Wie war Euer Traugespräch?

Hallo Ihr Lieben,
könnt Ihr mir mal berichten, über was man mit dem Pfarrer alles spricht?
Wir haben unser Traugespräch heute am Spätnachmittag u. ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was auf uns zukommt :open_mouth: .
Mein Freund ist vor langer Zeit aus der Kirche ausgetreten u. mir war es trotzdem sehr wichtig kirchlich(katholisch) zu heiraten. Das wird bestimmt auch ein Thema sein, oder???
Liebe Grüße von der etwas verunsicherten Steffi :unamused:

hallo blueeye,
bei uns hat das Traugespräch (evangelisch) ewig gedauert… zunächst haben wir uns darüber unterhalten, warum wir überhaupt heiraten möchten, warum kirchlich. Dann das mein “Freund” Atheist ist - was er sich so vorstellt etc, allgemeine philosophische Fragen…
Wer wir so sind, was wir so machen, was wir gemeinsam machen und so.
Dann eher ganz zum Schluß haben wir ein paar Lieder besprochen (er hat sie uns auch vorgesungen - ein sehr seltsames Gefühl einen singenden pastor im Wohnzimmer zu haben) und uns über Bibeltexte und unseren Trauspruch unterhalten (warum der zu uns passt)
Dann haben wir seine email Adresse bekommen um unsere weiteren Ideen zu mailen.
lg

Hallo !

Wir heiraten katholisch und unser Traugespräch war nicht so lang. es ging auch eher weniger um religiöse als um organisatorische Dinge. Ich nehme an, dass das Traugespräch durch unser Ehevorbereitungsseminar ersetzt wurde.

Also, wir hatten drei Gespräche…lag aber auch daran, daß ich nicht getauft bin und wir nicht in der Heimatgemeinde meines Mannes geheiratet haben, der Pfarrer kannte uns also nicht.

Im ersten Gespräch ging es grundsätzlich darum, warum wir (vor allem ich) kirchlich heiraten wollen. Er hat uns erklärt, worum es bei der Zeremonie geht (anders als in der katholischen Kirche ist es ja keine “Trauung”, sondern man erbittet Gottes Segen für die bereits geschlossene Ehe). Und hat mich ziemlich gelöchert, was ja auch legitim ist. Außerdem hat er uns den Standard-Ablauf erklärt und erläutert, an welchen Stellen Gestaltungsspielraum besteht.

Im zweiten Gespräch wurde es dann schon konkreter - wir hatten uns Gedanken gemacht zum Trauspruch und zur Musik und darüber, ob wir unsere Trauzeugen oder andere Personen mit einbeziehen oder nicht etc…Er hat uns dann nochmal Hinweise gegeben, welche Passagen der Bibel sich für die Lesung eignen würden. Wenn wir ihn drum gebeten hätten, hätte er sicher was für uns aussuchen können, aber ich fand es schöner, das selbst zu tun. In diesem Gespräch wurden dann auch Basics besprochen wie echte Blumen streuen ja/nein, Fotograf ja/nein, Einzugsordnung etc. Wir bekamen die Telefonnummer vom Küster mit der Bitte, uns bzgl. Deko usw. mit ihm abzusprechen. Dann hat er uns eine Hausaufgabe mitgegeben: wir sollten ihm getrennt voneinander einen Brief schreiben. Inhalt: 1. unsere Geschichte 2. unsere “Vision” von der Ehe 3. warum genau dieser Trauspruch und kein anderer. Wir durften uns nicht untereinander absprechen. 8)

Zum dritten Gespräch hatten wir unsere Briefe dabei, alle Lesungen ausgesucht, alle Lieder ausgesucht, die Stücke, die der Chor singen sollte sowie die Orgelstücke zum Ein- und Auszug abgestimmt und sind im Grunde nur noch einmal gemeinsam alles durchgegangen. Da sind dann auch noch so Sachen hochgpoppt wie z.B. die Spende (wir haben keine Gebühr zahlen müssen und haben deshalb 100 € gespendet), oder auch die Kollekte. Wir wollten gerne den Kollektenzweck selbst bestimmen, und da hat er uns empfohlen, ein Kärtchen vorzubereiten mit Empfänger und Bankverbindung, das man dann am besten in den Klingelbeutel werfen sollte, damit der Küster alles beisammen hat und das Geld da ankommt, wo es hinsoll. Das Kärtchen habe ich vorbereitet und unserem Trauzeugen anvertraut, der hat das dann für uns im Klingelbeutel abgeliefert.

