Übergabe von Vater an Bräutigam?

Hallo,
mich würde mal interessieren, wie Ihr es handhabt mit dem Einzug in die Kirche, Standesamt pp. Lasst Ihr Euch traditionell von Eurem Vater an den Bräutigam übergeben oder geht Ihr gemeinsam? Oder ganz andere Ideen? Ich grübele gerade darüber nach, da wir ja eigentlich keinen richtigen Gang zum Schreiten haben. Wir werden ja auf einem Schiff getraut und wenn wir innen heiraten, dann ist der Weg schon zu Ende, bevor er überhaupt angefangen hat, weil unser Tisch dann der erste ist, und wenn wir draußen heiraten, dann muss ich eine schmale Treppe hinauf, da ist nichts mit führen. Ich habe jetzt überlegt, um unseren Sohn noch ein wenig mehr einzubinden, dass er am Eingang des Schiffes auf mich wartet und wir dann gemeinsam zum Papa gehen. Dem Kleinen ist es sehr wichtig, bei allem dabei zu sein. Heute Morgen hat er bitterlich geweint, weil sein Name nicht auch auf unserem Gästebuch steht. Deswegen möchte ich ihn soviel wie möglich einbinden. Bin mir aber nicht sicher, ob ich es nicht doch auch schön finden würde, wenn mein Vater mich traditionell übergibt. Oder ob ich mich einfach von beiden bringen lasse??? Hoffe Ihr habt ein paar Tipps für mich.
LG Mel

Hallo Mel1975,

was hältst Du davon, wenn Euer Sohn zusammen mit Deinem Mann vorne auf Dich wartet und Du nur von Deinem Dad rein geführt wirst ? Fände ich auch sehr schön.

Liebe Grüße

Barbara

Mmh, da habe ich auch schon dran gedacht. Aber eigentlich habe ich mir das so vorgestellt, dass wir während der Trauung schon alleine als Brautpaar vorne sitzen. Wenn mein Sohn dann auch vorne wartet, fänd ich es irgendwie blöd, wenn er sich dann woanders hinsetzt. Ich weiß es nicht.

Bitte bitte schlag mich nicht…aber ich finde es ganz furchtbar sich von seinem Vater übergeben zu lassen. Das ruft bei mir irgendwie die Verknüpfung zu einem zur Schlachtbank geführten Tier hervor.
Es erweckt den Eindruck einer Eigentumsübergabe bei mir. Ich finds einfach nur fürchterlich. Soweit ich weiß ist es auch kein alter europäischer Brauch, sondern kommt aus dem angelsächsischen Bereich und hat sich vor allem in den USA durchgesetzt.

Ich werde allein zu meinem Zukünftigen gehen, der vorher mit dem Pastor in die Kirche geht und vorne auf mich wartet. Ich bin ja eine erwachsene und selbstständige Frau.

In Deinem Fall Mel, finde ich es sehr schön mit Deinem Sohn zusammen zum Papa zu gehen. Da kriegt das alles eine ganze andere Bedeutung. Mich würde so ein Anblick doch rühren. :smile:

( verflixte Rechtschreibung :wink: )

Hallo,

ich wurde auch von meinem Papa zum Altar gebracht und ich möchte es nicht missen. Das war so schön!!!

Bei der Hochzeit meiner Freundin hat der Sohn vorne mit dem Bräutigam gewartet und sie ist mit ihren beiden Töchtern reingekommen. Fand ich auch ganz süß! Aber du hast schon recht dann will der Sohnemann bestimmt nicht mehr da weg, so war es zumindest bei denen.

Lg
Brina

Hallo,

ich halte auch nichts von der Übergabe durch den Vater. Wohne ja schließlich mit meinem Schatz seit 1,5 Jahren zusammen. Ich liebe zwar meinen Papa, aber ich wohne seit 7 Jahren nicht mehr zu Hause und er hat somit keinen Einfluss auf mich.
Finde dieses Kopieren typisch amerikanischer Bräuche einfach unnötig. Fahre ja auch nicht nach dem Kaffee in die Flitterwochen und lass meine Gäste sitzen.
Aber das soll jeder entscheiden wie er mag.
Wir lassen uns vom Pfarrer an der Tür abholen und ziehen gemeinsam ein. Übrigens den Gang vom Avatar.

