Hochzeitsbericht freie Trauung von Laure

So, meine Lieben, jetzt will ich mich auch mal hinter unseren Trauungsbericht setzen. Ein wenig wehmütig bin ich ja dabei, schliesslich ist es der letzte lange Bericht, den ich hier abliefern kann und zudem können Worte ohnehin nicht an die Schönheit und die Gefühle dieses Tages herankommen.

Ich habe eigentlich nie „den schönsten Tag“ geplant, aber was wir erleben durften, kann damit locker mithalten. Das ist wunderschön und wir schwelgen noch immer in den Erinnerungen. Es hat einfach alles geklappt. Unglaublich, aber so gut wie wahr!

Der Freitag zwischen dem Standesamt und der freien Trauung hingegen war nicht so der Hit. Angefangen hat er wunderbar bei schönstem Wetter und Frühstück mit Seesicht. Als wir dann aber bei meiner Trauzeugin ankamen, stellte sich heraus, dass sie das Dekokonzept und ich mein Heft mit allen Notizen betr. Planung vermisste. So waren wir gerade alle ein wenig aus dem Konzept und die verstündige Autofahrt zu fünft (zwei Bräute, zwei Trauzeuginnen, ein Assistent) war der Laune nicht gerade förderlich. Bei meinem Schatz angekommen wurde zwar zunächst mal gegessen, aber dann mussten wir Deko einladen, Blumen abholen, Deko abliefern, Orchideen schneiden, Trauzeugin ins Hotel bringen, letzte Anweisungen geben. Um acht waren wir todmüde und ziemlich genervt daheim und versicherten uns: Heiraten? Never again! :wink:

Am Samstag um 5.22 Uhr fiel mir ein, dass wir vergessen hatten den Beamer ins Hotel zu bringen… So fuhr ich – nachdem wir gemeinsam den wunderschönen Sonnenaufgang über bestaunt hatten – zunächst mal ins Hotel, wo ich bei meinen Eltern dann auch mein Heft in Empfang nehmen konnte, nicht, dass ich es noch dringend gebraucht hätte…

Um neun waren wir bei der Friseurin und ab da war alles nur noch schön. Beim schminken konnte ich mich endlich entspannen und als wir beide fertig im Auto sassen, überraschte mich meine Liebste mit der Frage, ob wir bei diesem schönen Wetter nicht doch vielleicht noch Paarfotos machen wollten. Dabei hatte sie sich während eines Dreivierteljahres höchst standhaft dagegen gewehrt! Und nun durfte ich doch kurzfristig die Fotografin anrufen und wir verabredeten uns für 13.45 am Mannheimer Schloss. Voll geschminkt gingen wir noch einkaufen für Sonntagabend, ich umwickelte meinen Strauss mit einem schöneren Satinband, montierte die Ringe auf dem Ringgesteck und dann machten wir eine Kleiderausstellung an der Schrankwand und zogen uns an.

Das Fotoshooting war für mich pure Freude, für meine Liebste wohl nicht ganz so sehr, aber sie machte lieb und meistens willig mit. Gegen halb drei kamen wir dann in der Location an und ich konnte besichtigen, was meine Trauzeugin seit 11 Uhr aus meinen Dekosachen gemacht hatte: Ein Traum! Das Sonnenlicht flutete den ganzen Raum und tauchte die pink und türkis/hellblaue Deko in wunderbares Licht.

