Standesamt lange vor Kirche?

Hallo! Bin hier heute ganz neu und nutze den Feiertag, um viel zu stöbern, ist ein super-forum. Nun stell ich auch mal direkt meine brennendste Frage:
Wir wollen im Juni heiraten, überlegen aber nun, die standesamtliche Trauung v.a. aus steuerlichen Gründen schon im Dezember vorzuziehen. Fand das erst total abwegig, schon 1/2 Jahr vor der “richtigen” Hochzeit verheiratet zu sein, habe aber hier gesehen, dass das durchaus einige machen. Was hattet ihr für Gründe, wie ist die Zeit dazwischen, welche Bedeutung haben dann die einzelnen Termine? Freue mich über Meinungen …

Hallo kleinelady!
Wir werden es genauso machen, wie du es beschrieben hast. wir werden noch dieses Jahr am 22. Dezember standesamtlich und nächstes Jahr am 23. Juni kirchlich heiraten.
Warum? Eigentlich hat es mehrere Gründe: Einmal natürlich der rückwirkende Steuervorteil (das Geld wird dann gleich mit in das Budget für die kirchliche Trauung mit einfließen :smiley: ) und der “Verheiratetenzuschlag” bei den Beamten (nicht viel, aber Kleinvieh… :wink: ) Ein weiterer Grund war auch, dass ich über ihn mit abgesichert bin (mein Referendariat läuft nur noch bis zm 31. Januar und was dann kommt weiß keiner :confused: ) Aber der Hauptgrund ist einfach, dass wir uns lieben und dies nun auch “öffentlich” zeigen wollen :laughing:

Die “Hauptfeier” wird es aber erst nächstes Jahr zur kirchlichen Trauung geben. Die standesamtliche Trauung feiern wir nur im kleinsten Kreis (und trotzdem sind wir 20 Personen :unamused: ). Am nächsten Tag brechen wir dann sofort in die (ersten 8) ) Flitterwochen auf.

Lass dich nicht verunsichern, feiert und plant so, wie ihr euch das vorstellt!

lieben gruß
aidamaus

Hallo kleinelady,

nach meiner Erfahrung machen das ganz viele Paare. Mein Bruder zum Beispiel hat im Dezember standesamtlich geheiratet und Anfang Juni kirchlich. Meine Cousine hatte genau ein Jahr nach dem Standesamt kirchliche Trauung. Bei uns liegen jetzt zwei Monate zwischen den Trauungen. Der große Vorteil ist, dass sich der Hochzeitsstress auf diese Weise verteilt und man beide Hochzeiten vielleicht dadurch mehr genießen kann. Unsere standesamtliche Hochzeit war ein superschöner, entspannter Tag, besser hätte es nicht klappen können, ich habe es total genossen. Andererseits bin ich nach dem Standesamt in eine Art Schwebezustand gekommen: ich war verheiratet und gleichzeitig noch nicht. Ein etwas komisches Gefühl! Alle Kollegen in der Arbeit haben mir gratuliert, und ich habe immer wieder gesagt: “Naja, die eigentliche Feier kommt ja noch!” Trotzdem würde ich es wieder so machen.
Also, langer Rede kurzer Sinn: gegen eure Planung ist nichts einzuwenden! :smiley:

Grüße, Waldrandfee.

Hallo Kleinelady,

ich hatte genau die gleichen Bedenken wie du, letzlich haben wir dann aber entschieden, dieses Jahr im Dez standesamtlich zu heiraten und nächstes Jahr im Mai kirchlich. Inzwischen freue ich mich darüber, dass wir zwei Feiern haben-einmal im kleinen Kreis, einmal ein großes Fest. Beides können wir in Ruhe planen. Bei und war auch ein wichtiges Argument, dass wir den Splittingvorteil in die Feier im Mai mit einfließen lassen können und so eine umso schönere Feier haben können.

In unsere Ringe werden vorraussichtlich beide Daten eingraviert, verbunden mit einer liegenden Acht, das Zeichen für Unendlichkeit. Die Juwelierin meinte, das würde oft so gemacht. Welchen Tag wir als Hochzeitstag nehmen, weiß ich noch gar nicht…vermutlich den der Kirche. Von Freunden weiß ich aber, dass sie auch am Standeamtstag etwas schönes zusammen unternehmen und an ihre Hochzeit deneken. Warum nicht zwei mal im Jahr?