Ihr könntet doch euren Schatz als Ring- und/oder Kerzenträger einsetzen?
Oder er kann was aufsagen?
Beim Einzug würde ich ihn allerdings nicht mitnehmen, das ist ja doch irgendwie Brautpaarsache?
Erinnert mich irgendwie sonst an Ödipus, sorry :smile:
Michy hatte glaub ich auch ganz gute Ideen um ihre Tochter einzubeziehen.
Wie alt ist er denn?

Hab da aber auch ein Trauma von der Hochzeit meiner Freundin; die Tochter des Bräutigams war da 7, Blumenkind (wenn auch ziemlich klumpig dafür,sry) und hat den ganzen tag am papa gehangen. Selbst beim Essen wollte sie unbedingt auf der Seite der Braut sitzen, sodass das Brautpaar getrennt gewesen wäre. Fand es so schlimm, dass nicht mal die Großeltern dazwischen gegangen sind.
Meine Freundin tat mir sooo leid, es war ja ihre Hochzeit!
Bin deswegen bisschen voreingenommen in der Beziehung…

Grüße

Hallo Mel, das mit dem Einzug scheint ja wirklich reine Geschmacksache zu sein.
Ich möchte mich gerne von meinem Papa übergeben lassen. Ich wohne auch schon seit 7 Jahren nicht mehr zu Hause, aber habe trotzdem eine sehr große Bindung zu meiner Familie, meinen Eltern und vor allem meinem Papa. Ich weis auch, dass es für ihn nicht leicht ist, mich sozusagen endgültig abzugeben. Ich meine, schließlich übergibt er mich dann auch auch in eine andere Familie und ich werde unseren Familiennamen abgeben.
Für mich ist es eigentlich egal, woher der Brauch kommt, ob aus den USA oder Timbuktu. In unserer Familie hat das schon lange Tradition und die möchte ich auch gerne fortführen. Dieser Moment wird ein ganz besonderer für mich sein und ih freue mich schon riesig darauf.
Ich persönlich fänd es schön, wenn du mit Deinem Papa auf der einen Seite und Deinem kleinen Sohn auf der anderen Seite reinläufst. Dann nimmt der Opa seinen Enkel mit auf den Platz.
Bin gespannt, wie Du Dich entscheidest.
Liebe Grüße
Ilka

Das ist wirklich Geschmackssache. Ich persönlich möchte von meinem Vater zum Altar begleitet und dort an meinen Mann “übergeben” werden. Das hat folgenden Hintergrund: Für mich ist eine der wichtigsten Prinzipien einer Familie, dass man sich füreinander verantwortlich fühlt. Meine Eltern waren immer sehr wichtig für mich, bei Problemen immer da und immer meine wichtigsten Ansprechpartner. Ich wohne auch bereits einige Jahre nicht mehr zuhause, und dennoch fühlen sich meine Eltern für mich verantwortlich (im positiven Sinne). Wenn ich nun eine eigene Familie gründe, liegt nun meiner Meinung nach, die Hauptverantwortung in dieser. Und ich sehe in der sogenannten “Übergabe” der Braut auch eine Übergabe der Verantwortung. Klingt sicherlich altmodisch, soll aber nicht im versorgungstechnischen Sinne gemeint sein. Eher auf einer emotionalen Ebene, so wie die Eltern zunächst immer für ihre Kinder da sind, sollen dann die Partner zunächst füreinander da sein.
Und dann hat meine Entscheidung noch einen ganz anderen Grund: Ist doch ein toller und sehr emotionaler Moment, mit dem “großen Auftritt” der Braut - ich möchte doch bitte eine entsprechende Reaktion von meinem Bräutigam sehen :wink:

@ Juni-Braut: Kann mich Deiner Meinung voll und ganz anschließen, das hast Du sehr schön formuliert!

