Lohnsteuerklasse, Versicherung wo kann man sparen und wie ?

Hallo allezusammen

ich weiss das es eigentlich kein schönes Thema ist, aber jetzt wo wir verheiratet sind müssen wir uns nun mal damit beschäftigen und leider habe ich im Internet keine Ausreichende Informationen erhalten.

Meine Frage ist wo und wie kann ich/wir nun aufgrund unserer Hochzeit einsparungen machen.
Steurklasse, welche sollten wir nehmen wenn unser Gehaltsunterschied 300€ ausmacht.
Versicherung, bei welchen Versicherungen kann man den Lebenspartner mitversichern.

Wie melde ich das alles um sicherlich wird jeweils eine Heiratsurkunde (im Stammbuch) und mein neuer Personalausweis benötigt.

Also wie ihr seht habe ich von verwaltung überhaupt keine AHnung und tute mir sehr schwer, deswegen wäre ich über eine Ideoten sichere AUfklärung dankbar.

Liebe Grüße
Dany

1.)
steuerklassenwechsel zu drei und fünf lohnt sich eigentlich nur, wenn das Gehaltsverhältniss 60/40% its - wir haben also beide vier.
2.)
Bei Versicherungen kann man Hausrat und Haftpflicht zusammenfügen und sollte ggf Risikolebensversicherungen abschließen, mit dem jeweils anderen als Begünstigten. Ist aber sicher Geschmackssache.
Bei den Versicherungen ist es normalerweise so, dass die zuletzt geschlossene einfach gekündigt werden kann! Aber Vorsicht, meine weigert sich und wir dürfen jetzt noch 6 Jahre doppelt zahlen!!!

Hallo Dany,

also, das mit den Lohnsteuerklassen ist so:
Als Verheiratete habt Ihr entweder beide Lohnsteuerklasse IV oder der eine hat III und der andere die V. Wenn z.B. Du mehr als 60% Eures Gesamteinkommens verdienst, dann lohnt sich für Dich die III, und Dein armer Mann muß die V nehmen. Du bekommst dann schön mehr Geld und Dein Mann weniger, aber das gleicht sich am Ende wieder aus. Oder eben umgekehrt, wenn Dein Mann mehr verdient als Du.
Verdient Ihr ähnlich gleich, dann nehmt Ihr beide IV.
Generell gehen nur die Kombis IV+IV oder III+V.
Ändern kannst Du die Lohnsteuerklassen bei Eurer Gemeinde/Bürgerbüro oder wie immer das bei Euch heißt. Ihr braucht dazu beide Lohnsteuerkarten und die Heiratsurkunde, und bei uns reichte das, wenn einer der beiden erschien.

Was die anderen Änderungen betrifft, ich habe einfach die entsprechenden Firmen angerufen und gefragt, was die haben wollten. Manchmal kann man die Sachen auch direkt auf den Firmenhomepages machen. Bei meiner Bank bin ich einfach mit der Heiratsurkunde vorbeigegangen. Bei der Krankenkasse bin ich auch vorbeigegangen, die wollten nicht mal die Heiratsurkunde sehen. Das ist echt total verschieden. Ebay z.B. mußte ich eine Kopie der Heiratsurkunde schicken, dazu einen ausgedruckten Antrag sowie eine schriftliche Stellungnahme, wieso ich meinen Namen ändere. Bekloppt! :unamused:
Ein Patentrezept gibts nicht, Du mußt da wohl einfach durch.

Zu den Versicherungen kann ich nur sagen, daß mein Mann und ich schon vor unserer Hochzeit eine gemeinsame Hausrat- und Haftpflichtversicherung hatten, das geht nämlich auch schon als “eheähnliche Gemeinschaft”. Die beiden kann man also auf jeden Fall zusammenlegen.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bißchen helfen.
Dieser Namensänderungskram ist wirklich das einzige, was ich an unserer Hochzeit nicht gut fand. :mrgreen:

LG,
Katharina

es wurde eh schon alles erklärt :wink:

wir haben auch 4/4

Hei!

wir haben auch 4/4, ohne Kinder macht das glaube ich auch nicht wirklich was aus bei der Steuer. Mit Kind ist klasse, denke ich, wenn dann auch noch nur einer arbeitet, kriegst du richtig was zurück im Hochzeits Jahr.

Bei den Versicherungen hatten wir auch schon das meiste vorher zusammengelegt, Haftpflicht, Hausrat, Rechtschutz… und gegenseitige Kontovollmacht kannst du auch so beantragen.

