Stimmung der Männer in der Planungsphase

Hallo,

ich muss jetzt doch mal nachfragen, wie das Stimmungsbarometer während der Planungsphase bei Euren Männern, äh Verlobten so ist/war?

Bei meinem Schatz ist es teilweise etwas merkwürdig. Er will mich einerseits heiraten, sagt er und ich glaube ihm das von ganzem Herzen. Andererseits will er von der Planung nichts hören und auch noch nichts entscheiden müssen. Und es ist ihm manchmal auch zu viel, wenn er nur mitbekommt, dass ich in der WS lese oder im Internet nach Ideen suche selbst wenn ich gar nicht mit ihm im Detail darüber spreche. :confused:

Es gibt jetzt aber ein paar Planungspunkte, die wir angehen und entscheiden solllten, um nicht am Ende das nehmen zu müssen, was übrig bleibt. Ich habe insbesonder deshalb jetzt auch mal offensiver über sein Verhalten mit ihm geredet, denn ich kann nicht gegen seinen Widerstand und nicht ohne ihn planen. Das kostet mich unendlich Nerven und Energie.

Er meinte, es würde ihm bei jedem Planungsschritt immer bewusst machen, wie konkret es langsam wird und das macht ihm ab und zu Angst. Aber er ist fest entschlossen, mich zu heiraten, möchte die Planung aber langsam angehen lassen. Leider ist langsam angehen lassen bei ihm, keine Entscheidung zu treffen.

Wir haben nach dem Gespräch dann aber doch die nächsten Schritte miteinander besprochen und gehen sie gemeinsam an. Ich versuche also, offen mit ihm zu sein und zu reden. Das ist aber nicht immer einfach und irgendwie ist er ofensichtlich nicht so freudig bei der Sache wie ich.
Kennt ihr das?

Viele Grüße
Kamille

ja. absolut.
Meiner war von der WS zimlich genervt und konnt den Planereien auch nicht so richtig viel abgewinnen. Es ist glaub ich schwierig, den Brautvirus auf Männer zu übertragen. er erwischt sie einfach nicht.
Meiner hat mir auch zwischendurch richtig angst gemacht, mit seinem lauten nachdenken, was dieser Schritt so alles bedeutet - “das Ende einer Ära” und was er dann alles nicht mehr könne. Dies waren aber keine ernsthaften Zweifel an der Hochzeit, sondern eher sich einfühlen in die Bedeutung des Schrittes. Ein bißchen kalte Füße halt. Find ich aber nicht so schlimm (im nachhinein :wink: )… heißt ja auch, dass er seine Entscheidung im vollen Bewußtsein der Tragweite sieht.
So ein bißchen sind Hochzeiten und die ganze Planerei drumherum schon ein Frauending. Die Verwirklichung eines Mädchentraums, den er nicht kennt und nie hatte.
Aber lies doch mal bei Silberfunke nach. Die hatte das ja mit ihrem Mann auch …
lg

meiner war in den letzten tagen richtig gereizt. dabei frag ich mich ehrlich, welchen stress er meint? ich hab doch alles gemacht :unamused:
naja so sind die lieben männer

jahaaaa, das kenne ich nur zu gut. habe auch fast alles alleine organisiert. er war zwar immer total begeistert von allem aber man wünscht sich ja doch das sie sich ein bissel mehr mit einbringen. meine meinung ist das unsere männer sehen das wir alles im griff haben und sich dann einfach nicht einmischen. :unamused: deshalb ist dieses forum die beste erfindung für bräute, oder?

@kamille: das man angst hat ist doch auch ganz normal, ist ja auch ein großer schritt den man da gemeinsam macht. ging mir nicht anders, allerdings erst nach der hochzeit. da lag ich im bett und habe so bei mir gedacht “ob das alles so richtig war?” aber dann habe ich mir meinen schatz angeschaut und alles war wieder gut :smile: also laß den kopf nicht hängen das wird schon alles werden.

lieben gruß
brina

ehrlich gesagt finde ich inzwischen auch, dass wir es hier im Forum eher übertreiben mit unserern Planungen. Meinem Mann wird das auch zu viel, und er holt mich dann öfters auch einfach mal auf den Teppich zurück. Ist es wirklich nötig, dass man wegen Gastgeschenken nachts aufwacht? Muss die Blumendeko ein Jahr vorher stehen? Ist ein “Motto” wirklich nötig für eine gelungene Hochzeit? Ich denke immer mehr, dass es nicht um diese Äußerlichkeiten geht, dass sie sogar den wahren Kern der Sache verdecken. Deshalb ist es sogar ganz gut, wenn unsere Männer uns ab und zu sagen, dass wir spinnen. Das wichtige ist, dass sie uns lieben und ernsthaft heiraten wollen. Ob sie sich für das Farbkonzept inetressieren, finde ich zweitrangig.

Tja, ein bischen spinnen tun wir ja wirklich mit den ganzen Vorbereitungen. Auch ich habe irgendwann an unserer rausgeschickten Einladung gezweifelt, da sie optisch nicht zu den Menükarten passt. Da hat mich dann eine liebe Freundin gnz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt - ist das wirklich so wichtig? Mein Schatz ist beruflich sehr eingespannt und da ich im Moment Luft habe, ist es selbstverständlich für mich, dass ich die Planung übernehme. Wenn ich dann wieder im WS chatte oder im Forum surfe werde ich schon mal von meinem Zukünfigen belächelt. Wichtig bleibt für mich jedoch, dass wir uns gemeinsam auf den Tag freuen können! Alle Entscheidungen muß ich jedoch anregen bzw. ansprechen. Ich glaube da bist du in guter Gesellschaft Kamille…

@Terry: Nö, natürlich muß die Deko nicht ein Jahr vorher stehen. Und natürlich muß man kein Motto haben. Es ist auch im Grunde irrelevant wie der Brautstrauß aussieht. Und ob die Einladungen rot und die Kirchenhefte grün sind. Wenn einem das wirklich egal ist.

Jeder soll so heiraten, wie er mag. Für mich war klar, ich will’s ganz groß, und ich will Zeit für die Vorbereitung, weil ich Freude an all den liebevollen Details hatte. Ich wollte eine perfekte Hochzeit. Findest Du übertrieben? Ist mir egal. Ich heirate nur einmal. :stuck_out_tongue:

Nein, das entscheidende ist, denke ich, daß man sich ganz zu Anfang gemeinsam hinsetzt und sich darauf einigt, was man will. Glücklicherweise war mein Mann der gleichen Meinung wie ich - eine große, klassische Hochzeit sollte es sein. Gleichzeitig war klar, daß er null komma null Bock auf die Orga hatte. Also haben wir einen Deal gemacht: Ich kümmere mich um alles, aber ich entscheide nichts alleine. Und ich behellige ihn nur, wenn ich ihn wirklich brauche. Dann muß er aber auch mit anpacken.

Sah im Klartext so aus, daß ich die ganzen Recherchen gemacht habe, wir uns aber die Locations gemeinsam angesehen und darüber entschieden haben. Ich habe verschiedene Papiere besorgt, und wir haben gemeinsam ausgesucht, welches wir für die Einladungen nehmen. Daß die Papeterie insgesamt einheitlich war, fand er sogar selbst wichtig. Ich habe eine lange Liste mit Trausprüchen besorgt, daraus haben wir gemeinsam unseren ausgesucht. Das gleiche mit den Liedern und Lesungen. Daß ich in Zeitschriften geblättert habe, an jedem Brautladen stehengeblieben bin und jedesmal geheult habe, wenn ich eine Braut nur aus der Ferne gesehen habe, hat er eher belächelt - genervt hat ihn das zum Glück nicht. Weil ich ihm halt auch nicht alle fünf Minuten das Heft unter die Nase gehalten und gefragt habe: “Wie findest Du das Kleid? Und die Blumen? Und die Farbe? Und die Wäsche?”

Ich hab’s hier schonmal irgendwo geschrieben - es gab dann einmal einen großen Knall: er hätte die Wegbeschreibung machen sollen, die mit in die Einladung sollte und hat 1. die Deadline nicht eingehalten, 2. absoluten Müll abgeliefert und 3. ganz vorwurfsvoll gesagt, na, immerhin habe er da **eine halbe Stunde **drauf verwendet - da bin ich geplatzt. (Der Lieblingsspruch offensichtlich aller angehenden Ehemänner: Wir haben doch noch soooooo viel Zeit. :unamused:) Wir haben dann ein Flipchart genommen (kein Witz!) und alles aufgeschrieben, was noch zu erledigen war. Dann haben wir Deadlines dahintergesetzt. Und dann war er auf einmal ganz, ganz still. 8)

Fazit: Es ist absolut normal, daß wir Bräute da mehr Spaß dran haben und ergo auch mehr Interesse. Einigt Euch vorher mit Eurem Liebsten darauf, was Ihr eigentlich wollt, macht ihm klar, daß es Euch wichtig ist und außerdem noch Spaß macht, und vor allem: hebt Euch die Vorwürfe für den Schluß auf, wenn Ihr seine Hilfe WIRKLICH braucht.

Mein Mann sagt übrigens heute, ohne mich wäre die Hochzeit niiiiiiiie so perfekt geworden. Und daß er froh ist, daß ich das alles gemanaged habe. 8)

oh ja!
Mein Mann war desinteressiert, gelangweilt, genervt, freudig, angespannt, interessiert, völlig desinteressiert, überfordert, usw.
Er hat wohl mehr Hochs und Tiefs mitgemacht als ich :laughing: und war heilfroh darüber, dass ich alles organisiert und Spaß daran hatte. Nach eine gute Aussprache, wo er mir sagte, dass das “Drumherum” zwar wichtig für ihn sei, er jedoch mit Dekoplänen nichts anfangen kann, haben wir abgesprochen, dass ich alles plane und wir die letzte Entscheidung gemeinsam treffen. Z.B. Blumen: ich habe zwei Vorschläge gemacht und gemeinsam haben wir uns entschieden.

Hallo,

bin ja so froh, das es hier ähnliche Erfahrungen gibt.

Ich neige zwar auch schnell dazu, mich viel zu viel damit zu befassen und es perfekt machen zu wollen und dabei ein wenig die Relationen aus den Augen zu verlieren. :smiley: Das hängt aber sicher auch damit zusammen, dass es einfach Spaß macht, so kreativ zu sein. Irgendwo muss ich natürlich auch eine Grenze ziehen, zumal mein Schatz sowieso alles lieber etwas schlichter hätte, so dass ich die wesentlichen Punkte schön und liebevoll auswähle bzw. gestalte und alles andere nicht zu ernst nehme.

Wir haben uns daher jetzt auch auf genau 10 Punkte verständigt, die wir planen wollen und um die wir uns also ausführlicher Gedanken machen und alles andere ist eher zusätzlicher Spaß, um den wir uns kümmern, wenn unsere Zeit und Nerven oder wohl eher meine Zeit und meine Nerven :smiley: es zulassen (z.B. dass die Menükarten der Location unbedingt zu unserer Einladungskarte passen oder dass sich durch möglichst alle Dinge, die mit der Hochzeit zusammenhängen, das selbe Motiv hindurchzieht oder die Verpackung der Gastgeschenke, die Farbe meines Kleides widerspiegelt - letzteres ist nur ein Scherz). :laughing:

Bin auch ganz froh darüber, denn es ist wirklich anstrengend immer alles genau zusammenpassend zu finden und sich da keine Freiheiten zu erlauben. Habe leider nicht so viel Zeit und denke, es wird dennoch sehr schön werden. Und irgendwie habe ich ja sowieso eine Vorliebe und ein Grundkonzept, was sich dann automatisch durch alles hindurchziehen wird. Das teilt mein Schatz zum Glück auch, wie ich jetzt weiß.

@mausekatze: Ich finde die Idee mit dem Flipchart gar nicht so schlecht. Neulich habe ich gemerkt, dass meinem Schatz alles so chaotisch und so fitzelig und detailreich vorkam, dass er gar nicht nachgefragt und statt dessen den Kopf in den Sand gesteckt hat. Durch unseren 10 - Punkte - Plan hat er jetzt ein Gerüst und ist auf einmal viel entspannter. Ich muss dem Gerüst jetzt nur noch einen Zeitplan hinzufügen. Mausekatze, das ist eine super Idee. Denn so kann es für meinen Schatz und auch für mich viel überschaubarer machen. Danke.

Liebe Grüße an Euch alle.

Kamille

Ich glaube, das Thema gehört genauso zum hochzeiten, wie alles andere auch g

Bei uns ist es auch so, dass ich den Kopf voller Ideen und Vorstellungen habe und mein Schatz dann sagt, das finde ich gut.

Allerdings sagt erauch, was er sich vorgestellt hat, wenn eine meiner Ideen mal nicht so toll ist.

Außerdem hat er den Punkt “Dudelsack-Orchester finden und buchen” sowie die Plaung unserer Flitterwochen (zwei Wochen Schottland rauf und runter) übernommen.

Das macht ihm Spaß und kam von ganz alleine und hat mich auch gefreut.

Sein Kommentar:
“Du machst die Feier und ich die Erholung davon” Fand ich süß.

~ Avaluna ~

@mausekatze: rot und grün passt doch gut, wie man an der Weihnachtsdeko sehen kann :wink: Ich habe hinsichtlich meiner Hochzeit keine “alles egal” Einstellung, ich versuche mir aber klar zu machen, was das Wesentliche ist. Wenn man zeitlich sehr eingespannt ist, ist es wichtig, Prioritäten zu setzen bei der Planung. Ich finde es zum Beispiel viel wichtiger, Zeit in die Vorbereitung des Gottesdienstes zu investieren, sich mit den Lesungen wirklich auseinanderzusetzen. Wenn ich von einer Hochzeit richtig begeistert war, dann nicht, weil die Papeterie perfekt war. Zum Beispiel wird meine Schwester als Überraschung die Tischkarten gestalten. Die passen dann sicher nicht perfekt zur Menükarte, aber mir ist es viel wichtiger, dass meine Schwester sie für mich macht. Für mich sind es diese persönlichen Details, die kein weddingsplanner und kein Gafikdesigner mir liefern kann, die meine Hochzeit zu einem -hoffentlich- gelungenen Fest machen werden. Und das sieht mein Verlobter zum Glück genauso.

Hallo ihr alle,
also ich bin da acu grade recht zwiegespalten. Einerseits liegt er sonntags jetzt immer am Morgen hinter mir auf der Couch und will wissen, was hier im forum so alles besprochen wird und was ich für Ideen habe. Andererseits kommt er nicht wirklich in die Gänge, was Entscheidungen betriff (bzgl. Kirche und dem Empfang danach) und dann wieder springt er nachts um 2 Uhr auf (heut nacht
:open_mouth: :unamused: ) und schreibt die Gästeliste neu als Exceltabelle, damit ichs leichter habe :wink: Find ich irgendwie süß von ihm… Mir ist völlig klar, dass ihm die Farbe jedweden Hochzeitsdekorationselements völlig egal ist, und ich weiß, dass er alles viel zu früh findet, aber warum ist er dann gestern losgezogen und hat 3 verschiedene und sehr lustige SavetheDate-Karten (100Stück, der spinnt…) gekauft…
Ich glaub nicht, dass es ihnen egal ist unseren Schatzis, sie zeigen es nur anders…
Liebe grüße

Hallo ihr…

Also Kamille,mach dir da mal nicht soviele gedanken, denn die können die schöne vorbereitungsphase völlig zerstören! Mein Mann war genauso! und ich war total deprimiert. Mir gingen selbst noch am hochzeitsmorgen schlimme gedanken durch den kopf. ABER jetzt, 4 tage nach der hochzeit weiß ich, dass Männer nunmal so sind. Wir frauen träumen schon seit der kindheit von der traumhochzeit wo wir mal als prinzessin darstehen, männer träumen dagegen eher von anderen dingen… Darum gehen bei den Vorbereitungen für eine Hochzeit die Meinungen oft auseinander. Männer wollen es immer kleiner und günstiger und Frauen eher pompöser und mit mehr “glitzer”.
Also mach dir keine Gedanken, das ist völlig normal! :wink:

Im übrigen hat es meinen Mann so gut gefallen, dass wir nächstes Jahr am 11.10.2007 nocheinmal Kirchlich heiraten wollen. Eigentlich war das anfänglich nicht so geplant aber nun haben wir es beschlossen. Wissen soll es allerdings noch niemand, denn jetzt wollenb wir versuchen gemeinsam zu planen! (ob das war wird???) :wink: g

Liebe Grüße
Eva

@Kamille: Ja, das Flipchart war genial - wir haben es an unsere Wohnungstür gehängt und die Punkte nach und nach abgehakt - oder auch mal was ergänzt, wenn uns noch etwas einfiel.

@Terry: Ich habe nicht behauptet, daß eine Feier nur dann gelungen ist, wenn die Papeterie stimmt…auch mir wäre im Zweifelsfall de Gottesdienst wichtiger gewesen als die Tischdeko, hätte ich für beides nicht genug Zeit gehabt. Aber genau das wollte ich eben nicht - und deshalb habe ich mir ein Jahr Zeit genommen.

In der Tat war ich schon auf einer Reihe von sehr schönen Hochzeiten, die nicht perfekt durchgestylt waren. Andererseits waren viele unserer Gäste eben auch davon beeindruckt und haben uns darauf angesprochen. Daß es schlußendlich ein schönes Fest geworden ist, lag nicht an der Papeterie, sondern am Pfarrer und an den Gästen. Trotzdem würde ich es wieder genau so machen.

bei uns ist das so hin und her gerissen.
es gibt tage da ist er feuer und flamme und dann wieder gibt es tage, da muss man ihn fast an den stuhl ketten, um mit ihm was zu besprechen.

das schlimmste ist aber: er kommt teilweise mit so absurden ideen daher, die unmöglich sind grrrrrr… na gut, vielleicht finde auch nur ich sie absurd :smile:

wenigstens sind wir uns in den wichtigsten sachen einig - das ist schon mal ein riesen vorteil!