Wieder aufgegriffen: Welchen Ehenamen werdet Ihr haben?

Hallo Mädels,

ich mache mir zur Zeit Gedanken über unseren/meinen Familiennamen und habe dabei festgestellt, dass eingie von Euch dieses Thema schon mal im Frühjahr heftig diskutiert haben. Da wollte ich nun mal nachfragen, ob Ihr immer noch bei Euren Entscheidungen geblieben seid oder ob Ihr Eure Meinung nochmals geändert habt.
bei mir ist das so:
Ich habe schon immer gesagt, dass ich meinen Namen nie ändern werde. Sklaven hat man früher auch umbenannt, damit sie ihre Identität vergessen…
MeiN Freund hat zu diesem Thema die konservative Einstellung, dass eine Familie einen Namen hat und zwar den des Mannes. Er ist außerdem Einzelkind und ich habe noch Geschwister…
Lange Diskussionen folgten…
Da mir mein Freund aber viel wichtiger ist als meine Prinzipien habe ich mich dann auf einen Doppelnamen eingelassen. Unsere beiden Namen sind nicht sehr spektakulär und nicht so lange.
Mein Plan ist, dass ich den Doppelnamen habe, aber im Arbeitsleben erst mal nur meinen Geburtsnamen weiterhin verwende. Sollten dann mal Kinder da sein, kann ich auf den Doppel-Namen umsteigen.
Nun bin ich aber am Überlegen, ob ich bei Unterschriften das auch so halten kann oder ob ich mit dem Doppelnamen unterschreiben muss?
Das würde mich aber total nerven.
Deshalb überlge ich nun sogar, ob ich nicht doch seinen Namen annehmen soll? Das könnte dann auch eine Überraschung für ihn am Standesamt sein…

Welche Erfahrungen habt Ihr denn inzwischen gemacht? Wer lebt nun schon mit einem Doppelnamen? Darf man im “Geschäftsleben” auch nur mit einer Hälfte des Namens unterschreiben (z.B: Geschäftsbriefe, Aufträge usw.)

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen!

LG
Dsesideria

“Sklaven hat man auch früher umbenannt, damit sie ihre Identität vergessen…”

  1. Ich bin kein Sklave.
  2. Ich werde nicht umbenannt, sondern nehme freiwillig einen anderen Namen an.
  3. Meine Identität hängt nicht von meinem Nachnamen ab.

Für mich ist ein gemeinsamer Familienname Ausdruck der selbstgewählten Zusammengehörigkeit - genau wie die Ringe. Wenn wir einmal Kinder haben, fände ich es grauenhaft, wenn sie nicht so heißen würden wie ich - oder nicht so wie ihr Vater. Doppelnamen finde ich persönlich irgendwie albern.

Für mich hat sich die Frage nie gestellt. Hätte ich jetzt einen besonders tollen Mädchennamen gehabt oder umgekehrt mein Mann einen besonders schrecklichen Namen oder wäre gar beides zusammengekommen, dann hätte ich versucht, meinen Mann dazu zu bringen, meinen Namen anzunehmen.

Einzige Ausnahme, die ich akzeptieren kann: Wenn jemand unter dem Mädchennamen etwas veröffentlicht hat und weiterhin veröffentlicht bzw. wissenschaftlich tätig ist oder in der Öffentlichkeit steht. Andererseits: sogar eine Frau Feldbusch konnte es sich leisten, ihren Namen gegen das deutlich häßlichere Pooth einzutauschen…und es hat ihrer Karriere nicht geschadet.

Hallo,

für mich stand von Anfang an (seit frühster Kindheit) fest, dass ich meinen Geburtstagnamen so schnell wie möglich loswerde. Das hat nichts mit dem Namen zu tun, sondern mit der Familie meines Vaters, die diesen als Teil eines besonderen Privilegs ansehen, dass nur manche haben… Das mochte ich noch nie und habe auch nie verstanden, was an einem Namen so besonders sein soll, aber es hat bei mir zum Gegenteil geführt.

