Ökumenische Trauung?

Hi,

wir sind unterschiedlicher Konfession und fragen uns gerade, ob wir uns ökumenisch trauen lassen sollen.
Wir haben bereits einen ev. Pfarrer ausgesucht. Laut Internet muss die ökum. Trauung nicht zwingend von einem kath. Pfarrer begleitet werden.
Benötigt wird nur der Zuspruch der kath. Kirche.
Was haltet Ihr von ökum. Trauungen? Gibt es Vor- bzw. Nachteile?

Moin!
Freunde von uns haben sich letztes Jahr ökomenisch trauen lassen! Das fand ich total schön! Die beiden Pfarrer/Priester haben sich aber auch auf Anhieb super verstanden und haben den Gottesdienst unvergesslich werden lassen.
Ich persönlich stelle es mir schwierig vor, falls es später Kinder geben sollte, zwei Konfessionen in einem Haushalt zu haben. Bei meinen Großeltern war das so und das haben wir Enkel manchmal auch mitbekommen, das war schon sehr merkwürdig. Kann natürlich auch die Offenheit anderen Religionen gegenüber förder.
An sich würde ich sagen Daumen hoch!
LG

xx

xx

Ich stimme janeblue zu.

Mein Mann ist evangelisch, ich katholisch. Wir heiraten in einer katholischen Messe, und werden katholisch getraut - ohne evangelische “Einflüsse”.

Wir könnten auch in einen ökumenischen Wortgottesdienst evangelisch getraut werden.

Egal welche Regelung ist nehmt: ihr benötigt immer die Taufunterlagen von beiden.

Hier gibt’s auch einen Beitrag im Forum, der schon etwas älteren Datums ist aber natürlich immer noch gilt.

http://www.weddingstyle.de/chat/forum/viewtopic.php?t=3384&highlight=

Es lohnt sich immer wieder, die Suchfunktion zu nutzen. :wink:

Gruss
gioconda

Hallo Claudia!

Mein Mann und ich haben “ökumenisch” geheiratet. Ih bin evangelich, mein Mnn katholisch.

Wie meine Vorrednerinnen schon gesagt haben gibt es keine rein ökumenische Trauung, da es ja keine ökumnischen Pfarrer gibt.
Es gibt katholische Trauungen mit evangelischem Beistand oder evangelische Trauungen mit katholischem Beistand. Abhängig ist das unter anderem von der Kirche in der ihr heitatet. Wir haben in einer katholischen Kirche geheiratet, weswegen wir einen katholischen Wortgottesdienst mit evangelischem Beistand hatten. Wir durften dort nicht evangelisch heiraten.Wir konnten keine Messe halten, da die Katholiken ja kein Abendmahl an Evangelen ausgeben dürfen.
Der katholische Pater hatte den Hauptpart und meine Tante, die der evangelische Teil war, hatte sozusagn die Nebenrolle. Wer welchen Part übernimmt ist , glaube ich vorgeschrieben. Aber sprich mal mit dem Pfarrer der euc trauuen soll, der kann dir das alles sicherlich genau erklären.

Das 2verschiedene Konfessionen sich in einer Ehe nicht gut ergänzen kann ich nicht bestätigen! Aber ich habe das “Glück”, dass der Glauben meines Mannes nicht sehr stark ist. Allerdings gab es schon die ein oder andere Diskussion über die Taufe unseres Kindes. Aber wir haben uns jetzt darauf geeinigt, dass es, wie ich, evangelisch getauft wird. Allerdings werden wir versuchen es “ökumenisch” zu erziehen. Beide Seiten haben ihre Vor- und Nachteile und wir werden versuchen ihr das wichtigste von beidem mitzugeben. So wie auch wir den Glauben so leben, wie wir ihn verstehen und dahinter stehen.
Ich denke, dass die Glaubensrichtungen sich genauso gut ergänzen wie sich unterschiedliche Eheleute ergänzen können.

Gäbe es die Glaubnsrichtung “ökumenich”- ich wärs!

So, ist jetzt doch ziemlich lang geworden…

LG Rike*

Meine erste Trauung war auch “ökomenisch”
eine evangelische Trauung mit katholischem Pfarrer, der Katholische Pfarrer hält in diesem Fall i.d.R. die Predigt.
War total schön, obwohl der Kath. Pfarrer schon über 80 war hatte er immer nen Witz auf den Lippen. :smile:

Ich hab mit konfessionsverschiedenen Ehen eigentlich (fast) nur gute Erfahrungen. Ist bei uns schon Tradition:
meine Oma ev. mein Opa kath.
meine Tante ev. mein Onkel kath
meine Mutter ev. mein Papa kath
ich ev. mein EX-Mann kath. (leider hats nicht geklappt) = unsere Jungs sind evangelisch getauft.
ich ev. mein Zukünftiger kath. (wenn wir noch ein Kind bekommen soll dieses katholisch getauft werden)

wichtig ist mir das die Kinder getauft werden und christlich erzogen, welcher Konfession sie angehören ist mir nicht ganz so wichtig, wenn dann wird von beiden etwas in die Erziehung einfließen.

Wie Stefan und ich heiraten werden ist noch nicht ganz raus, wir müssen erstmal mit dem katholischen Pfarrer von Stefan reden.
Unser (mein) ev. Pfarrer ist sehr aufgeschlossen und auch ein ganz toller Pfarrer. Ihn will ich auf alle Fälle dabei haben!

Tanja

Wir haben uns auch für eine ökumenische Trauung entschieden. Mein Schatz ist katholisch und ich bin evangelisch. Wir stellen uns das sehr schön vor, wenn von beiden Richtungen etwas zur Trauung beigetragen wird. Bei uns wird es auch noch etwas komplizierter, da wir uns in der ev. Kirche meines Heimatortes von zwei “ortsfremden” Pfarrern trauen lassen werden.

Es ist tatsächlich so, wie es Janeblue erklärt hat, es gibt keine “wirkliche” ökumenische Trauung. Es kommt letztlich darauf an, welcher der beiden Pfarrer den Trausegen spricht.

Was Ihr beachten solltet, falls Ihr Euch rein ev. trauen lassen werdet: Ihr benötigt einen sog. Dispens, damit die Ehe auch bei der kath. Kirche anerkannt ist. Das heißt, der Bischoff muss die Anerkennung bestätigen.

Hier eine sehr gute Erläuterung von “Wer Weiss Was”:

"Für die rk Kirche ist die Ehe ein Sakrament, das sich die Eheleute gegenseitig spenden. Sie versichern sich dabei im Angesicht und unter der Zeugenschaft Gottes, daß sie bis ans Lebensende zusammen sein werden. Ein Sakrament ist etwas hochheiliges, daß man wohl keinesfalls nur pro-forma durchführen sollte. Allerdings gibt es in der rk Kirche auch die Möglichkeit, einen reinen Traugottesdienst (also keine Messe, d.h. keine Kommunion, was wiederum kein Sakrament bedeutet) durchführen zu lassen.

Nachdem Luther erklärt hatte, daß die Ehe ein “weltlich Ding” sei, gibt es für ev Christen nicht die Notwendigkeit einer kirchlichen Eheschließung. Bei einem ev Traugottesdienst geht es dann darum, zusammen mit der Traugemeinde Gott um seinen Segen für eine lebenslange Gemeinschaft zweier Menschen zu bitten.
Der Anspruch an die Ernsthaftigkeit der Beziehung unterscheidet sich bei den Konfessionen jedoch nicht.

Bei beiden Kirchen wird die Ehe vor Gott (!) geschlossen. Im rk Verständnis ist die Ehe (da Sakrament) nicht auflösbar, daher auch die Probleme in manchen Arbeitsverhältnissen, wenn sich ein Geschiedener, der zuvor rk verheiratet war, wieder verheiratet. In der ev Kirche sieht man eine Scheidung in der Regel als ein Zeichen der Fehlbarkeit des Menschen."

Obwohl der Ehe in der katholischen und der evangelischen Kirche ein paar Unterschiede zugewiesen werden, ist doch die Bedeutung wohl die gleiche.

glg vom Annalenchen

boah Kind…

das hast du prima ausgedrückt :smiley:

Außerdem haben wir ja alle den gleichen Gott und glauben an die Dreifaltigkeit: Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Mir wurde mal erklärt, der evangelische Traugottesdienst, wäre ein Dankgottesdienst mit Bitte um Segnung der ehelichen Gemeinschaft.

Liebe Grüße

mamalenchen

Auch wir werden eine ökumenische Trauung haben, da, wie bei annalenchen, mein Mann katholisch ist und ich evangelisch. Trauen lassen wir uns in einer evangelischen Kirche. Für uns von Anfang an klar, dass wir beide Kirchen “vertreten” haben wollen. Es hat zwar etwas länger gedauert, bis wir einen katholischen Pfarrer gefunden haben, aber das hat mittlerweile auch geklappt. Alles wird gut!

Mein Schatz ist evangelisch und ich bin katholisch. Wir haben uns dann letztes Jahr katholisch trauen lassen, allerdings haben wir keinen Brautmesse gemacht sondern nur den Wortgottesdienst.

Es kommt auf euren Priester an wie der das handhabt. In der Regel ist es so, dass man - wenn man eine Brautmesse wünscht - sich einigen muss nach welcher Konfession diese gestaltet werden soll.