Klingt jetzt alles furchtbar viel, aber ich fand es eigentlich sehr schön, daß er das so genau genommen hat. Insgesamt waren es einfach immer sehr nette Plauderstunden (übrigens bei ihm im Büro, nicht bei uns zu Hause) und z.T. sehr anregende Diskussionen (besonders im ersten Gespräch). Er hat uns noch einige Tips gegeben und auch darauf bestanden, das Kirchenheft korrekturzulesen, um sicherzugehen, daß wir die Reihenfolge der Liturgie richtig haben… ich hatte am Anfang einen Mordsbammel, aber hinterher war ich richtig gerne bei ihm.

Also, keine Panik, wahrscheinlich will der Pfarrer Euch nur ein bißchen kennenlernen und Orga-Fragen klären - alles halb so wild!

Hallo,
wir hatten neulich unser Traugespräch, bei welchem wir auch zum ersten Mal die Vikarin näher kennen gelernt haben. Mir war auch ziemlich komisch, weil ich nicht wusste, was auf uns zu kommt - wir heiraten ev. mit kath. Beistand.
Die Vikarin war DREI Stunden bei uns und wir haben (sie eingeschlossen!) gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist. Zuerst haben wir den kompletten Gottesdienst besprochen (zum Glück hatten wir uns schon vorher einiges überlegt - ich hätte nicht gedacht, dass wir alles gleich so konkret machen, fand es aber gut so, denn jetzt wissen wir woran wir sind und sind echt ein großes Stück weiter in der Planung). Mit Liedern und allem drum und dran - wir konnten alle unsere Ideen einbringen (Gospelchor einer Freundin darf singen, Gemeindelieder haben wir ausgesucht, Fürbitte und ein Gedicht dürfen Freunde von uns lesen, die Vikarin duzt uns während der Trauung etc.). Lediglich mit dem Trauspruch sind wir uns noch nicht ganz sicher, da überlegen wir noch.
Im zweiten Teil hat sie uns dann einige Fragen gestellt, z.B. wie wir uns kennengelernt haben, was wir am anderen besonders mögen (und was nicht!), was für Berufe wir ausüben, was wir uns für unsere Zukunft wünschen etc. Dann wollte sie noch wissen, wie was für Einflüsse die Kirche in unser bisheriges Leben hatte bzw. unsere jeweiligen Erfahrungen mit der Kirche. Ansonsten ging es erstaunlich wenig um die die Kirche bzw. den Glauben.
Es war ein wirklich tolles Gespräch, wir werden noch einiges per Email mit ihr abklären und treffen uns zwei Tage vor DEM Tag zur “Generalprobe” noch mal in der Kirche selber.
Wüsche Euch viel Spaß heute, macht Euch nicht verrückt vor dem Gespräch (ich war im Nachhinein völlig unnötig aufgeregt),
LG, Carrie.

Hallo Steffi,

beim ersten Traugespräch hat der Pfarrer auch mit uns über die Bedeutung der Ehe und warum wir kirchlich heiraten wollen gesprochen. Beim zweiten ging es dann lediglich um dieses Eheprotokoll. War alles gar nicht so schlimm :wink:

LG, Steffi


endlich verheiratet :smiley:

