Standesamt doch noch dieses Jahr...?

Hallo,

also, wie Ihr wisst wollen wir nächstes Jahr am 30. Mai heiraten… Die Vorbereitungen laufen und es passt alles super. Standesamt hatten wir am Tag vorher geplant.
Jetzt hat mich eine Freundin gefragt, warum wir nicht noch dieses Jahr standesamtlich heiraten, der Termin dafür wäre doch egal wenn man als große Feier sowieso die kirchliche Trauung plant. Außerdem könnte man so zweimal feiern und es wäre etwas unstressiger (sie hat es auch so gemacht bei ihrer Hochzeit). Außerdem kommt ja noch die unromantische Geschichte mit der Steuer dazu…
Ich hab meinem Schatz davon erzählt und er hat gesagt, dass er das auch schonmal überlegt hatte, allerdings wollte er meine Planungen nicht durcheinander bringen. Fakt ist aber, dass wir durch die Steuer wohl unsere Hochzeitsreise komplett finanzieren könnten!

Was meint Ihr? Ist das komplett unromantisch? Habt Ihr Erfahrungen, wie es auf dem SA ist, so kurz vor Jahresende? Gibt es da blöde Kommentare (hab Angst, dass der Beamte denkt wir würden NUR wegen der Steuer heiraten)?

Vielen Dank für Eure Antworten!

LG, eine verwirrte miata

Hallo!
Natürlich ist es unromantisch…aber wenn ihr dadurch eure komplette Hochzeitsreise finanzieren könnt, kann ich das schon verstehen! Vielleicht könnt ihr dann ja genau ein halbes Jahr vorher oder so heiraten, damit es doch noch ein bisschen romantisch wird?
Und warum sollte der Standesbaemte “böse” sein? Es gibt doch auch viele die EXTRA und nicht wegen der Steuer im Deszember heiraten…

Bin gespannt wie ihr euch entscheidet…

LG

Guten Morgen,

also wir sind auch noch am Überlegen, ob wir nicht auch noch dieses Jahr heiraten wg der Steuerrückzahlung. Ich finde das nicht doof, ist schließlich schon ein schlagendes Argument - denn bei aller Freude, die das Basteln, Vorbereiten und Planen machen, so ne Hochzeit ist einfach teuer! Meine Kollegin macht es genau deswegen und ich kann das sehr gut nachvollziehen.

Ich habe mal angefangen, eine Pro- und Kontra Liste für uns aufzustellen, vielleicht hilft sie dir ja auch etwas weiter…

Pro

  • Steuerrückzahlung
  • weniger Stress, weil die Feiern auseinander liegen

Kon´s

  • man muss zwei Feiern vorbereiten, denn wenn die beiden Termine soweit auseinander liegen, dann möchte man die standesamtliche Trauung natürlich nicht komplett unter den Tisch fallen lassen.
  • der Hochzeitstag liegt mitten im Winter, also keine Silberhochzeitfeier etc. später im Freien :wink:

Also bei uns liegen Standesamt und Kirche sogar 2 Jare auseinander… wie haben bereits im Sept.06 standesamtlich geheiratet. Zwar nicht aus steuerlichen, sondern aus familiären Gründen, aber ich würde es trotzdem jederzeit wieder so machen…

Wir haben unsere standesamtliche Hochzeit im kleinsten Kreise (Eltern, Schwester, Trauzeugen, Oma meines Mannes) mit einem schönen Mittagessen und anschließendem Kaffee & Kuchen gefeiert. Und ich muss sagen: es war ein wunderschöner Tag und ich möchte ihn nicht missen.

Was soll denn der Standesbeamte denken? Nichts natürlich. Ihr wollt heiraten… ganz einfach. Ob im Dezember, im Januar oder im Februar, das ist dem ganz egal. Und selbst wenn… es kann Euch doch egal sein… macht es so wie ihr es für richtig haltet!

Hallo!

Wollte nur schnell sagen, meine Kollegin hat am 31.12. geheiratet. Da hat auch keiner was gesagt, ist ja eigentlich ein Tag wie jeder andere.

