Tignolas Hochzeit

Ich war zwar eher eine stille Mitleserin und zunächst unsicher, ob ich die Fotos unserer Hochzeit hier zeigen sollte. Doch jetzt habe ich mich dazu entschlossen. Unter

findet Ihr einige Impressionen… Leider ist die Reihenfolge der Bilder willkürlich. Ich weiß nicht, wie ich das innerhalb des Albums ändern kann. Ich hoffe, Ihr gewinnt trotzdem einen Eindruck von unserem großen Tag. Und freue mich auf Eure Kommentare, Anmerkungen oder Fragen!

Viel Spaß!

EURE

TIGNOLA

Und natürlich der obligatorische Bericht:

Der Hochzeitssamstag begann damit, dass ich um 6 Uhr wach wurde, weil der Regen so gegen mein Fenster peitschte und draussen ein richtiger Sturm tobte. Na, super! Ich lag im Bett und fürchtete schon Schlimmes. Mein Mann schlief leider bei seinen Eltern. Ich war erstmal total geknickt.

Gegen 8 Uhr habe ich dann „in Ruhe“ mit meinen Eltern gefrühstückt, also ein Scheibchen Brot runtergewürgt. ) Um kurz nach 9 Uhr hat mich dann meine Trauzeugin abgeholt und wir sind gemeinsam zum Friseur. Von nun an wurde meine Aufregung eigentlich immer weniger. Ich fand die ganze Situation so schön. Alle waren so bemüht. Ich war dann bereits in einer guten halben Stunde fertig. Schließlich wollte ich nix Aufwendiges. Hatte meine Haare am Abend vorher gewaschen und beim Friseur wurden nur die Locken etwas ausgearbeitet, Deckhaar zu einer kleinen „Banane“ gesteckt und meine wunderschönen Curlies eingesetzt. Zwar hatte die Frisur wenig mit der Probefrisur zu tun, aber irgendwie habe ich das so hingenommen. Die zuvor besprochene Frisur hätte ich zwar schöner gefunden. Nun ja, ich hatte mir so geschworen mir, diesen Tag nicht durch solche Nebensächlichkeiten zu verderben.
Meine Trauzeugin hat derweil eine sehr schöne Hochsteckfrisur bekommen. Dabei hat sie mir dann ein altes Armkettchen mit Käferchen als etwas Altes geschenkt, ein blaues Strumpfband, hat mit süße Taschentücher geliehen und uralte Fotos von uns Beiden sowie von meinem Mann geschenkt. Alles lief super entspannt ab, ganz anders als erwartet. Inzwischen hatte sich auch der Sturm gelegt und es gab nur noch ab und zu einen Regenschauer.

Meine Eltern waren zwar etwas enttäuscht von meiner Frisur - Es waren schließlich immer noch meine Wuschelhaare, nicht glatt und geleckt oder gar aufgedreht. Und dann noch eine Strähne, die mir ins Gesicht fiel. Aber meine Trauzeugin und dann anschließend meine Schwester haben mich gleich getröstet: „Warte mal ab, wie das aussieht, wenn Du Dein Kleid anhast. Dann verstehen die Beiden, warum Du Dich für eine natürliche Frisur entschieden hast.“ Und so war es dann später auch…

Während meine Familie eintrudelte und sich zum Brötchen essen in der Küche versammelte, habe ich mich geschminkt. Ich hatte sehr viel Zeit für mich und mein Brautgesicht! Meine Schwester kam hier und da mal hoch zu mir, um zu sehen, was ich machte. War richtig lustig! Ich hatte mir Camouflage – Make-up besorgt und wir zwei haben dann rausgetüfftelt, dass man mein Gesicht gut ein wenig anfönen kann, damit sich dass Make-up der Haut anpasste. Hat hervorragend geklappt. Auf der Feier später haben mich alle gefragt, wer mich denn geschminkt hätte. Meine Schwiegerma glaubte mir echt nicht, dass ich es selbst gemacht habe. Und ich hatte vorher Angst, ich sei zu aufgeregt an diesem Tag. Im Gegenteil: ich war froh, etwas zu machen, um die Wartezeit zu überbrücken.

Auf einmal wurde es im Haus unruhig und alles schmiss sich in Schale. Meine kleinen Nichten waren aufgeregter als die Braut – also ich. Ich habe mir erstmal bei meiner Mutter ein Brötchen geordert und mir im Bademantel angesehen, wie alle durchs Haus eilten und sich umzogen. Mein Schwager, der diesen Tag für uns mit der Fotokamera begleitet hat, hat sich köstlich amüsiert und dauernd Fotos von mir gemacht, während ich Kinderstrumpfhosen anzog oder meinem Vater ein Etikett aus dem Hemd schnitt.

Dann sind meine Schwester und ich wieder ins Schlafzimmer meiner Eltern und haben mich in mein Brautkleid gebracht. Wir haben uns echt totgelacht und meinen Schwager herbeigerufen, um Fotos von mir zu machen, während ich mit Kopftuch ums Gesicht gewickelt, in Reifrock und Corsage gewandet, in mein Brautkleid stieg.

Gegen 14.30 Uhr kann mein Mann mit meinem großen Bruder samt Brautauto. Eigentlich wollten wir, dass wir zwei alleine sind, wenn er mich das erste Mal im Kleid sieht. Aber da wurden wir mehrstimmig von der Familie überstimmt. Laut brüllend verkündigte meine Schwester: „Sie kommt die Treppe runter!!“ Ich fand es nicht so schlimm. Nur mein Mann meinte später, er hätte arg schlucken müssen und wollte partout nicht vor denen heulen.
Also kam ich die Treppe herunter und neben meinem strahlenden Bräutigam standen, drei super süße Mädels mit offenen Mündern – meine Nichten, zwei ebenso strahlende Männer – meine Papa und mein großer Bruder, zwei ergriffene Frauen – meine Mama und meine Schwester! Und ein grinsende Fotograf, der dauernd auf den Auslöser drückte – mein Schwager!

Ich habe aber wohl sehr fragend geguckt und erstmal abgecheckt, ob ich allen gefiel. Tja, die alte Unsicherheit…Bin ich ein kleiner dicker Sahnetuff??? Nein, alle fanden es schön.

Alle anderen sind dann sofort zu Kirche und wir haben noch einen Moment gewartet. Mein Brautstrauß war genauso, wie ich ihn wollte. Perfekt. Nur Rosen in verschiedenen Rosétönen.
Um kurz vor 15 Uhr haben wir uns dann auch auf den Weg gemacht. Und ja - es regnete!

Der Parkplatz vor dem Gemeindehaus war schon komplett voll, aber man hatte uns einen Platz reserviert. Ich wollte aber nicht schon von Allen, die gerade zur Kirche gingen, gesehen werden und hab noch ein wenig im Wagen gewartet. Jetzt regnete es nicht mehr! Die Pastorin wartete auf uns. Meine Nichten hatten ihr schon berichtet, ich würde heute ganz anders aussehen als sonst. Als die Kirchentür aufging, musste ich schon einmal tief Luft holen. Aber ich habe gleich den Blick einer guten Freundin eingefangen und der hat mich so gefreut, dass die Aufregung der Freude wich. Alle haben gesagt, ich hätte sehr super glücklich ausgesehen. Mein Mann war wohl etwas ernster. Die Kirche war bis auf die letzte Bank voll und genau, dass hatte ich mir gewünscht. Unser zwei Blumenmädchen(unsere kleinsten Nichten) sind voraus, dann kamen meine drei älteren Nichte jeweils mit einem kleinen Rosenstrauß, dann die Pastorin und letztendlich wir. Wir waren uns immer einig gewesen, d aß wir gemeinsam in die Kirche gehen wollen. Darüber bin ich jetzt auch sehr froh, denn ich hatte so ein gutes und verbundenes Gefühl zu meinem Mann in diesem Moment. So eine stille Übereinkunft….

Der Gottesdienst war sehr feierlich. Wir haben fünf! Lieder gesungen, meine Schwägerin hat die Lesung gemacht und drei Freunde von uns ein Fürbittengedicht gelesen. Als Überraschung spielte mein alter Flötenchor, in dem ich mehr als zehn Jahre gespielt habe. Die Kinder saßen total ehrfürchtig in den ersten Bänken und immer, wenn ich mal rübergezwinkert habe, kamen rügende Blicke zurück. So nach dem Motto: Mensch, hör auf Mäxchen zu machen - Du heiratest gerade. Die waren so herrlich andächtig – und sonst schnattern die 3 permanent.

Und obwohl ich immer gedacht habe, daß das Wetter Ende Januar es bestimmt nicht zu lassen wird, haben wir draussen im Trockenen doch die Gratulationen entgegennehmen können. Nach der Kirche sind wir zur Fotografin gefahren.

Bei uns war es so, dass wir schon vorher in dem Gasthof als Gäste Hochzeiten gefeiert haben. Also wussten wir genau, was wir dort zu erwarten hatten. Und alles ist auch genauso eingetroffen. Wir hatten das große Glück, uns um nichts kümmern zu müssen, d.h. von der Tischdeko bis zum Taxitransfer der Gäste wurde alles von den Besitzern dort organisiert. Wir haben nur unsere Wünsche mitgeteilt und sie haben versucht, diese umzusetzen. Mit dem super tollen warm-kalten Büffet haben wir alle Gäste begeistert. Bestes Argument dafür, eine Cousine von mir hat noch zwei Tage nach der Hochzeit dort angerufen und sich nach möglichen Terminen für die eigene Hochzeit erkundigt.
Ich weiß gar nicht, was ich alles berichten soll. Für mich war es super schön, dass meine Nichten und Neffen mitgefeiert haben. Und das viele Gäste von weither angereist sind.
Und ich bin stolz, dass unsere Rede so gut geklappt hat, wenn auch mit Zettelchen in der Hand. Wunderschön war der Ehrentanz. Ihr könnt ja bei den Bildern sehen, dass es dort immer eine Brautkrone gibt. Ich fand es super schön, als die Gäste sich die Bände nahmen und wir mit „Kiss from a rose“ von Seal den Tanz eröffneten.

Einzig unsere DJs haben mich auf eine harte Probe gestellt. Wir hatten vorher vereinbart, sie sollte nicht so viele Aktionen und Spielchen von sich aus machen. Doch mittlerweile weiß ich, dass geht bei den 2 gar nicht. Die müssen einfach … Also bereits bis 23:00 Uhr haben die Beiden es geschafft alle! Gäste zu einer Polonaise auf die Tanzfläche zu holen, in verschiedensten Verkleidungen, irgendwelche Schlager und andere Songs zu präsentieren, ein Musik-Quiz auf die Beine zu stellen, Tanzspiele zu machen und vor allem mich und meinen Schatz dazu zubringen NEW YORK, NEW York und BIENE MAJA ??? zu singen… !!!
Gott sei Dank, haben die Beiden von sich aus erwähnt, dass wir gewissen Sachen nicht machen wollten. Unter anderem eine Polonaise und Tanzspielchen! Somit wussten unsere Freunde, dass wir daran keine Schuld hatten. Die Familie war eh vollauf begeistert. Ich bekam trotzdem so langsam die Krise, was man mir wohl ansah. Eine gute Freundin hat mich dann erst mal zur Seite genommen und mir gesagt: „Es ist noch nicht so schlimm und peinlich, wie Du jetzt denkst. Guck mal, außer Dir sind gerade 100 Leute auf der Tanzfläche und haben Spaß!“ Es war halt genau die Richtige, die mich da zusammengestaucht hat. Okay, da habe ich mich dann wieder zusammengerauft. Im Laufe des Abends wurde die Musik auch immer moderner und unsere Freunde sind einfach immer zu den Beiden gegangen und haben sich Songs gewünscht. Meine Tante meinte, ich hätte ja wohl jeden Tanz mitgemacht. Sie und mein Onkel haben mich denn ganzen Abend dabei beobachtet. Also kann es ja so schlimm nicht gewesen sein. Ich habe dann erst nach der Hochzeit registriert, dass die meisten Gäste von den DJs total begeistert waren, weil die so schnell eine gute Stimmung gemacht haben. Ich habe mir da mal wieder zu viele Sorgen gemacht… Aber ich wollte mich halt auch an die Tische setzten und mit meinen Gästen reden. Aber das hat dann alles noch ganz gut geklappt.
Die Hochzeitstorte kam zwar erst nach 1 Uhr (geplant war 0.30 Uhr) – doch so sind auch alle Gäste echt lange geblieben.
Gegen 5.30 Uhr bei den letzten Tänzen waren wir dann noch so 20 Leute - im Grunde unsere engsten Freunde, die im Hotel mit uns übernachteten. Dazu gibt es auch eine nette Geschichte. Wir zwei haben uns erst in der Woche vor der Hochzeit entschlossen nicht bei meinen Eltern, sondern in dem Hotel zu übernachten, in dem unsere Freunde aus Studienzeiten schliefen. Als wir dann allen freudestrahlend berichtet haben, dass wir am Sonntag noch zusammen frühstücken können, haben die schon so komisch reagiert. Es stellte sich raus, sie hatte uns eh schon ein Zimmer reserviert, weil wir unsere eigentliche Hochzeitsnacht im Dezember getrennt verbracht hatten. Sie wollten, dass es diesmal schöner wäre…! Aber sie haben dann wohl mit dem Hotel gesprochen und als wir gegen 6 Uhr im Hotelzimmer ankamen, war es total schön geschmückt. Mit Rosenblättern, Sekt, Süßes, Geschenken, Herzballons usw…… Wir haben dann allen Ernstes noch ‚ne Flasche Sekt gekillt und bis 8 Uhr gequatscht. Wir waren so aufgedreht…

… alles war einfach traumhaft schön!

TIGNOLA

Hallo Tignola,

das war ne gute Entscheidung, uns die Fotos zu zeigen. :smile:

Wirklich sehr schön. Dein Brautstrauß sieht auch besonders toll aus.

Ich wünsche euch eine glückliche Ehe.

LG, Marei

Hallo Tignola,

ich hätte die Fotos auch gerne gesehen, aber man soll ein Passwort eingeben :frowning:

Schade

Gruß
Dana

Hallo Tignola,
auch ich hätte die Fotos gerne gesehen, klappt aber nicht :frowning: ! Deinem Bericht nach zu urteilen müssen die ja toll sein, schließlich war es ein tolles Fest. Wäre schön, wenn du sie noch einmal frei geben könntest.
Viele liebe Grüße!

…komisch, als ich am Wochenende reingeklickt hatte, waren die Fotos noch zu sehen. Vermutlich hat sie das Kennwort später eingefügt???

Wirklich Schade. Ich hätte mir die Bilder auch gerne angesehen.

Sorry, ich hatte wieder mein ursprüngliches Kennwort aktiviert.

Jetzt müßte es aber wieder klappen. Falls nicht, gebt mir bitte eine kurze Rückmeldung!

Gruß,

TIGNOLA

Supi tolle Fotos. Ihr hab soo glücklich ausgesehen :smiley:

Tolle Fotos.

Hallo Tignola,
danke fürs wieder-frei-Schalten! Super-schöne Fotos :smiley: !
Viele liebe Grüße!

Hallo Tignola,

ich hätte gerne geguckt, bei mir öffnet sich aber kein Album, obwohl ich Javascript wie gewünscht aktiviert habe.
Schade!

LG Nina

:question:
Oh, da weiß ich jetzt niecht weiter. eigentlich ist das Album freigeschaltet und die Anderen konnten es ja auch einsehen.

Schade, hätte mich über Deinen Kommenta gefreut.

Gruß,

TIGNOLA

Hallo!

Ich habe mein Album jetzt wieder geschützt.
Vielen Dank für Eure Kommentare!

Liebe Grüße

TIGNOLA

im nachhinein, tignola. leider war ich zu spät dran, um mir die fotos anzusehen. wünsche euch alles, alles gute!

vera

Bin leider auch zu spät dran - trotzdem alles alles Gute und danke für den lebendigen Bericht!