Für uns hat beides eine wichtige Bedeutung: Die standesamtliche als rechtliche Union, die kirchliche als Bund vor Gott und als großes Fest.

Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen für deine Entscheidung.

vlg Terry

vielen Dank für die Rückmeldungen, das ist echt klasse hier.
Ja, das mit dem Schwebezustand stelle ich mir auch so vor, aber die Stressaufteilung habe ich noch gar nicht so berücksichtigt. Werden uns das noch weiter durch den Kopf gehen lassen …
bis bald, kleinelady

Hallo kleinelady,

auch wir haben am 09.09.2006 standesamtlich geheiratet und werden die kirchliche Trauung nächstes Jahr nachholen.

Wir haben auch aus den Gründen die Trauungen auseinandergezogen die meine Vorrednerinnen schon genannt haben. Steuerliche Vorteile, mein Mann bekommt als verheirateter Soldat auch mehr Geld, das unser Budget etwas aufstocken soll… .

Aber es hat doch einige Vorteile. Der Stressfaktor ist geringer, man hat die Möglichkeit Dinge immer noch anders zu machen und man kann mehr Ideen verwirklichen… es sind doch viele Sachen die man gut findet und die man verwenden möchte, da sind zwei trauungen ganz gut.
Haben standesamtlich nur mit den Eltern, Geschwistern, Großeltern und engsten freunden gefeiert( ca. 40 Leute) da sind ganz andere Sachen zum Tragen gekommen( z.B. die Einladungen wären für viel Leute nicht machbar gewesen).

Ich würds wieder so machen!

Hei!

Bei uns waren genau 364 Tage dazwischen.
Die 2 Feiern waren ne sehr gut idee, würde ch wieder so machen.

Ich kenne mehr Leute, die klein im November/Dezember feiern, da ist überhaupt nichts gegen einzuwenden.

Kleiner Tip - Nicht, dass das ein Hauptärgernis wäre, aber zu bedenken ist es schon: wenn dir jemand was zur Hochzeit schenken will - mach ihm gleich nen guten Vorschlag! und sag bloß nicht “die richtige Feier kommt ja noch” dann kriegst du von denen möglicherweise nichts mehr, weil sie das innerlich schon abgehakt haben und zur Kirchlichen nicht mehr dran denken…

Ro

Da ich hier im Forum kaum noch aktiv bin, nehme ich meine Geschichte hier raus. Ist ja auch schon eine Weile her und nicht mehr aktuell… :wink:

Hallo,

ich schließe mich eigentlich meinen Vorrednerinnen an. Und wir machen es auch so. Jetzt im November (oh gott, das sind ja auch nur noch gute 4 Wochen :open_mouth: ) ist das Standesamt dran und dann nächstes Jahr im Mai die kirchl. Trauung! Die Gründe sind einfach: einmal wollte und konnte ich es halt kaum noch erwarten meinen Schatz zu “ehelichen” :smiley: und außerdem planen auch wir mit der Steuer-Rückerstattung!

Also lass Dich nicht verunsichern!

LG melle

Hallo,

bei uns werden auch zwei bis drei Monate dazwischen liegen. Standesamtlich am 09.03.07 in England und Kirche dann im Mai oder Juni in Deutschland.

Mein Schatz kann es gar nicht abwarten, endlich verheiratet zu sein und deshalb haben wir das STandesamt etwas vorgezogen.

Steuervorteile gibt es fuer uns keine, aber wenn haetten wir es auch schon im December gemacht.

viel Glueck
bride-2-be

Bei uns liegt fast ein halbes Jahr dazwischen. Wir werden morgen heiraten - bin schon ganz aufgeregt. Die Kirche folgt dann nächstes Jahr im Juni. Hatte bei uns auch finanzielle Gründe, da wir beide bis Mai arbeitslos waren und noch nicht genug Geld für die Feier zusammen hatten. Wir feiern nur im engsten Familienkreis, am Samstag lade ich meine Freunde zur Grillparty in den Garten ein, zur kirchlichen Trauung sind wir auch nur ca. 40 Personen. Das soll dann dafür ein großes Fest werden - klein aber fein.

Nachteil ist meiner Meinung, dass das Standesamt so ziemlich untergeht, weil man auf das große Fest fiebert, andererseits ist es stressfreier.

Unsere Ringe tragen nur unsere Namen, so dass das auch unproblematisch ist.