Also, heiratet dieses Jahr doch ruhig SA, mit wirklich keiner Feier und dann nächstes Jahr richtig groß.

LG
Tina

Also ich würde an deiner Stelle dieses Jahr noch standesamtlich feiern. Ich meine, ihr heiratet doch sowieso und dann könnt ihr den positiven Nebeneffekt der Steuer doch mitnehmen. Warum nicht? Und ich denke auch nicht das sich da jemand noch böse drüber äußert.

Hinzu kommt das du wirklich ein bisschen weniger Stress bei den Hochzeiten hast. wir hatten auch zwei Monate dazwischen und das war super. So konnten wir in aller Ruhe die doch aufwendigere kirchliche Hochzeit vorbereiten und hatten weder Polterabend noch standesamtliche Trauung dazwischen, die auch noch geplant werden musste. Für uns wars die richtige Entscheidung. Eine Freundin von mir hatte es anders gemacht und hinterher bereut. Sie hatte Donnerstags Polterabend, Freitags standesatmliche und Samstags kirchliche Trauung. Das war für das Brautpaar und die Gäste (die ja teilweise auf allen 3 Events vertreten waren) sehr stressig.

Aber das müsst ihr zwei ganz alleine entscheiden. Setzt euch bei nem Glas Wein zusammen und wägt ab was euch wichtiger ist. Und lasst mal die Bedenken die evtl andere Menschen haben könnten weg. Es ist allein eure Hochzeit.

Liebe Grüße und noch eine schöne Vorbereitungszeit
Natalie

Hallo,

was der Standesbeamte sagt oder nicht, und ich glaube da sagt wirklich keiner etwas, ist doch total egal.
Wichtig ist was ihr für richtig haltet.
Ich finde das ein sehr gutes Argument, und wenn es für euch nicht wirklich ein Problem ist, dann macht das!
Ich denke das muss jeder selbst entscheiden.
Ich persönlich finde, und das ist nur meine Meinung und nicht der Weisheit letzter Schluss :smiley: : das es ein wenig netter ist, und ich kann das nur nach meinem Gefühl beurteilen, wenn die standesamtliche Hochzeit nicht so lange her ist. Dann ist man noch nicht so lange verheiratet und für mich ist dann die kirchliche/freie Trauung zu diesem Zeitpunkt ein wenig verständlicher, wenn du weißt was ich meine.
Romantisch wird die Trauung im Mai sicher so oder so, da würde ich mir keine Sorgen machen.

Lg,

Izumi

Hallo,
Ich habe genau die gleichen Gedanken wie du zu diesem Thema gehabt.
Wir haben aber auch lange darüber nachgedacht, und heiraten jetzt am 23. Dezember und dann im April kirchlich.

Aber die einzigen die das erst seltsam fanden waren wir. Beim Standesamt ht niemand was gesagt und Freunde und Familie auch nicht. Jetzt freuen wir uns auf 2 schöne Feste und das Standesamt wird kurz vor Weihnachten auch was ganz besonders und super romantisch. Vielleicht liegt ja sogar etwas Schnee :smiley:

Hallo,

vielen Dank für Eure schnellen Antworten durch die ich vieles schon wieder klarer sehe…

Für mich (und ich denke auch für meinen Zukünftigen) ist die standesamtliche Hochzeit eher eine Formalität, die man halt erledigen muß, bevor man “richtig” heiratet, also in der Kirche mit der ganzen Familie und großem Fest… Deshalb denke ich, dass eine “Entzerrung” der ganzen Sache vielleicht richtig gut tut…

Und wenn diese Formalität nicht der romantischste Moment in unserem Leben wird kann ich damit auch leben, denn wir werden im Mai mit Sicherheit einen Tag verleben, den man schöner nicht haben kann…

Also, ich bin weiter an allen Meinungen zu diesem Thema interessiert und werde heute abend mal eine Grundsatzdebatte mit meinem Liebsten führen (vielleicht ja dann auch mit pro/kontra - Liste :wink: ) und Euch über das Ergebnis informieren…

LG, miata

Hihi, grade ist mir was extrem romantisches eingefallen:

