Pfarrer nervt

Hallo liebe Bräute-

ich muß das jetzt mal loswerden. Ich bin nämlich gerade richtig stinkig was unseren Pfarrer angeht. Wir dürfen gar nichts selbst bestimmen. Ob Lieder oder Sänger oder Ablauf. Selbst die Kirchenhefte will er nur selbst machen. Er sagt, er hätte mal ein Brautpaar gehabt, das alles falsch geschrieben hätte.

Finde ich echt nervig. Wie seht ihr das?

Hallo Tanja,

ich kann deinen Ärger gut verstehen. Das ist echt gemein!

Wir hatten da mehr Glück, unser Pfarrer hat nur ein paar Einschränkungen gemacht. Also der Trauspruch sollte aus der Bibel sein und die meisten Lider sollten Kirchenlieder sein. In den Fürbitten sollte Gott vorkommen. Das Kirchenheft wollte er nur vorher einmal sehen.
Aber ich habe schon einige Bräute kennengelernt, denen es ähnlich ging wie dir.

Traut ihr euch katholisch oder evangelisch?Welche Lieder habt ihr euch ausgesucht?

Vielleicht könnt ihr ja nochmal mit dem Pfarrer sprechen und versuchen ihm klarzumachen, dass es sich schliesslich um EURE Trauung handelt, die ihr in jedem Falle mitgestalten wollt. Bringt ihm vielleicht einen Entwurf eures Kirchenheftes mit. Es ist doch möglich, dass ihr ihn überzeugen könnt!

Ansonsten fragt doch mal in der Kirchengemeinde nach, ob die Möglichkeit besteht , dass euch ein anderer Pfarrer traut.

Drücke dir die Daumen, dass alles gut wird!

HalloTanja,

das ist ja echt doof. Ich habe auch etwas Angst davor und deshalb werden wir uns den Pfarrer in Kürze mal “ansehen”. Wir haben nämlich auch sehr genaue Vorstellungen von der Messe und welche Lesung gehalten werden soll etc…Wenn es in der Kirche nicht klappt, werden wir uns auf jeden Fall eine andere Kirche mit einem verständnisvollerem Pfarrer suchen.

Eine Kollegin von mir durfte beispielsweise auch nicht von ihrem Vater reingebracht werden… Ich verstehe das nicht, warum manche Pfarrer einem so den Spaß an dem Gestalten verderben wollen.

Das zum Beispiel der Trauspruch aus der Bibel ist, kann ich verstehen.Es ist ja schließlich auch ein christliches Fest. Bloß welcher Spruch zu uns paßt und welchen wir als “Ehemotto” haben möchten, sollte doch unsere Entscheidung sein.

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass ihr ihn noch überzeugen könnt…der Tipp mit dem Kirchenheft zeigen finde ich auch sehr gut. Wenn ihr es noch nicht habt, könnt ihr ihm vieleicht eure Ideen zusammen stellen und zeigen… ansonsten würde ich mir eine Alternative überlegen.

Liebe Grüße
Petra

Hallo Maibraut,

das mit dem “vom Vater reiführen lassen” ist so eine Sache bei Pfarrern.
Unserer hat es nicht verboten, wollte aber du bedenken geben, welche Symbolik das hat. Er sagte das die eigentliche, ursprüngliche Bedeutung dieser “Übergabe” ist, dass die Braut in den **Herrschaftsbereich ** des Mannes übergeht. Da stellen sich doch alle Nackenhaare auf. Wir haben uns das Ganze einfach anders vorgestellt: die Braut geht von der Obhut des Vaters in die ihres Mannes über. Das hört sich doch schöner an, oder?
Ich hatte es mir immer vorgestellt, dass mein Vater mit mir einzieht und davon habe ich mich nicht abbrigen lassen.

Mit dem Trauspruch haben wir das so gemacht, dass wir einfach zwei haben. Denn den “nicht biblischen” hatten wir schon auf die Einladungen gedruckt".

Wie gesagt, ansonsten war unser Pfarrer einfach nur super. Der Traugottesdienst war ganz toll. Aber leider sind eben nicht alle so locker.

ach herrje :open_mouth:
wenn ich mir das so anhöre, bekomme ich richtig angst vom pfarrer. unserer hat auch so seine eigenheiten…
wir haben bisher nur den termin mit dem pfarrer ausgemacht und sollen dann so im märz/april kommen und das ehegespräch führen. er will dann mit uns über den ablauf usw sprechen. da wir erst im oktober heiraten, haben wir noch etwas zeit.
aber über den ablauf haben wir uns noch überhaupt keine gedanken gemacht. auch nicht über nen trauspruch oder die lieder oder das ganze

ich glaub, ich muss mich mal informieren gehen

Hallo Schneckerl,

keine Angst :wink:

Es sind ja nicht alle so konservativ. Und wenn doch findet man bestimmt immer einen Weg um sich zu einigen.
Bei all der Planungsfreude und der Sentimentalität darf man eben auch nicht vergessen, dass man ja bei der kirchlichen Trauung die Ehe vor Gott eingehen möchte. Also (so meine Meinung) sollte die Trauung nicht nur einen kirchlichen, bzw. biblischen Rahmen haben, sondern auch einen entsprechenden Inhalt.

Ich habe Bräute kennengelernt, die wollten einen nicht biblischen Trauspruch, eine nicht biblische Lesung und hatten nur nicht kirchliche Liebeslieder ausgewählt. Als dann der Pfarrer nicht einverstanden war, haben sie noch auf ihn geschimpft.

Also wenn alles ausgewogen ist, braucht man sich sicher keine Gedanken machen.

Unser Pfarrer sagte: “Ich muß nur aufpassen, dass der Gottetsdienst auch ein Gottesdienst bleibt.” Und das fand ich sehr gut!

Hallo Schneckerl,

ich kann Schneewittchen nur zustimmen. Ich finde auch, dass eine kirchliche Trauung einen kirchlichen Inhalt haben soll… und wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, findet man ganz tolle Texte,Fürbitten und Lieder aus der Bibel. Ich denke auch, dass der Pfarrer dann eigentlich nichts dagegen haben kann.

Da ich kirchlich nicht so bewandert bin, habe ich mir ein Buch gekauft und sehr viel im Internet recherchiert. Mein Freund kommt aus einer sehr christlichen Familie und ich bin eigentlich nicht so der Kirchengänger. Durch das Beschäftigen mit der Hochzeit entdecke ich jedoch wieder interesse daran.Mir ist es wichtig, dass wir uns auch vor Gott das Ja-Wort geben und außerdem entscheidet man sich im katholischen Glauben für immer für den Partner (halt bis das der Tod euch scheidet) und den Gedanken finde ich sehr schön.

@ Schneewittchen: Neeeein den HERSCHAFTBEREICH will ich wirklich nicht…in die Obhut ja :wink: ist wirklich ein riesen Unterschied in den Definitionen. Ich finde das schön, wenn mein Vater mich übergibt und ich denke mein Vater wäre auch traurig, wenn er es nicht machen könnte (obwohl er es nieeee zugeben würde). Er war nämlich bei meiner Schwester stolz wie Oskar.

Lieben Gruß
Petra

— Begin quote from "MaiBraut"

Ich finde das schön, wenn mein Vater mich übergibt und ich denke mein Vater wäre auch traurig, wenn er es nicht machen könnte

— End quote

Genau das war auch der Grund, warum ich mich davon nicht abbringen lassen wollte :smiley:
Definition hin oder her, es ist ja auch wichtiger, welche Bedeutung es für dich selbst hat.

naja, dann bin ich mal auf unser gespräch neugierig

hab gestern meinen papa gefragt, ob er mich “übergeben” würde und was sagt er??
ja, aber natürlich sehr gerne
:smiley: :smiley: :smiley: