Vorbesprechung Standesamt - ein kleiner Erfahrungsbericht

Wir kommen gerade vom “City Council” zurück, wo wir mit dem Registrar, der uns trauen wird, unsere Zeremonie durchgesprochen haben!! Och, das wird noch viel schöner als wir dachten… Da ich gerade wieder so aufgedreht und hibbelig vor Vorfreude bin, muss ich mich euch aufgedrehten und hibbeligen Mit-Bräuten einfach mitteilen. Vielleicht hat die ein oder andere auch Lust etwas zum Ablauf ihrer Trauung zu schreiben - würde mich interessieren, welche Lieder und Texte ihr ausgewählt habt! :smile:

Nach “unserem” Lied (This years’ love von David Gray) zu Beginn und den Willkommensworten des Registrars werden unsere Mütter mit zwei Kerzen unsere Traukerze entzünden. Jede dieser beiden kleineren Kerzen symbolisiert unser bisheriges Leben, die Familie, aus der wir kommen. Die beiden Familien werden sozusagen durch unsere Heirat “zusammengeführt”. Finde ich sehr schön, vor allem, da auf diese Weise unsere Familie, die uns beiden sehr wichtig ist, eingebunden wird.

Anschließend werden unsere Trauzeugen das Gedicht “Die Hochzeitskerze spricht” vorlesen - passt ja angesichts der vor uns stehenden Traukerze sehr gut…

Nach ein paar Worten zur Bedeutung der Ehe kommen wir dann zum etwas bürokratischeren (aber kurzen) Teil der Zeremonie (legal declarations/ contracting words): "I call upon these persons, here present, to witness that I, xx, take thee, yy, to be my lawful wedded wife/ husband.“

Beim Austausch der Ringe werden wir uns gemeinsam das Treueversprechen geben, eine abgewandelte, personalisierte Form von Susan Polis Schutz‘ „I Love you“, an der wir an diesem Wochenende gearbeitet haben.

Da wir ja eine sehr kleine „Hochzeitsgemeinde“ sein werden, hat der Registrar vorgeschlagen, dass alle unterschreiben dürfen. Finde ich eine wunderschöne Idee, da auch hier wieder die gesamte Familie und alle, die uns wichtig sind, eingebunden werden. Auflage war, dass keiner eine außerordentlich ausschweifende Unterschrift haben dürfe, damit der Platz ausreicht. :wink: Währenddessen haben wir uns für „Halt mich“ von Grönemeyer entschieden.

Nach den abschließenden Worten (ich vermute mal Glückwünsche und eine Weisheit, die uns auf den Weg mitgegeben wird, - so genau wollte der Registrar das noch nicht verraten!) werden den Hochzeitsgästen dann das Marriage Certificate – und das frischgebackene Ehepaar „präsentiert“, und bei Joshua Bell’s „Ladies in lavender“ lassen wir die Zeremonie ausklingen.

Prima, dass wir die Zeremonie zweisprachig abhalten dürfen! Michaels Eltern verfügen nämlich nicht über besonders gute Englischkenntnisse , da ist es schön, dass Michaels Trauzeuge grob auf Deutsch zusammenfasst und dass das Treuversprechen auch in unserer Muttersprache erfolgen wird!

Es war so süß, wie wir gemeinsam in dem engen, kleinen, muffigen, mit Papierkram ausgestopften Büro des Registrars saßen und Händchen hielten – und ich wohl bemerkte, dass Michael beim Vorlesen des Gedichtes zur „Unity Candle“ die Äuglein feucht wurden vor Rührung… Werde wohl nach einem besonders großen Taschentuch für ihn Ausschau halten müssen – und am besten für mich gleich mit… schnief Wir haben beide ziemlich nahe am Wasser gebaut… :wink:

hmmm, das klingt so schön - da bekomme ich richtig gänsehaut.
klingt perfekt!

die idee mit den beiden kerzen werde ich mir abkupfern! das ist wunderschön symbolisch!
vielleicht kann ich es abwandeln, dass unsere eltern ihre hochzeitskerze mitbringen und gemeinsam unsere anzünden. werde den pfarrer fragen, inwieweit das möglich ist. (weil ich glsube, die kerze wird vom ewigen licht her angezündet; aber vielleicht ist der umweg über die traukerzen der eltern möglich)
danke für deinen bericht!

Hallo meine Liebe,

das klingt ja so richtig schoen. Ich freue mich fuer euch, dass ihr einen so netten Registrar gefunden habt. Ich habe bisher nur mit unserem telefoniert. WErde euch dann aber auch berichten.

LG, Andrea

Ach, das ist schön, dass man mit euch diese Freude teilen kann… Leider habe ich während unseres Aufenthaltes hier in England bisher keine Freunde auftreiben können, die man dauernd mit den neuesten Schritten in Sachen Hochzeitsvorbereitung behelligen kann. Im Gegenteil, viele meiner Kommilitonen durchlaufen momentan eine Trennungsphase oder sind Langzeitsingle, die wollen nicht wirklich dauernd von einer euphorischen Braut bequatscht werden. Und selbst die Freunde in der Heimat scheinen meine Freude nicht 100%ig teilen zu können… Aber wahrscheinlich ist es einfach schwierig, als Nicht-Braut den dauernden Schub an Glückshormonen nachzuempfinden, die man als Braut-in-Planung so erfährt. In diesem Sinne: Schön, dass wir hier unter uns sind! :wink: Fühle mich gut aufgehoben…

Und ja: Berichtet auf jeden Fall, wie bei euch die Zeremonie-Planung so läuft! Ich finde, über diesen Teil der Hochzeitsorga wird gar nicht so viel erzählt, was ich persönlich schade finde…

Wie ist das beispielsweise, wenn ich mich in eine bestimmte Kirche verliebt habe? Muss ich über die Pfarrei meiner Heimatgemeinde gehen - oder kontaktiere ich direkt das betroffene Pfarramt? Ist gerade noch nicht vollkommen akut, weil die kirchliche Hochzeit bei uns erst nächstes Jahr stattfinden wird, aber da die Planung zur standesamtlichen so langsam in der Abschlussphase ist, muss ich mir ja ein neues “Hobby” suchen… :smile:

Ganz liebe Grüße
Alexandra

ich komme mir auch so vor, wie junge mütter, die nur mehr über ihr kind reden (das nervt mich manchmal) - deshalb habe ich mir vorgenommen, bei meinen freundinnen und bekannten etwas weniger über die hochzeitsplanung zu reden; es gibt ja auch noch andere themen :wink:

und hier im forum kann ich mich eh genug austoben.

@kirchl. anmeldung: in österreich musst du dich in deiner heimatpfarre (also wo du wohnst und mit meldezettel angemeldet bist) zur trauung anmelden. diese pfarre schickt dann das trauungsprotokoll (also die anmeldung) an deinen hochzeitsort.