Traurig

Hallo,
ich habe ja sehr lange mit mir gerungen, mit euch über dieses Thema zu reden, aber irgendwie hab ich gerade das Gefühl, ich muß es los werden.
Mein lieber Papa ist ja schwer krank, er hat Lungenkrebs und heute mußten wir ihn wieder ins Krankenhaus bringen weil er Wasser hat, bekommt Morgen etwas in die vene damit das Wasser wieder fließen kann. Und ich bin schon wieder so traurig.
Als mir mein Schatzi letztes Jahr den Antrag gemacht hat(im Juli haben wir erfahren das Papa so krank ist) war ich super glücklich und ich bin es immer noch, aber es ist ein ständiges auf und ab.
Bei allem was ich mache freue ich mich riesieg, aber schon im nächsten Moment bin ich wieder total traurig und habe solche Angst das mein Papa stirbt manchmal habe ich das Gefühl das ich das alles nicht packe und es total unfair ist gegenüber meinem Papa solch ein Fest zu planen und glücklich zu sein, wo er doch weiß das er streben muß, dann würde ich am liebsten alles absagen.
Ich wünsche mir so sehr das alles gut wird und ich diesen schönen Tag mit ihm noch erleben kann aber es sieht einfach nicht gut aus, und 3 Monate können halt wirklich sehr lange sein.
Und eines ist ganz klar passiert meinem liebem Papa etwas findet keine Hochzeit statt,und irgendwann zu heiraten ohne das er dabei sein wird, das kann ich mir einfach nicht vorstellen, es tut so weh.
Ich hoffe ihr seit nicht böße das ich euch mit so einem Thema belästige, aber es mußte raus, bei meiner Familie will ich einfach stark sein, denn ich weiß das es alle so belastet.
Monja

Hallo ihr Lieben!

Da ich schon ewig nicht mehr im Forum war, lösch ich alle persönlichen Dinge.

Ich hoffe, ihr habt Verständnis.

LG und vielen Dank…

Liebe Monja,

ich kann mir vorstellen, dass es für dich schwer ist sich auf deine Hochzeit zu freuen wo dein Vater so schwer krank ist.

Aber glaubst du nicht auch, dass dein Vater wollen würde, dass du dich auf diesen Tag freust und ihn freudig vorbereitest? Klar ist es nicht einfach normal weiterzumachen wenn man immer im Hinterkopf hat, dass der Vater sterben könnte und an diesem wichtigen Tag nicht da ist. Aber ich glaube auch, dass dein Vater nicht wollen würde, dass du dann überhaupt nicht heiratest. Lass deinen Vater doch einfach aktiv an euren Vorbereitungen teilhaben. Zeig ihm Fotos von deinem Kleid, den Räumlichkeiten und all euren Planungen und binde ihn so “aktiv” mit ein. Frag ihn um Rat, so bekommt die Feier vielleicht ein wenig von seinem “Geist” mit.

Ich glaube nicht, dass dein Vater möchte, dass du diesen Tag wegen ihm nicht feiern kannst. Ich denke das würde ihn nur zusätzlich belasten.

Aber wie gesagt das ich nur meine Sicht der Dinge und ich kann dich nur zu gut verstehen, dass du ihn auf jedenfall dabei haben möchtest.

Ich drücke dir die Daumen, dass es deinem Vater bald wieder etwas besser geht.

Liebe Monja,

warum sollten wir dir böse sein. Wir möchten doch hier sein, um uns gegenseitig zu unterstützen und nicht nur, um die schönen Geschichten zu hören. Also bitte entschuldige dich nicht dafür, dass du dein Herz ausschüttest!

Ich kann gut verstehen, dass du vor deiner Familie stark sein möchtest, aber das ist ja nicht immer so ganz einfach und manchmal kann es auch ganz heilsam sein, sich fallenzulassen und über seine Ängste zu sprechen. Auch mit deinem Papa, denn bestimmt freut er sich sehr und ist sehr stolz, dass seine Tochter heiratet und möchte den grossen Tag gerne mit euch verbringen. Aber auch er weiss um seinen Zustand und hat vermutlich ebenfalls seine Bedenken. Natürlich kenne ich euch nicht und weiss auch viel zu wenig über die Umstände, aber manchmal kann ein Gespräch da Wunder wirken.

Die Idee, deinen Papa mit in die Planung einzubeziehen finde ich sehr gut.

Ich drück dich und wünsche dir viel Kraft für die nächsten Wochen.

Liebe Grüsse
Andrea

Liebe Monja,
ich habe meine Mutter durch Brustkrebs verloren. Sie ist nur 59 jahre alt geworden und konnte nicht einmal mehr meinen zukünftigen Mann kennen lernen. Das war vor 6 Jahren. Ich bin aber überzeugt, dass sie überglücklich wäre, wenn sie wüßte das ich einen ganz lieben Mann kennengelernt habe und nochmal heirate, noch dazu kirchlich. Sie wird in meinen Gedanken an diesem Tag bei mir sein. Ich wünsche dir ganz sehr, dass dein Paps bei deiner Hochzeit dabei sein kann und ich denke er freut sich mit dir, auch wenn es ihm zur Zeit nicht gut geht. Das mit dem Einbeziehen in eure Hochzeit finde ich auch sehr gut.
Liebe Grüße Annerose

hallo monja,

das deinvater krank ist tut mir sehr leid.

ich schliesse mich meinen vorrednerinnen an, natürlich darfst du glücklich sein, ich glaube wärst du das nicht würde das deinen vater eher belasten und er freut sich doch sicherlich dass du heiratest.

die idee, dass du deinen vater durch deine vorbereitungen und eventuellen ratschlägen beteiligen könntest find ich sehr gut, das gibt ihm bestimmt kraft weiter zu kämpfen, das hilft oft wenn man noch ein ziel hat!

mein opa hatte auch probleme mit wasser auf der lunge und er hat sich immer wieder aufgerappelt weil meine oma ein pflegefall wurde. er musste sich einfach immer wieder aufrappeln, der oma zuliebe. erst als sie starb konnte er dann auch sterben.
also bleibt deinem vater gar nichts anderes übrig er muss doch seine tochter an ihre liebe übergeben!
ich schliesse dich und deine familie in meine gebete ein. das wird schon alles gut und wer weiss manchmal geschehen wunder…

grüssle

Hallo liebe Monja,

ich bin ja Krankenschwester und kann natürlich sehr mit dir mitfühlen.

Ich sehe täglich schwer kranke Leute mit lieben Familien und so vielen Plänen.
Ein Lungenödem (“Wasser in der Lunge”) ist natürlich keine leichtzunehmende Komplikation, besonders bei der Grunderkrankung deines Vaters.
Auch die Wirkung eines Diurethikums (“Ausschwemm Medikament”) ist nur begrenzt.

Ich will dich nicht runterziehen und hoffe natürlich auch, dass er die 3 Monate bis zu eurer Hochzeit schafft.
Vielleicht ist das auch für ihn ein Ziel, dass er noch schaffen möchte.

Nutz die 3 Monate, versuch einen Kompromiss zu finden, ihn einerseits einzubinden, aber auch die gemeinsame Zeit zu nutzen und auf seine Bedürfnisse einzugehen.
Sicher möchte er gerade dich momentan nicht mit seinen Ängsten belasten, aber ihr solltet trotz aller Hoffnung darüber reden wie es sein könnte.

Er möchte sicher nicht, dass die Hochzeit abgesagt wird, denn er sieht ja wie sehr du dich darauf freust.
An diesem Tag wird er in jedem Fall bei euch sein.

Ich drück euch die Daumen und bin zuversichtlich, dass ihr noch mit dem Papa feiern könnt.

Grüße

Liebe Monja,

als erstes, natürlich ist das nicht schlimm und nervig wenn du über solche Probleme hier schreibst. Ich glaube dafür ist das Forum auch da. Nicht immer nur die guten Seiten, sondern auch mal die schlechten Seiten bei einer Hochzeit zu sehen!

Was du gerade durchmachst macht mich sehr traurig, und ja, ich musste sogar weinen als ich das gelesen hab. Ich kann so mit dir mitfühlen, da meine Oma (Leberkrebs) und auch mein Patenonkel (Lungenkrebs) leider diesen Kampf mit dieser schrecklichen Krankheit verloren haben. Meine Oma hat immer gesagt, sie will an meiner Hochzeit dabei sein, sie wollte immer seit dem ich mich daran erinnern kann mit mir meine Brautschuhe kaufen gehen. Selbst kurz bevor sie gestorben ist, hat sie meine Mama gefragt ob denn schon eine Hochzeit in Sicht wäre, sie hätte bis dahin gekämpft um das noch mitzubekommen…leider war es da aber noch nicht in Sicht…vielleicht aber auch gut für sie, denn noch weitere Monate dazu, es wäre nicht gegangen…
Und mein Patenonkel war ein sehr sehr wichtiger Mensch in meinem Leben für mich, leider haben wir uns die Zeit vor seinem Tod sehr auseinander gelebt, so dass ich mich eigentlich im Streit von ihm trennen musste. Zwar kein schlimmer Streit, aber so, dass wir kein mal mehr miteinander darüber reden konnten was zwischen uns vorgefallen war. Das hat mich alles sehr mitgenommen und auch jetzt beim planen der Hochzeit muss ich soo oft an ihn und an meine Oma denken, doch wenn ich dann traurig werde, denke ich mir immer wieder, sie wären unglücklich würde ich mich jetzt nicht freuen!!

Um sie ein bisschen mit einzubinden, werden wir in unserer Fürbitte sie einbinden. Ich werde sehr oft an diesen Tag an diese beiden wichtigen Personen denken, da es eigentlich nie so sein sollte, dass gerade sie nicht an diesem Tag dabei sind. Es ist aber nun mal so jetzt gekommen und ich muss damit leben lernen.

Ich weiß das es hart ist, aber das solltest du auch. Du solltest, wenn es schon so schlecht aussieht wie du sagst, jede Minute mit deinem Daddy noch verbringen, dich aber trotzdem auf die Hochzeit freuen. Vielleicht klappt es wirklich sich mit ihm zu freuen. Wenn du ihn ein wenig einbindest, dann wirst du merken er möchte dir noch so viel wie es geht helfen und dir die Liebe und Freude schenken die du dir wünscht von ihm an diesem Tag!!! Er wird bei dir sein und sich mit dir freuen…und er würde nie wollen, dass du wegen ihm, das in deinem Leben schönste Fest absagst!!!

Ich wünsche dir vieel Kraft und alles, alles Gute für dich und deine Familie!!

Alles Liebe MayWedding

Hallo,
ich danke euch von ganzen Herzen für eure tröstenden Worte, es tut gut zu wissen das ihr da seit.
Ich werde euren Rat meinen Papa mehr in die Planuen ein zubeziehen
befolgen, denn bis jetzt habe ich immer versucht nicht zu viel von unserer Hochzeit zu erzählen weil ich einfach dachte es ist falsch.

Ich drücke euch alle DANKE

Liebe Monja,

fühle Dich bitte einfach ganz doll von mir gedrückt.

LG Koboldine

Liebe Monja,

ich wünsche Dir und Deiner Familie auch ganz viel Kraft und hoffe für Euch, dass Dein Papa die Zeit mit Euch noch so lange wie möglich geniessen kann.

Bestimmt hilft es ihm auch, wenn er sich mit Euch freuen kann und spürt, dass es Euch wichtig ist, ihn dabei einzubinden so gut es geht.

ganz liebe Grüsse
gioconda