Ich bin auch eine selbständige, erwachsene Frau, die für sich selbst sorgen kann und doch möchte ich mir diesen Moment mit meinem Vater nicht nehmen lassen.
Ich werde auch verschleiert in die Kirche einziehen, für manche altmodisch, für mich die Krönung des Brautfeelings. :smiley:

LG
Jenny

Hallo,
kann mich Jenny und Juni-Braut nur anschliessen. Ich will unbedingt auch von meinem Papa zum Altar geführt werden. Erstens bedeutet er mir unglaublich viel und zweitens sehe ich ihn auch als große emotionale Stütze bei diesem Gang an.
Ich wohne auch seit neun Jahren nicht mehr zu Hause, bin relativ selbstständig (soweit man das als Studentin sein kann :laughing: ) und dennoch total mit meiner Familie verbunden. Das eine schliesst das andere ja nicht aus. Und meine Eltern werden auch nach der Hochzeit einer der wichtigsten Eckpunkte in meinem Leben darstellen.
Und auch mir ist es ziemlich egal, woher der Brauch kommt, dass der Vater mit der Braut zum Altar schreitet. Ich finds einfach nur schön!

Aber, wie schon des öfteren hier gesagt, ist auch das Geschmackssache und jeder sollte es so handhaben, wie es ihn glücklich macht!

@Jenny: habe auch vor, verschleiert in die Kirche zu gehen, finde das extrem schön und nicht altmodisch!

Viele liebe Grüße!

@ Fiene & Sugar: Hätte mir das mit dem Schleier auch gut vorstellen können. Nun fände ich aber einen Schleier zu meiner Kleidwahl nicht so passend, wäre etwas “too much” :wink:

Finde es ganz interessant, wie unterschiedlich die Meinungen zu gewissen Riten sind und wie viele Parallelen es dann innerhalb der Geschmäcker zu anderen Vorgehensweisen gibt…

Ich werde mich auch von meinem Dad in die Kirche führen lassen und er übergibt mich dann an meinen Schatz :wink:

— Begin quote from "traulsi"


Finde dieses Kopieren typisch amerikanischer Bräuche einfach unnötig. Fahre ja auch nicht nach dem Kaffee in die Flitterwochen und lass meine Gäste sitzen.
Aber das soll jeder entscheiden wie er mag.
Wir lassen uns vom Pfarrer an der Tür abholen und ziehen gemeinsam ein.
Grüße

— End quote

… mir geht’s genauso und auch in dem was strandblume schreibt, finde ich mich teilweise wieder.

Ich hab zwar selbst keine Kinder, kann aber verstehen, dass Euer Sohn bei der Hochzeit der eigenen Eltern eine Rolle spielen möchte. Aber auch in dieser Hinsicht würde ich es nicht “übertreiben” - ein kleines Symbol ist schön aber vielleicht wäre es auch gut, sich daran zu erinnern, dass es der Tag des Brautpaares als PAAR. Im Vordergrund stehen Braut und Bräutigam und es geht um Eure Beziehung. Insofern finde ich den Vorschlag von B79 nicht so gut… nix für ungut :unamused: Wie siehts denn aus mit: Oma / Opa (oder eine Tante) sitzen ganz vorne und der Kleine ist bei ihnen und kann die Mami bewundern, wie sie zum Papi geht und die Trauzeremonie beginnt?

Aber wie gesagt… das muss jeder selbst wissen und für sich entscheiden

gruss
gioconda

Ich hab auch einen kleinen Sohn, allerdings noch jünger, der kann noch keine Ansprüche stellen :laughing: und den wir natürlich lieben über alles…aber bei uns war das Thema sollen wir ihn gleich mit taufen lassen oder nicht… und da war uns Beiden aon Anfang ganz klar, dass das wirklich unser Tag ist und er seinen eigenen Tag bekommt… ich denke es ist wirklich Euer Tag, ich weiß ja nicht wie alt euer kleiner Schatz ist, ob Du ihm das irgendwie beibringen kannst dass das Mama-Papa-Tag ist?
Vielleicht wär er ja zufrieden wenn er eine andere ganz besondere Rolle bekommt? Ich denk jetz daran, dass er die Traukerze reinträgt und Du ihm am Arm Deines Vaters oder allein, wie Du Dich eben entscheidest, auf das Schiff folgst? Oder er die Ringe trägt? Und danach auf den Schoß einer Oma/Opa?

