigen Hochzeiten war anders. Von selbst macht fast niemand was. Ich habe auch schon gehört, dass Freunde nur das taten, wozu sie Lust hatten und nicht das, was sie aufgetragen bekommen hatten. :confused: Man sollte die einzelnen Aufgaben schon gezielt und konkret verteilen, sonst läuft man Gefahr, ein planloses Chaos zu produzieren, bei dem einzelne Sachen doppelt und andere gar nicht getan werden.

Daniela schrieb:
— Begin quote from ____

Ein Ablaufplan wäre auch mein Tip! Den kannst Du Dir jetzt schon anlegen, ganz nach dem Motto “WER macht WAS WANN und WO”. Am besten Du machst das in Excel dann kannst Du immer alle neuen Details eintragen. So wächst Dein Ablaufplan mit der Zeit und wird immer detailierter. Am Ende wirst Du ihn eh auswendig können…

— End quote

Reihe mich ebenfalls bei den Fans von Ablaufplänen ein. :wink: Aber ich finde es an dieser Stelle auch wichtig, dass nicht nur die Braut den Ablaufplan auswendig kann, sondern auch ihre Helfer… :laughing: Kann daher nur immer wieder den Tipp geben: Brieft Eure Helfer im Vorfeld und gebt ihnen was schriftliches an die Hand. Sie werden es Euch danken… Es kommt ja auch nicht darauf an, dass das dann 1:1 so gemacht wird. Improvisationsspielraum hat man immer und erstens kommt es etwas anders und zweitens als man denkt…

Liebe Grüße von Eva