Simplify your wedding

Hallo,

ich wollte euch mal von einem Sinneswandel erzählen, der bei mir gerade passiert. Ich denke daran, unsere kirchliche Hochzeit zu “entschlacken”, also einige Elemente wegzulassen, die mir noch vor ein paar Wochen wichtig gewqesen wären. Zum Beispiel:

-Ich will keine Kosmetikerin mehr, sondern mich selber Schminken (hat beim Standesamt gut geklappt)
-Ich will kein Brautauto mehr, sondern würde am liebsten mit meinem Mann in seinem alten Möhrchen zur Kirche fahren.
-Ich hatte immer die Vorstellung, dass mein Mann mich in der Kirche zum ersten mal im Brautkleid sehen sollte. Jetzt möchte ich lieber schon vor der Trauung ganz entspannt mit ihm Fotos machen und später mehr Zeit für die Gäste haben.
-Statt der geplanten Übernachtung im Hotel möchte ich jetzt lieber zu Hause schlafen (Feier ist in unserer Stadt).

Der Hintergrund dieser Überlegungen ist, dass ich alles so “normal” und so entspannt wie möglich haben möchte. Keine Dinge, die zusätzlichen Stress verursachen können (kommt die Kosmetikerin rechtzeitig? Koffer packen fürs Hotel…) Den Gedanken hab ich seit unserer standesamtlichen Trauung, die sehr schön war, aber auch sehr aufregend und bei der ich mich manchmal gestresst gefühlt habe. Könnt ihr das verstehen? Geht es noch jemand so, dass ihr eure Hochzeit “vereinfachen” wolltet? Ist ein bisschen schwierig, das Gefühl auszudrücken, aber es geht wohl so in Richtung “simplify your life”. Oder meint ihr, ich nehme mir dadurch den Zauber des Tages? Freue mich auf eure Meinungen!

Liebe Terry,

ich denke Ihr macht das genau richtig…denn jedes Paar sollte selber wisssen wie es den Tag verbringen möchte.
Und wenn Dir diese Dinge selber nicht mehr wichtig sind, dann lass sie doch weg, bevor sie Dich stressen.
Mir ist es bsp. wichtig, dass mein Zukünftiger mich vorher nicht in dem Kleid sieht und daher werde ich bsp. auch am Kaffeetrinken vor der Trauzeremonie nicht teilnehmen. Wir haben aber eh ausgemacht, dass wir max. 30min Portraitfotos machen wollen, und die an dem gleichen Ort wie Trauzeremonie und Feier, da mein Schatz gestellte Fotos nicht gerne mag.
Wenn es Euch aber doch wichtig ist, dass Ihr in Ruhe Zeit dafür habt und nicht plötzlich das Gefühl, dass Eure Gäste auf Euch warten etc. und Du den Augenblick wenn er Dich das erste Mal in dem Kleid sieht zu 2 genauso genießen kannst…warum nicht.
Dann wird das trotzdem ein ganz besonderer Augenblick für Euch sein-da bin ich mir sicher.
Und wie Du schon sagst aufregend und stressig wird der Tag bestimmt schon genug.

LG Koboldine

Hallo liebe Terry-
ich sehe das absolut genau so wie Koboldine. Es ist euer Tag!
Von einem Hotel habt ihr nur etwas, wenn ihr morgens auch mit vielen Gästen zusammen frühstücken werdet oder den Luxus genießen wollt direkt ins Bett zu fallen.
Aus meiner Erfahrung mit vielen Brautpaaren möchte ich Dir nur einen Tipp geben: Laß Dir den Moment nicht nehmen in die Kirche einzuziehen und ihn das erste Mal am Altar zu sehen. Das ist der schönste Streß, den Du an diesem Tag haben wirst. Das wird mir auch immer wieder berichtet.
Die Fotos vorher zu machen kann zwar auch sehr schön sein, allerdings ist es in der Regel auch kein Problem eine halbe bis dreiviertel Stunde von eurem Fest wegzugehen. Eure Gäste haben sich normalerweise auch sehr viel zu erzählen. Und der erste Moment als verheiratetes Paar mit dem Segen Gottes ist einfach wahnsinnig schön. Auch ihr braucht dann ein wenig Verschnaufpause. Die Fotos in der Location oder ganz in der Nähe zu machen ist bestimmt kein Streß.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig die Angst nehmen und helfen.

Liebe Grüsse
Christine

Hallo Terry,

ich kann dich sehr gut verstehen und ich kann dich nur darin bestärken. Meine Erfahrung war die: je einfacher und unkomplizierter, desto besser. Es gibt immer noch genug Dinge, an die man denken muss, aufregend ist der Tag sowieso und genug Zauber hat er auf jeden Fall!!
Im Gegensatz zu Christine finde ich es persönlich besser, vor der Kirche die Fotos zu machen. Wir haben es so gemacht und das war (für uns) das einzig Richtige. Wir hatten dadurch überhaupt keinen Zeitstress (obwohl wir über zwei Stunden lang mit unserer Fotografin unterwegs waren) und waren total entspannt. Ich bin der Meinung, dass man das unseren Fotos auch ansieht. Und was das “dann-sieht-er-mich-das-erste-Mal” angeht: Wir haben uns getrennt voneinander angezogen (ich bin zu meiner Trauzeugin ins Hotel gefahren, wo sie und meine Schwägerin mir beim Anziehen und Schminken geholfen haben), mein Mann hat mich dann zusammen mit meinem Bruder und seinem Trauzeugen abgeholt. Dieser Moment war richtig spannend und schön und wir hatten genug Zeit, um uns gegenseitig zu bewundern. :wink:

Grüße, Waldrandfee.

Hallo Terry!

Ich kann Dich sehr sehr gut verstehen,man zerbricht sich über jede winzige Kleinigkeit den Kopf, wie man es am besten machen sollte und was vielleicht von einem erwartet wird…
Ich bin mittlerweile auch soweit, dass ich am liebsten nach der Feier nach Hause fahren und in mein Bett fallen würde…
Man sollte aber bedenken, dass man dann so mehr oder weniger direkt wieder im Alltag ist und wenn man im Hotel bleibt, und am nächsten Morgen noch dort frühstückt, hat das schon ein anderes “AMbiente” als sich seinen Kaffee zu Hause selber machen zu müssen.
Aber letztendlich ist es tatsächlich jedermanns SAche wie man es am liebsten hätte und ich wünsche Dir viel Spass bei den weiteren Vorbereitungen.+Wahrscheinlich schmeisst man bis zum tatsächlichen Termin die ein oder andere Sache eh noch das ein oder andere mal um…so gehts mir zumindest… :smile: also bis dahin, alles Liebe

Hallo Terry!

Also ich kann dir nur zustimmen :wink: Dass mich mein Mann vorher nicht sieht, ist mir ehrlich gesagt weniger wichtig. Der Moment wird sowieso nicht vorne am Altar stattfinden, da wir gemeinsam in die Kirche einziehen. Etwas Zeit mit alten Freunden zu verbringen da schon eher…

Wir haben unsere “Ansprüche” auch schon herunter geschraubt. Wir nehmen unser Auto als Hochzeitswagen, der Blumenschmuck soll jetzt eher natürlich als elegant werden…schon allein aus finanziellen Gründen - wenn man die ganzen Ausgaben für die eigenen Sonderwünsche zusammenzählt, kommt ganz schön was zusammen.

Es zählt ja schließlich der Hochzeitstag und auch der hat nur 24 Stunden - der Stress wird so auch noch sicher groß genug. Solange man nicht Einschnitte da macht, wo man sie später bereuen würde…

Liebe Grüße
Babs

Hallo Terry,

auch ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschliessen: simplify your wedding ist ein gutes Motto: ein wenig stressig wird es von alleine und ich glaube es geht uns allen so: je länger man sich mit den verschiedenen Anregungen und Ideen beschäftigt, sieht uns liest wie andere es machen umso mehr kommen neue Gestaltungsideen hinzu. Ich gehöre auch zu den Leuten, die gern mal die eine oder andere Idee wieder über Bord wirft. Manchmal brauch’ ich einfach ein wenig Zeit, um herauszufinden, was zu mir und zu meinem Mann passt und was nicht.

Ich habe zum Beispiel auch lange gedacht, ein Oldtimer als Brautauto wär das Absolute (zumal mein Schatz alte Autos auch sehr schätzt)… inzwischen hab ich die Kosten gecheckt und mir gesagt: wir haben ja selbst ein Auto, das nicht mehr das jüngste ist… :wink:

Da bei uns auch einige Gäste von weit her anreisen (manche aus dem Ausland) ist es uns auf jeden Fall auch sehr wichtig, mit den Gästen viel Zeit zu verbringen.

Mal sehen, wie es sich noch weiter entwickelt; auch bei Euch anderen!

Liebe Grüße
gioconda

Hallo Terry,

da ich meine Hochzeit seit ein paar Wochen hinter mir habe, kann ich Dir aus Erfahrung sagen: Dein Gefühl ist immer richtig, wenn Du Dich danach fühlst, das ganze etwas “runterzudampfen”, dann mach das ruhig.
Ich hab mein Make-up selbst gemacht. Wenn Du Dich auch sonst regelmäßig schminkst, kannst Du es vermutlich selbst am besten und weißt genau, was Dir steht. Unsere Hochzeit war erst nachmittags und ich war froh, ein bißchen Beschäftigung zu haben :smile:
Mir war das Auto, das mich zur Kirche bringt, völlig egal, Hauptsache zuverlässig!
Mein Mann durfte mich vorher nicht sehen, es war ein wunderschöner Moment, als ich in die Kirche reinkam. Wir haben für die Fotos (nach der Kirche, während die Gäste schon bei Kaffee und Kuchen saßen) nicht mal eine halbe Stunde gebraucht, das Ergebnis kann sich trotzdem mehr als sehen lassen. Wir haben dafür ganz viele Bilder mit unseren Gästen, das war uns wichtig. Während ich mich fertig gemacht habe, war die Fotografin schon da und hat ein paar Aufnahmen nur für meinen Mann gemacht (als ich das Make-up fertiggestellt habe und noch nicht fertig angezogen war…) :wink: Aber ich kannte die Fotografin, mit jemand Fremden verursacht das eventuell Streß und Hektik.
Wir haben im Hotel übernachtet. Gepackt haben wir dazu nicht viel, nur Klamotten für den nächsten Morgen und Zahnbürste, das ist ja nicht weiter aufwändig. Allerdings war die tolle Hochzeitssuite völlige Verschwendung, da wir erst um 7 Uhr ins Bett kamen und um 9 Uhr wieder rausmussten. Für mich war es trotzdem ein schöner Abschluss, zu Hause übernachten wäre zu gewöhnlich gewesen für diesen außergewöhnlichen Tag.
Wie gesagt, man hat das am besten selbst im Gefühl, hier gibt es kein richtig oder falsch. Hauptsache, Du fühlst Dich wohl!
Liebe Grüße und einen guten Start in ein für Dich sicher aufregendes neues Jahr :smile:
Carli