Ich bin übrigens auch eine der Bräute, die alleine reinkommt und Uli vorne wartet (wollten es uns nicht entgehen lassen, dass er mich das erste Mal im Brautkleid in der Kirche sieht), hat aber bei uns den ganz einfachen Grund, dass meine Eltern geschieden sind und ich schon ewig keinen Kontakt mehr zu meinem Vater habe.

Oh, da war ich mal einen Tag nicht im Forum und so eine Fülle von Antworten. Wow, danke.
Habe das ganze noch einmal mit meinem Schatz besprochen. Uns ist schon wichtig, dass unser Sohn mit eingebunden wird, das wird er zwar auch beim Blumenstreuen und Bringen der Ringe, aber wir empfinden es so, dass wir “als Familie” heiraten. Deswegen freut es uns auch sehr, dass er trotz seiner drei Jahre schon so interssiert daran ist. Die “Übergabe” von meinem Vater hätte ich mir zwar auch schön vorstellen können, und ich hätte nicht das Gefühl, dass ich als “Sache” übergeben würde. Ich finde es einfach herrlich romantisch. Da mein Vater aber nicht zu der romantischen, emotionalen Sorte Männer gehört, haben wir uns dazu entschieden, gemeinsam zu dritt das Schiff zu betreten. D.h. mein großer und mein kleiner Schatz warten am Eingang dse Schiffes auf mich, sodass ich zum einen den Moment habe, in dem ich alleine zu meinen Männern schreiten werde und so auch die Reaktion sehen kann, und dann gehen wir gemeinsam zum “Altar” und können dabei die Reaktionen der Gäste einfangen. Unseren Sohn werden wir dann bei der Oma absetzen, sodass wir dann als Brautpaar alleine die Trauung vollziehen. Beim Ringtausch kommt er dann wieder dazu. Solte wider Erwarten mein Vater von sich das Thema zur Sprache bringen, können wir uns ja immer noch umentscheiden :smile:
Danke für Eure verschiedenen Meinungen.
Liebe Grüße Mel
Liebe Grüße Mel

Also…die Übergabe der Braut durch den Vater an den Bräutigam finde ich auch gruselig…mein Vater hat mich zum Altar begleitet - das ist ein großer Unterschied. Und das hat er mit großem Stolz getan, und daß er das getan hat, war mir persönlich wichtg.

Ich finde die Lösung, die Ihr jetzt gefunden habt, auch sehr schön. Dein Vater hat sicher auch Verständnis dafür, daß er seinem Enkel zuliebe vielleicht von einer althergebrachten Tradition Abstand nehmen muß…

Hallo Ihr Lieben,

ich melde mich auch mal wieder, ist irgendwie alles ziemlich stressig im Moment.

Also, für uns stand von Anfang an fest, dass wir zusammen einziehen.
Ich habe auch ein sehr enges Verhältnis zu meiner Familie und wir sind alle sehr stark miteinander verbunden, ich arbeite sogar mit meinem Vater. Aber diese enge Bindung habe ich auch mit meinem Freund und uns war die Symbolik sehr wichtig. Wir gehen jetzt seit 5 Jahren gemeinsam durchs Leben und wollen diese für uns ganz wichtigen Schritte auch gemeinsam gehen.
Mein Schatz sieht mich auch erst in der Kirche, denn er wartet im Vorraum der Kirche mit dem Pastor auf mich und so haben wir auch noch einen Augenblick für uns.

Ich muss aber auch dazu sagen, wenn ich über das Heiraten nachgedacht habe, kam mir die Variante mit meinem Vater nie in den Sinn, weil er glaube ich einfach nicht der Typ dafür ist und ich auch nicht. Hatte noch nie so das “Prinzessinnen-Feeling” und bin eher bodenständig.

Aber, wie schon mehrfach erwähnt, an so einem besonderen Tag muss jeder selbst entscheiden, wie er sich am wohlsten fühlt.

Liebe Grüße
Rosi

Es ist doch erstaunlich, wie unterschiedlich man dieses Thema bewerten kann… Ich heirate ja nicht kirchlich, aber ich möchte ganz unbedingt am Arm meines Papis auf meinen Bräutigam zugehen. Ich glaube und hoffe, dass mein Papi vor Stolz platzen wird, und finde es ganz wichtig, dass ich an diesem Tag auch noch einmal die Verbundenheit mit meiner Familie zeige. Es ist ja ein Familientag. Zum Glück keiner mehr, an dem man seine eigene Familie wirklich verlässt, dafür einer, an dem man erstens offiziell eine eigene startet und zweitens eine neue Familie dazubekommt. Ich finde es einfach schön, noch einmal als Vierer-Familie vor diesem großen Tag in einem Haus zu schlafen, morgens zusammen zu frühstücken und dann zum Standesamt zu fahren, wo mein Bräutigam auf mich wartet. Ich verbinde das nicht mit irgendwelchen Gedanken an Übergabe-Symbolik, sondern bin heilfroh, eine so tolle Familie zu haben, die sich so sehr mit uns freut, die uns unterstützt und mir mein ganzes Leben lang zur Seite gestanden hat, und möchte sie auf diese Weise auch symbolisch ganz stark einbinden. Wir gehören zusammen - auch wenn sich ganz viel verändert.
Allerdings kann mein Süßer nicht am Tisch warten, die Tür wäre einfach zu klein, als dass mein Vater und mein Reifrock nebeneinander Platz hätten :smiley: . Daher machen wir das einfach vor der Tür. Die Gäste sind schon drin, Christoph wartet draußen auf mich - und dann gehen wir als Paar zusammen in den Raum.
Ich kriege jetzt schon Herzklopfen, wenn ich daran denke…

Wir hatten das Thema heute auch nochmals in unserem zweiten Traugespräch. Unser Pfarrer hat mir erklärt, dass die Vorgehensweise der “Brautübergabe” wohl ein deutscher, aber eben wirklich alter Brauch ist. Bereits die Generation unserer Eltern hat das wohl größtenteils anders gemacht. Habe ein wenig das Gefühl, dass dieser alte Brauch zu einem neueren Trend wird… Und die Gegner dessen, das gerne als amerikanischen und daher nicht angebrachten Brauch abstempeln?! Versteht mich nicht falsch, ich möchte gerne von meinem Vater zum Altar begleitet werden (egal, ob man das nun Übergabe oder anders nennt), weil ich darin eine schöne symbolische Handlung sehe. Unser Pfarrer findet das auch eher altmodisch und nicht angemessen, lässt mir aber die Freiheit. Und ich verstehe auch all die anderen Argumente und gestehe auch jedem zu, das anders zu gestalten. Aber bei dieser Diskussion kommt in mir immer ein wenig das Gefühl auf, dass man sich für einen alten Brauch rechtfertigen muss.

Ja, genau - das ärgert mich irgendwie auch. Ich hätte wirklich ein Problem damit gehabt, wenn unser Pfarrer uns das hätte verbieten wollen.

Ich habe absolutes Verständnis dafür, wenn ein Pfarrer auf der vollständigen Liturgie besteht. Ich kann sogar verstehen, wenn ein Pfarrer in seinem Gottesdienst keine weltlichen Texte möchte. Und ich habe auch respektiert, daß unser Fotograf während des Gottesdienstes nur von der Empore und ohne Blitz fotografieren durfte (war im Nachinein sogar froh darüber).

Aber der Einzug ist nicht Bestandteil der Gottesdienst-Liturgie (das weiß ich so genau, weil der Fotograf da noch von unten arbeiten durfte), und so gesehen finde ich es überhaupt nicht einsichtig, wenn ein Pfarrer da Verbote ausspricht. Ich meine, selbst wenn eine Braut das als Übergabe durch den Vater an den Bräutigam versteht (was wohl die wenigsten tun), geht das den Pfarrer doch überhaupt nichts an, oder? Und sonst auch niemanden. :unamused: