Probleme mit der Ökumene

Hallo,

wir werden eine katholische Trauung mit evangelischen Beistand haben-ich bin evangelisch, mein Verlobter katholisch. Das Problem: soll es nur ein Wortgottestdienst, oder eine volle Messe mit Eucharistiefeier werden?

Der kath. Pfarrer meint, in Deutschland sei in diesen Fällen nur ein Wortgottesdienst üblich (also ohne Eucharistie), die Eucharistiefeier würde das Trennende zwischen den Konfessionen betonen.

Meinem Verlobten ist es aber sehr wichtig, eine Messe zu haben (also mit Eucharistie). Der Pfarrer wäre grundsätzlich bereit, eine Messe zu feiern, aber wir sind jetzt unsicher…die Nicht-Katholiken dürfen ja dann nicht die Kommunion empfangen, also ich auch nicht.

Gibt es hier jemand, der auch eine katholische Trauung mit evangelischen Beistand hat? Wie löst ihr das Problem? Macht ihr (nur) einen Wortgottesdienst?
lg terry

Wir werden auch einen ökumenischen Gottesdienst haben (katholisch mit evangelischem Beistand). Die Trauung führt der katholische Priester durch, die Predigt macht der evangelische Priester. Bei uns wird es “nur” ein Wortgottesdienst. Das finden wir aber in Ordnung, auf diese Weise umgehen wir das Problem mit der Eucharistie.

Hallo,
ich schließe mich Waldrandfee an. Bei uns läuft es genauso ab. Ich fände es auch nicht gut, wenn der Unterschied zwischen katholisch und evangelisch in diesem Fall so arg betont würde -immerhin soll es ja eine ökumenische Trauung sein.

LG

Toffee

danke ihr Lieben. Anscheinend ist der Wortgottesdienst ja üblicher. Wie macht ihr das, dass die evangelischen Gäste an den richtigen Stellen aufstehen? Ich hab an einen Hinweis im Kirchenheft gedacht (“Die Gemeinde steht”). Auch diese Antworten “und mit deinem Geiste”, “Dank sei Gott dem Herrn” usw gibt es jedenfalls in meiner württembergischen Landeskirche nicht. Schreibt man sowas ins Kirchenheft? Oder nimmt man in Kauf, dass nur die Hälfte diese Dinge sagt? Wäre dankbar für eure Gedanken!

Hallo Terry

die anderen Texte würde ich fast aufnehmen. Das mit dem Aufstehen würde ich nicht tun. Ich selbst stehe einfach immer dann auf, wenn die anderen das tun (bin evangelisch). Der Pastor ist da ein gute Orientierungspunkt oder eben das Brautpaar :smile:

Liebe Grüße
Britta

Hi Terry,
bei uns wird es andersherum sein: ein evangelischer Gottesdienst mit kath. Beistand. Ich denke was die Frage Wortgottesdienst oder Messe betrifft genau wie Toffee und finde, dass ein Wortgottesdienst bei einer “ökumenischen Trauung” (die es ja in dem Sinn eigentlich gar nicht gibt) passender ist. Ich war (durch meinen kath. Freund) schon bei einigen kath. Gottesdiensten und kann trotzdem noch nicht mitsprechen bei den ganzen Dingen, die die Gemeinde sagt. Das ist immer wieder ein komisches Gefühl für mich. Beim Aufstehen empfinde ich es als weit weniger störend, da kann man ja wirklich ohne Probleme “mitmachen”. Von daher würde ich es begrüßen, wenn die Texte im Kirchenheft stünden.
Liebe Grüße, Carrie.

Hallo nochmal,

ich sehe es genau so wie Britta: die wichtigen Mitsprech-Texte aufnehmen, das mit dem Aufstehen aber weglassen. Bei uns ist das glücklicherweise kein Problem, da wir kurioserweise in einer evangelisch geweihten Kirche katholisch heiraten. Somit hat der evangelische Pfarrer “Hausrecht”, und er hält es grundsätzlich so, dass er immer ansagt, was als nächstes passiert. Auf diese Weise haben wir das Was-soll-ich-jetzt-tun?-Problem gar nicht. Ich weiß aber von meinem evangelischen Freund, dass ihn das ständige Hinsetzen und Aufstehen in den katholischen Gottesdiensten häufig verwirrt. Von daher wäre es vielleicht sinnvoll, den oder die Pfarrer darum zu bitten, das Aufstehen und Hinsetzen (oder auch Knien) für die Gemeinde anzusagen.