Gegen drei mussten wir uns schliesslich in einem Nebenraum verstecken und warten, bis unser Einzugslied begann. Warten, warten, warten. Schatzis Uhr ging vor, sie sah den Zeitplan schon davonschwimmen und ich bekam eine Kopfschmerzattacke bisher nicht gekannten Ausmasses. Aber als die Tür aufging und wir einziehen konnten, war alles weg. In der Lounge strömten uns nicht nur die Klänge „unseres Liedes“ entgegen, sondern eine warme Welle von Zuneigung all unserer Freunde, die nacheinander alle aufstanden, als wir an ihnen vorbeigegangen sind. Ich hatte das Gefühl, wir schwebten und genoss jeden Meter des ganzen langen Wegs (die Bilder zeigen allerdings eher einen forschen Schritt :wink:). Wir setzten uns und konnten, da wir seitlich zu den Gästen sassen, ein wenig schauen, wer wo mit wem und in welcher Kleidung sass. Zum Teil hatten sich unsere Gäste so schön gemacht, dass ich sie gar nicht auf den ersten Blick erkannte… Bei I am what I am entdeckte ich, dass meine Schwester weinte und dann gab’s natürlich auch für mich kein Halten mehr. Von der Ansprache des freien Theologen habe ich ehrlich gesagt nicht besonders viel mitbekommen. Umso lieber habe ich dafür unser einziges Kirchenlied gesungen, das von meiner Mutter am Klavier und meinem Patenkind mit Klarinette begleitet worden ist. Der Höhepunkt der Trauung war zweifelsohne unser Treueversprechen, das wir je frei formuliert hatten. Nach den Erfahrungen vom Ja-Wort hatte ich ja Schlimmstes befürchtet, aber nein, es ging alles gut! Unsere Gäste standen in einem engen Kreis um uns herum und hielten alle eine an der Traukerze entzündete dünne Kerze. Wie uns nachher erzählt wurde, war unser Treueversprechen so rührend, dass viele ein paar Tränchen verdrückten. Und als wir uns die Ringe angesteckt hatten, fingen – völlig ungeplant – die Gratulationen an. Umarmungen, Küsse, gute Wünsche. Es war so überraschend und unglaublich schön. Als sich alle wieder gesetzt hatten, schloss der freie Theologe die Zeremonie und wir tanzten sozusagen zu I do I do I do aus dem Raum in den Eingangsbereich, wo die Fotografin von allen Gästen mit uns Fotos vor einer weissen Stellwand machte. Unterdessen gab es Sekt und Häppchen und als wir wieder zurückkamen, stellten wir erstaunt fest, dass fast alle am Gästebuchseiten basteln waren. Das hätte ich nie erwartet. Aber wir hatten bis zum Abend von jedem Gast eine Seite mit einem Foto und einem lieben Text! Unsere Trauzeugin hat das super organisiert, indem sie eine Gästeschachtel mit beige farbigem Einband passend zu unserer Einladung mit einzelnen Blättern gefüllt hat, so dass alle Gäste gleichzeitig basteln konnten und niemand auf das Buch warten musste.

Während des Sektempfangs spielten alle meine drei Neffen je auf ihrem Instrument (Klavier, Klarinette und Querflöte) teils mit Begleitung ihres Vaters ein oder zwei Stücke. Und um fünf begann das Konzert. Mein Schatz hat mir zur Hochzeit ein Konzert unseres Lieblingsliedermachers geschenkt und meine einzige Aufgabe war, unsere Beziehung zu seinen Liedern in einer kurzen Rede einzuleiten. Und was war? Selbst das hat richtig Spass gemacht. Das Konzert war berührend, unwirklich und wunderschön. Die Sonne ging langsam unter, die Gäste waren – obwohl ihn die meisten nicht kannten – begeistert, der Raum wurde dunkler und dunkler bis man drinnen fast nur noch die pink- und türkisfarbigen Windlichter auf den Regalen an den Wänden und draussen den Sonnenuntergang über Ludwigshafen sah. Brrrrrr!

Nach dem Konzert fuhren die Abendessensgäste mit dem Bus – mit dem sie schon gekommen waren – nach Heidelberg ins Hotel. Wir reisten alleine und kamen entsprechend auch als Erste an, so dass ich einen kurzen Blick in den Saal werfen konnte. Auch hier stimmte alles. Wirklich gigantisch war dann aber das Essen. Wir haben dort – das Restaurant spielt in unserer Beziehung eine wichtige Rolle, weil viele unserer entscheidenden Begegnungen dort stattgefunden haben – immer gut gegessen, aber so unglaublich gut wie an unserer Hochzeit noch nie. Super Timing! Nach dem Hauptgang haben meine Eltern eine Diashow mit je einem Foto pro Jahr von mir gezeigt. Und meine Freundinnen hatten eine „Wer wird Millionär oder wer wird in Deutschland flittern?“-Sendung vorbereitet, bei der meine Liebste die Kandidatin war. Sehr angenehm für mich, die ich bei den Fragen über mich einzig ihre Flüsterjokerin sein musste. Zum Glück konnten wir alles beantworten und erhielten als Preis schliesslich unser Hochzeitsgeschenk, ein Golf-Wochenende im Schwarzwald.

Der letzte Höhepunkt war schliesslich unsere Hochzeitstorte. Am liebsten hätte ich ja eine dreistöckige direkt aufeinander geschichtete Torte mit Fondantüberzug und weissen Orchideen mit goldenem Gesicht gehabt, aber das konnte unser Konditor nicht. Seine dreistöckige weisse Torte auf einem Gestell mit Fondant und rosa und pinkfarbigen Rosen und Goldstaub war aber so viel schöner als erwartet, dass ich total glücklich war. Und das Beste: Sie schmeckte super.

Für alle, die bis hierhin durchgehalten haben, gibt’s hier ein paar Bilder. Bitte seid nicht böse, dass ich nach Möglichkeit keine Drittpersonen veröffentlichen mag. http://www.pixum.de/viewalbum/?id=2856527

Alles in allem hätte unser Fest nicht schöner sein können und das Allerschönste dabei ist dieses anhaltende Glücks- und Nähegefühl, das uns seither verbindet. Ich wünsche allen, die es noch vor sich haben, ein ebenso unvergessliches Fest!

Mit lieben Grüssen,
Laure

Vielen lieben dank, für deinen Bericht…wundervolle Bilder…man sieht wie glücklich ihr seit !

Liebe grüße
Schmusemama

so und jetzt hast du es geschafft. ich sitz vor’m pc und die tastatur is’ schon ganz nass. ich gebe es zu, bin einfach zu nah am wasser gebaut! dein bericht hat mich total gerührt. schnieff

und in dein kleid bin ich total verliebt, das gefällt mir total gut. hät auch gern so ein kleid :wink:

ich wünsche euch von herzen alles liebe für euren gemeinsamen weg als ehepaar. und bewahr dir dein bezauberndes lächeln, damit lässt dich selbst die trübste wolke vertreiben :wink:

Wow! Das absolute Wahnsinn!
Ein toller Bericht und eine super schöne Hochzeit!
Ihr saht total entspannt und glücklich aus! Auch auf den Paarfotos kann man nicht erkennen, dass deine Liebste darauf eigentlich keine Lust hatte.
Wunderschön!
Auch wie ihr farblich zueinander gepasst habt… herrlich!

xxx

Wunder-wunder-wunder-schön!!! Vielen Dank für den berührenden Bericht! Ich mußte mir auch ein paar Tränchen verdrücken … Die Fotos sind ganz wundervoll, man sieht, dass Ihr sehr sehr glücklich seid!!

LG
Bavaria

Beim Lesen Deines berichtes bekommt man ja wirklich Gänshaut :smiley:

Da kann sich jede Braut hier ja nur wünschen einen so schönen Hochzeitsttag zu verbringen wie Ihr zwei!

Wirklich toll!

Wie schön!!!

Ihr scheint einen traumhaft schönen Tag gehabt zu haben und das freut mich sehr für euch :smiley: !

Dein kleid und der Anzug deiner Liebsten sehen einfach super aus, eure Locations, die Deko, dein Strauß, … einfach perfekt und wunderschön!

Ich bewundere jeden, der sich ein selbst gesprochenes Treueversprechen traut. Ich finde es so schön, aber weil wir auch beim Standesamt schon so aufgeregt waren, dass selbst das “JA” schon eine Herausforderung war, haben wir uns für die freie Trauung dagegen entschieden.

Liebe Grüße, auch an deine Liebste,

Anna

liebe laure,

danke für deinen bericht und lass dir gesagt sein: du hast ganz wundervoll in deinem kleid ausgesehen. ich wünsche euch, dass euer gemeinsames leben genauso strahlend verläuft, wie euer hochzeitstag.

liebe grüße und sei gedrückt,

clarence

Liebe Laure,

alles, alles Liebe zu eurer Traum-Hochzeit! Der Bericht war so rührend und die Fotos sind einfach schön! Danke, dass du das alles mit uns teilst!

Iris

Liebe Laure,

vielen herzlichen dank für deinen traumhaften bericht. wunderschön!!!

und die Bilder… wunderwunderwunderschön!!!. Ihr beiden seht so toll und glücklich zusammen aus und alles ist so wunderbar aufeinander abgestimmt!!! Dein Kleid ist so toll und die Farben …sehr sehr schön! Ach ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus.

alles Glück der welt euch beiden

lg süssi

Liebe Laure

Dir und Deiner Frau wünsche ich an dieser Stelle nochmal alles alles Gute !

Du warst eine wunderschöne Braut und der Anzug deiner Liebsten passte einfach wundervoll.

Und ich bin ja verdammt Neidisch auf Euer Wetter - Sonne pur. Das hatte ich im Juli nicht :smile:

LG Teufelchen

Wundervoll!
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die tollen Bilder!

Für euch zwei die Besten Wünsche!