Muss man das der Krankenkasse melden??? a-ha.

Ro

Ein wichtiger Punkt:

Wenn Ihr beide vor der Ehe schon getrennt voneinander private Vorsorge betrieben habt, also Lebensversicherung, Bausparverträge, Fondssparen etc., dann solltet Ihr Euch jetzt gegenseitig für alle Verträge bevollmächtigen. Sollte einem von Euch etwas zustoßen (was wir ja nicht hoffen wollen), kommt der andere nämlich im Zweifelsfall an das Geld nicht heran - z.B. im Koma-Fall. Bei Tod eines Ehepartners wird das Vermögen auch erst freigegeben, wenn alles einwandfrei geklärt ist, das kann sich manchmal auch hinziehen, gerade Versicherungen prüfen gerne mal was länger.

Die Begünstigten-Regelungen würde ich mir auch nochmal angucken: Steht überall der Ehepartner drin? Manchmal gibt es auch die Formulierung “gesetzliche Erbfolge”, das ist dann jetzt automatisch der Ehepartner. Natürlich nur, wenn Ihr das auch so wollt. Wenn nicht, müßt Ihr jetzt explizit überall den Begünstigten eintragen lassen (z.B. Patenkind).

Wir haben eine MLP-Tante, die alles für uns mungerecht aufbereitet hat (sehr bequem), aber im Zweifelsfall würde ich einfach die einzelnen Versicherungsgesellschaften anrufen und nachfragen.

Hallo!

Wir nehmen wohl auch 4/4. Wozu ich bemerken muss: wozu eigentlich das altbackene Ehegattensplitting?

Wenn Kinder da sind und betreut werden sollen, sehe ich ja noch ein wenig ein, dass ich das als ‘Vollsteuerzahlerin’ finanzieren soll. Aber dafür, dass ein Ehepartner daheim ist (oder eben weniger Geld verdient als der andere)…?! Warum soll eigentlich ICH das mit meinen (und anderen) gezahlten Steuern finanzieren/ausgleichen? Total rückständiges Deutschland.

Sollen die (Regierung) doch lieber mal nach Kinderbeteuungsplätzen schauen und nicht die Frauen (sind ja meist diese auch wenn in letzter Zeit doch immer Männer auch eine Zeit lang die Kinder betreuen) zu einer Zwangsaufenthalt zu Hause verbannen. WENN jemand gerne daheim seine Kinder betreuen möchte, habe ich da auch nix gegen (da gibt es ja auch wirklich unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungen zu) - aber bitte doch nicht von ‘MEINEM’ Geld.

Nur mal so am Rande duck und weg

LG Britta

Hihi,

wenn du da mal nciht was losgetreten hast :wink:

offtopic on oder wie war das
der meinige freut sich schon auf das Gesicht von seinem Chef, wenn er ihm sagt, dass er zuhause bleibt :smiley: (also irgendwann 2008)
Aber nicht lang, denn bei uns gibt´s ne Krippe, Kindergarten und Hort neben der Grundschule (u.a. ein Grund für die Ortswahl) fehlt nur noch die zweisprachigkeit, aber das kann ja noch kommen…

offtopic off

Ro

Äh…wie? Verstehe ich jetzt nicht.

Wenn Ihr 4/4 habt, bekommt jeder das raus, was er vorher auch rausbekommen hat - nur beim Jahresausgleich bekommt Ihr evtl. etwas zurück, weil unsere Verfassung eben auf christlichen Grundsätzen beruht und daher die Familie im Sinne von Ehe fördert (das kann man jetzt gut finden oder bleiben lassen, so ist es eben). Wer lebt bei Euch also von wessen Geld? Jeder von seinem, oder?

Ich finde es gut und richtig, wenn ein Elternteil die erste Zeit zu Hause bleibt. Ich halte überhaupt nichts davon, ein Kind in die Welt zu setzen und nach sechs Wochen wieder in Vollzeit arbeiten zu gehen. Verantwortung für ein Kind ist in meinen Augen mehr als die Zeugung, das Futter und das Finanzieren einer Ausbildung. Wobei es nicht so entscheidend ist, wer von beiden zu Hause bleibt.

Als “total rückständig” würde ich diese Einstellung aber nicht betrachten. Schließlich sind meine Kinder auch Deine Zukunft (auch wenn sie Deine Rente nicht zahlen werden, sie werden die Wirtschaft am Laufen halt, von der Du leben wirst).