Ich hab ja meinen Antrag am 10. Dezember 2007 bekommen! Hab ich ganz vergessen weil das ja in Indien war und extrem heiß und sommerlich… Aber das wäre ja zumindest ein Bezug, den man herstellen kann…
Leider ist der 10.12. dieses Jahr ein Mittwoch, aber mal sehen!

miata

Das macht ja nix…wenn ihr sowieso im kleinen kreis feiern wollt nehmen sich die betreffenden personen bestimmt gerne frei und ihr habt nicht den stress, dass das restaurant überbelegt sein könnte oder so…
stehen dann ja auch schon wieder die ganzen weihnachtsfeiern an :wink:

@ shamrock: Leider hab ich keine Ahnung, wie das in Österreich mit der Steuer ist… In Deutschland gibt es verschiedene Steuerklassen, als unverheirateter Mensch zahlt man in Steuerklasse I ziemlich viel… Als Ehepaar kann man entweder jeder in Steuerklasse III eingruppiert werden wenn beide gleichviel verdienen oder einer in Klasse I und einer in Klasse V wenn einer sehr viel mehr verdient als der andere.
Wenn jetzt also mein Schatz ein Jahr lang in Klasse I gezahlt hat und dann heiratet und danach eine bessere Steuerklasse hat bekommt er das zuviel gezahlte fürs ganze Jahr zurück…
(Also, so hab ich das verstanden, vielleicht können die Steuerberaterinnen unter uns das noch besser/richtiger erklären)

miata

— Begin quote from "miata"

@ shamrock: Leider hab ich keine Ahnung, wie das in Österreich mit der Steuer ist… In Deutschland gibt es verschiedene Steuerklassen, als unverheirateter Mensch zahlt man in Steuerklasse I ziemlich viel… Als Ehepaar kann man entweder jeder in Steuerklasse III eingruppiert werden wenn beide gleichviel verdienen oder einer in Klasse I und einer in Klasse V wenn einer sehr viel mehr verdient als der andere.
Wenn jetzt also mein Schatz ein Jahr lang in Klasse I gezahlt hat und dann heiratet und danach eine bessere Steuerklasse hat bekommt er das zuviel gezahlte fürs ganze Jahr zurück…
(Also, so hab ich das verstanden, vielleicht können die Steuerberaterinnen unter uns das noch besser/richtiger erklären)

miata

— End quote

davon haben wir aber bei unserer steuererklärung nix gemerkt, hatten die dieses jahr abgegeben und wir haben für letztes jahr wenn es so bleibt 60 euro plus, bei 6 monaten höherem einzahlen, müssten wir ja dann auch mehr bekommen. unser steuerberater hat da auch nix gesagt und wir haben zwei unabhängige, in unterschiedlichen bundesländern. wir haben uns nur ausrechnen lassen, mit was wir besser fahren 4 / 4 oder 3 / 5 da war das einzige wo wir bissl was merken.

Also ich hab am Anfang auch immer gedacht: “Wie unromantisch ist das denn!”
Als ich dann letztes Jahr am 1. September meinen Antrag bekommen habe, haben wir uns doch entschieden, eben wegen der Steuer, noch standesamtlich zu heiraten. Das haben wir dann am 2.11 gemacht.
War ein wunderschönes, romantisches, kleines Fest im engsten Kreis (20 Mann). Und so ganz nebenbei zahlen wir von der Steuerersparnis das komplette Essen für 85 Mann (pro Person: 28,50) und mindestens die Hälfte der Getränke…
Wir würden es immer wieder so machen - und die Idee mit dem Jahrestag der Verlobung find ich super; ist doch schon einmal eine sehr romantische Wahl :wink:

hallo miata,

macht es so, wie es euch gefällt. ob jemand was zu meckern hat, was ich nicht glaube, sollte nicht entscheidungskriterium sein. ich habe das auch schon oft gehört und erlebt, dass die standesamtliche hochzeit um einiges früher war, als die kirchliche. aus den verschiedensten gründen. aber die gründe sollten nur euch interessieren.
also: nicht so viel grübeln! so machen, wie es für euch richtig ist!
:smiley:

Hallo Miata,

wir haben es auch so gemacht, wie du es planst. Bei uns war aber nicht die Steuerersparnis der Hintergrund, sondern dass mein Opa gesundheitlich schlecht dran ist und wir wollten, dass er noch dabei ist. Denn eigentlich wollten wir nächsten Jahr heiraten, da wir gerade am bauen sind und ich auf der Arbeit so eingespannt bin. Es war uns aber zu riskant. Daher haben wir letzten Monat geheiratet. Im engsten Kreis mit der Familie. Und am nächsten Tag hatten wir in unserem Rohbau Polterabend gefeiert, mit 150 Mann. Denn irgendwie will man den Tag ja auch feiern. Zudem konnten wir so die Problematik mit den Personen lösen, die wir irgendwie einladen müssten, aber nicht wirklich zur richtigen Feier einladen wollen, weil es sonst den Rahmen sprengt.

Pro:

  • es ist entspannter, wenn zwischen Polterabend u. kirchl. Hochzeit mehr Zeit liegt, es ist einfach viel vorzubereiten
  • ich war nach dem Polterabend richtig krank (Angina), wg. in den kalten Kühlwagen rein Bier holen, in der heißen Sonne kehren, viele Küsschen; eine kirchl. Hochzeit wäre da also eine Katastrophe geworden
  • man geht anschließend viel gelassener an die Planung, zum einen, weil man dann weniger nervös ist vor dem Ja-Sagen, weil man sich schon an die Ehe gewöhnt hat
  • man kann STA als Probe sehen, z.B. in Sachen Blumen (Brautstrauß), Lokal, Papeterie
  • es fühlt sich an, wie 1 Jahr Verlobungszeit
    -unwahrscheinlich viel Vorfreude
  • 2x schön feiern
  • viele Freunde vor dem Standesamt, die einen beglückwünschen

Contra:

  • man muss den Bekannten u. Familie klar machen, dass man zum STA nichts geschenkt haben will; bei uns stellte sich einfach die Frage bei den Bekannten/Familie, wann wir ein Geschenk haben wollen. Wir wollten es im nächsten Jahr zu Kirche, viele kapierten das aber nicht
  • daher mussten wir Danksagungs-Präsente für abgegebene Geschenk, entsprechende Kärtchen u. Danksagungen machen
  • Deko fürs Lokal (ich wollte nicht die aprikotfarbene Deko des Restaurants)
  • nur STA ist nicht wirklich feierlich und romantisch, man will ja auch nicht eine so große Feier wie bei der kirchlichen Hochzeit machen; aber gerade das Drumherum wie Blumenschmuck, Musik, feierliche Deko,… machen es auch so schön. Das fehlte mir auch ehrlich gesagt etwas
  • habe etwas Angst, dass ich die kirchliche Hochzeit irgendwann nicht mehr so wichtig finde und es zu einem reinen Fest verkommt, weil man ja schon so lange verheiratet ist.

Daher mein Tipp: Ich finde die zeitliche Entzerrung ganz okay, aber gerade deshalb sollte man auf die Gestaltung des STA viel Wert legen. Ich würde z.B. etwas mehr Wert auf Deko legen. Und unbedingt den Abend und den Tag danach planen, z.B. alleine nett essen gehen oder vielleicht einen Kurztrip (kleine Städtereise oder auch nur Saunatag) machen. Denn wir hatten am selben Tag noch für den Polterabend aufgebaut. Ich hätte mir das wirklich romantischer vorgestellt.

Liebe Grüße
Törtchen

hallo mädels
ich kenne diese überlegung gut wir wollten eigendlich immer am 2 mai heiraten und irgendwann kann auch das thema steuer zursprache und wir waren schon fast dabei uns umzuentscheiden aber ich hatte nie ein gutes gefühl dabei denn das ging mir dann doch alles zu schnell und wir haben uns dagegen entschieden weil das für meinen teil sonst immer nen schlechten beigeschmack hat ich finde **man sollte nur aus einem einzigen grung heiraten **
also hör auf dein herz und denk dran diesen tag bringt dir keiner wieder