Ihr seid echt süß!!! Danke für Eure Antworten.
Ich bin nun auch schon gar nicht mehr soooo aufgeregt. Werde nun noch die Vorschläge für die Lesung mit nehmen(danke Steffi :wink: ) und dann sitzen wir schon fast im Pfarramt.
Ich berichte nachher mal, wie es war!
Ich finde es schon ganz schön toll, dass die katholische Kirche es überhaupt erlaubt, das wir kirchlich heiraten dürfen. Früher wäre doch so etwas undenkbar gewesen :open_mouth:
Und über den Gospelchor freut sich der Pfarrer, laut seiner Aussage am Telefon, auch schon :wink:
Liebe Grüße, Steffi

bin gespannt, was du erzählst. Bei meiner Trauzeugin war es auch so. Sie ist katholisch, ihr Mann nicht mehr in der Kirche. Für den Pfarrer war aber nur wichtig, dass er früher katholisch war. Schlimmer wäre es wohl gewesen, wenn sie katholisch und er evangelisch wäre… Schon heftig, oder?! Aber ich denke, dass kommt auch immer nochmal auf den Pfarrer drauf an.

Viel Spaß heute abend.

LG, Steffi


endlich verheiratet :smiley:

Ich bin wirklich restlos begeistert von unserem Pfarrer, Juchhu!!!
Deshalb musste ich Euch das gleich berichten.
Er ist ein ganz junger, moderner(ich sage nur enganliegende Kette mit Kreuz, Silberring u. chices Armband :wink: )Pfarrer, der alle meine Ideen(Gospelband, Fürbitten zweisprachig, da wir viele Gäste aus der USA haben, die kein deutsch können) echt gut fand.
Er fragte meinen Freund zwar, ob er denn gar nicht mehr gläubig sei(was ja nicht so ist) aber ansonsten wurde kein Wort über seinen Austritt aus der ev. Kirche gesagt.
Wir können uns sogar ein Träueversprechen aussuchen, was nicht sooo sehr christlich ist. Ich war echt baff :open_mouth: und bin jetzt ganz happy :laughing: , das alles so gut abgelaufen ist.
Hab selten einen sooo 8) coolen Pfarrer erlebt!
Liebe Grüße von einer glücklichen Steffi

Hi Steffi,
na das hört sich ja mal wirklich vielversprechend an!!!
Es freut mich für Euch, dass Ihr so einen modernen Pfarrer erwischt habt (hab von Arbeitskollegen schon echte Horrorgeschichten gehört - einer ist nach dem Traugespräch aus der Kirche ausgetreten, aber ich denke, das sind Einzelfälle).
Ich glaube, die Pfarrer sind auch froh, wenn jemand eigene Vorstellungen einbringen möchte, denn das macht den Gottesdienst ja dann auch einzigartig.
LG, Carrie.

Hallo,
unser Traugespräch lief auch eher nüchtern, trotzdem sehr nett ab. Es ging weder um Glaubensfragen noch um unsere Vorstellungen von der “christlichen” Ehe, weder um unser Wollen einer kirchlichen Trauung noch um das Verständnis von Liebe, Treue und Ehe - obwohl wir auf all das wirklich vorbereitet waren.
Wir hatten ein sehr nettes zweistündiges Gespräch, in dem wir zunächst über den Ablauf der Trauung, Lieder, Chor und Organisatorisches und dann über uns beide und unser Leben gesprochen haben.
Meiner Meinung nach hättte es schon tiefer in diese ganzen Glaubens- und Ehefragen gehen können - mein Freund war ganz froh drüber, denn er ist nicht wirklich gläubig.

LG Nina

Hallo,

Unsere Traugespraeche liegen schon etwas laenger zurueck. Wir hatten zwei.
Nun, da unser Pfarrer ein guter Freund von mir ist, und unterdessen auch meinen Mann einigermassen kannte, war es ziemlich locker.
Trotzdem hatte er uns die typischen Fragen gestellt, die wir uns vom ersten auf das zweite Gespraech ueberlegen sollten.
(Warum in der Kirche heiraten, 3 Dinge die ihr an eurem Partner liebt und 3 Dinge die euch stoeren. -> die 3 dinge die ich nicht mag, waren doch einigermassen schwierig.)
Dann haben wir den Ablauf besprochen: Welche Lieder, Einzug, Mithilfe von anderen bei der Trauung und so weiter.
Ich denke, wenn man sich schon vorher Gedanken ueber bestimmte Punkte gemacht hat, dann wird das kein Problem sein.

Viele Gruesse
Moni