Problem-Freundin zur Trauzeugin

Hallo, ich bin mir nicht ganz sicher, ob dies hier das richtige Forum ist, aber nun bin ich schon hier. Meine beste Freundin und Trauzeugin ist so komisch, seit ich mich verlobt habe, aber ich hatte einfach noch nicht die Zeit, mich damit zu beschäftigen (Stress pur). Ich weiß, dass sie schon länger ledig ist und damit hadert, sonst aber ein ganz erfülltes Leben hat, toller Job, klasse Körper, nette Freunde.

Gestern haben wir uns auf einen Kaffee getroffen und ich habe mir den ganzen Rachen verbrüht. Sie hat sich mehreren Eingriffen (Schönheitsoperation) unterzogen, ihr Gesicht sieht völlig fremd aus. Sie hat dann auch angefangen, zu weinen, weil ihr das Ergebnis überhaupt nicht gefällt und mir offenbart, dass sie psychisch am Ende ist und sich total einsam fühlt, seit ich quasi unter der Haube bin.

Nun stehe ich also vor mehreren Problemen: Bis zu meiner Hochzeit muss ich sie zumindest so weit betreuen, dass sie sich wieder im Griff hat - das ist meine Aufgabe als BF und ich möchte ja auch, pragmatisch gesprochen, ein schönes Fest haben. Dazu kommt, dass ihr Gesicht eben total entstellt ist. Ich habe sie noch nicht näher zu den Umständen befragen können, aber ihre Mimik schreit “Pfusch-Doktor”!..

Nun will ich ihr das Geld für eine korrektive Schönheitsoperation gern auslegen, habe aber selbst nur ein begrenztes Budget. Weiß eine unter euch Damen von anderen Finanzierungsmöglichkeiten? Verzweifeltst, saxobride

Es klingt für mich sehr danach, als sei nicht deine Hochzeit das Problem, sondern als läge da ein tieferes Problem bei deiner Freundin begraben. Das hat sicher auch etwas mit dem Selbstbewusstsein zu tun und einem Minderwertigkeitskomplex.
Es liegt ja nicht konkret an deiner Hochzeit, dass sie sich so schlecht fühlt und mit sich nicht klar kommt, sondern eher daran, dass sie Unzufriedenheit mit ihrem eigenen Lebensentwurf plagt. Was ich damit sagen will: Du solltest dich bitte auf keinen Fall schlecht fühlen oder verantwortlich fühlen für das Unglück mit den Schönheitsoperationen.

Als BFF hast du aber auch Verpflichtungen, sehe ich auch so. Was genau hat sie denn machen lassen? Face Lift? Falten aufspritzen? Botox? Da könnte sie Glück haben und es ist bis Dezember wieder weg. Das vergeht meist nach einem 3/4 Jahr wieder und löst sich auf.

Denn dann hilft auch eine korrektive Schönheitsoperation nicht. Ich würde in jedem Fall zu einem echt Doktor gehen. Beim Aussehen wäre mir das heilig und auch egal, wie viel es kostet. Eine Klinik, die jetzt öfter auch in den Medien war (hab ich bei taff gesehen) war die Villa Bella: http://villa-bella.org/ Da gibt es für schlimmere Unglücke sicher auch eine Beratung.

Seelsorge kann dir das allerdings nicht ersparen. Sprich einfach viel mit ihr. Das Problem ist ja meist eine Angst, und wenn ihr die habt, dann sollte das zu bearbeiten sein.
Halt uns mal auf dem Laufenden!

Das ist ja echt bitter, so viel Stress und dann noch deine Trauzeugin.
Ich würde ich neben den Besuch des Chirurgen auch zu einen Psychologen schicken.
Das wird sonst sehr schwer für sie.

Ohh Man, wünsche dir auch das allerbeste.

Das hört sich wirklich schrecklich an :frowning:

Ohje, die Arme. Für dich ist das natürlich auch schwierig, aber ich finde es wirklich großartig, dass du ihr da so unter die Arme greifst! Diese Freundschaft wird bestimmt für immer halten :slight_smile:

Wenn sie sich einsam fühlt liegt es vll. daran dass du weniger Zeit als sonst mit ihr verbringst (ist ja auch verständlich, die Hochzeitsvorbereitungen schüttelt man ja nicht einfach so aus dem Ärmel). Und eine verpfuschte OP würde jeden niederdrücken. Ausser vielen Gesprächen fällt mir nur noch ein dass sie einen Kredit aufnimmt und dann zu einem professionellen Arzt geht. Mir wäre es das auf jeden Fall wert. Vielleicht hat sie auch noch andere Freunde die ihr ein wenig helfen können.

Sehr sehr schwierig, schon die OPs an sich waren sicher ein Hilferuf. Bevor ich ihr aber eine neue OP finanziere, würde ich eher für sie dasein und ihr einen Psychologen empfehlen. Ihre Probleme werden sicher nicht mit der nächsten OP vorbei sein. Ich würde sie erstmal von Trauzeuginen-“Job” erlösen und mich so intensiv um sie kümmern wie es eben die eigene Zeit zulässt. Wenn sie eh schon angeschlagen ist, ist der Stress bestimmt nicht gut für sie.
Grüße