Mein Freund ist eigentlich nicht konservativ in der Frage, aber da er der einzige in der Familie ist, der männlich ist und den Namen weitergeben kann (okay, Frauen können das theoretisch inzwischen auch), wollte er gerne seinen Namen behalten.

War für uns also keine große Sache. Seine Eltern haben sich beide sehr drüber gefreut. Meiner Mutter wars recht egal. Mein Vater hat ganz schön geschluckt, aber sich wirklich fast nichts anmerken lassen und es für seine Verhältnisse cool aufgenommen. Den Rest seiner Familie habe ich darüber noch nicht informiert, aber ich denke, sie werdens auch schon schlucken.

LG, Marei

PS: Die Doppelnamen-Option hat man wohl immer frei, wurde mir am Standesamt erklärt. Ich könnte meinem neuen Namen jederzeit meinen alten wieder anhängen. Der Name meines Mannes gilt nur als offizieller Familienname.

Hallo,

also ich persönlich stehe dieser Frage auch immer zweigeteilt gegenüber. Auf der einen Seite möchte ich natürlich durch einen gemeinsamen Namen unsere Zugehörigkeit ausdfrücken. Auf der anderen Seite habe ich aber irgendwie auch ein Problem mein Mädchenname einfach so aufzugeben. Ich finde schon dass der Name ein Stück weit Identität bedeutet. Zudem ist mein Papa recht früh verstorben und ich glaube das hält mich auch davon ab, den Namen komplett aufzunehmen.
Mein Schatz möchte natürlich seinen Namen behalten. Aber warum sollte ich meinen aufgeben. Nun werde ich wahrscheinlich einen Doppelnamen “bekommen”. Familienname soll sein Name sein, denn wenn es Kinder geben sollten dann doch alle den gleichen Namen haben.

Ich denke aber auch, dass es umständlich werden kann mit beiden namen zu unterschreiben. Aber kommt Zeit kommt Rat. Und ich denke man gewöhnt sich auch schnell daran.

@desideria
Ich würde sagen, lass deinen Bauch entscheiden. Wenn du das Gefühl hast, so geht es dir besser, dann würde ich dir zu dem (mitunter eventuell umständlicheren) Doppelnamen raten.

LG Yvonne

du wirst ab der Hochzeit überall mit deinem Doppelnamen unterschreiben müssen. Alles andere wäre vom Gesetz her natürlich nicht zulässig!!! Man kann nicht Fr. XY ab der Hochzeit heißen aber nur dann wenn es einem paßt!

außerdem stimme ich Mausekatze zu.

— Begin quote from ____

  1. Ich bin kein Sklave.
  2. Ich werde nicht umbenannt, sondern nehme freiwillig einen anderen Namen an.
  3. Meine Identität hängt nicht von meinem Nachnamen ab.

— End quote

und dabei ist mein Name (Doppelname seit Geburt) dazu sogar noch seltener (ganze 3 Mal auf der Welt!) als den Namen meines Verlobten und mindest genauso exostisch.

habe auch ganz selbstverständlich seinen namen angenommen, obwohl er um einiges länger und schwieriger ist :unamused:

Hallo,

ich kann da in allen Punkten Mausekatze nur zustimmen!
Ich werde auch seinen Namen annehmen und freue mich darauf, endlich einen gemeinsamen Nachnamen als Ausdruck unserer Zusammengehörigkeit zu tragen, auch wenn seiner nicht so hübsch klingt, dafür meiner aber sehr alltäglich ist.
Und da bin ich auch schon bei einem wichtigen Aspekt für uns. Ich stehe nämlich vor zwei wichtigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und möchte vermeiden, dass sich alle meinen Geburtsnamen merken, mich dann aber unter diesem nie wieder finden würden, weil wir spätestens in zwei Jahren geheiratet hätten.
Außerdem ist bei einem eher außergewöhnlichen Namen der Wiedererkennungswert sehr hoch, was im Berufsleben nur von Nutzen sein kann!

LG Nina

Hallo,

also ich werde auch seinen Namen annehmen, war für mich garkeine Frage, ich freue mich auf meinen neuen Namen. Für mich persönlich drückt es auch aus dass wir beide jetzt richtig zusammen gehören.

LG Peggy

Hallo,

auch ich werde den Namen meines zukünftigen annehmen, gerade weil wir ja auch schon eine Tochter haben( die noch meinen Namen trägt) kann ich es kaum erwarten bis wir alle einen gemeinsamen Namen haben.
Trotzdem wird mir der Abschhied von meinem Namen sicher auch schwer fallen…

LG, Sahara

Moin,

ich werde auch den Namen meines Mannes annehmen. Für mich ist es ein äußeres Zeichen unserer Verbundenheit. Meine Persönlichkeit und meine Identität sind nicht abhängig von einem Namen. Mein Zukünftiger hätte auch meinen Namen angenommen, aber seiner ist eindeutig klangvoller.
Ich mache also einen guten Tausch :smiley: .
Bräuten, die den Namen Ihres Mannes annehmen, zu unterstellen, sie würden sich in einen sklavenähnlichen Zustand begeben, finde ich unpassend.

Grüße
Mascha

Hallo,

ich hab glaub ich im alten Thread dazu schon was geschrieben. Ich werd den Namen meines Zukünftigen annehmen und freu mich schon drauf, denn ich finde auch es ist ein Zeichen der Verbundenheit.
Gestern hat mir mein Chef schon mein neues Türschild gegeben, damit ich es nach der Hochzeit gleich dranmachen kann. Und ich muss sagen es war schon ein komisches Gefühl, meinen Vornamen mit einen ganz anderen Nachnamen dazu zu sehen.

ich kann mich auch mausekatze anschließen.

ich werde auch den namen meines verlobten annehmen, obwohl dieser name bei meiner familie keine große begeisterung auslöst.
da mein verlobter schon einen doppelnamen hat, kommt für mich der doppelname schon rein rechtlich nicht in Frage.

ich finde es auch sehr schön und sehr wichtig mit einem gemeinsamen nachnamen seine zusammengehörigkeit auszudrücken.

also ich werde auch den namen meines zukünftigen annehmen. bin da sehr altmodisch eingestellt. auch ein doppelname käme nicht in betracht, den mein vorname und nachname ist jetzt eh schon sehr lang.
obwohl mein nachname viel schöner klingt als seiner. und meinen hab ich nie buchstabieren müssen. er schon :smiley:

Ich habe mich eigentlich schon immer darauf gefreut meinen Namen “loszuwerden”, denn gerade in der letzten Zeit habe ich mich darüber nur noch ärgern müssen. Obwohl ich meinen Namen bereits buchstabieren musste, wurde er trotz allem falsch geschrieben. Auch bei vielen Sachen, wo der Name nur abgeschrieben werden musste, ist er dann falsch geschrieben worden. Eigentlich nur ärgerlich…

Obwohl ich schon auf den Namen stolz war, weil er der Geburtsname meiner Mutter ist und meine Oma so ja dann auch heißt. Ich hab insgesamt 4 Onkels (Brüder meiner Mutter), die auch alle so heißen. War schon immer ganz lustig am Telefon…

Nachdem mein Mann das Drama mit meinem Namen mitbekommen hatte, kam es für ihn einfach nicht in Frage. Vorher war er zwar etwas unschlüssig. Aber auch bei seinem Namen muss man buchstabieren, weil die Leute es einfach nicht auf die Reihe kriegen. Dabei ist das so ein einfacher Name. Und viele sagen auch noch die englische Version. Was solls. Ich bin stolz, dass wir jetzt den gleichen Namen haben. Auch wenn seine Eltern im gleichen Haus wohnen und es da mit der Post, Ferienwohnung etc. immer zu Verwechslungen kommt. Die Leute können einfach nicht “lesen” oder sind zu faul. Immer auf die oberste Klingel, das ist doch das einfachste.

Wenn wir dann aber eine Familie gründen, will ich nicht das unser Kind dann einen anderen Namen hat. Das käme für mich nie in Frage. Auch einen Doppelnamen fand ich immer doof. Hab das einmal mitbekommen. Da wurde die Bekannte von mir immer mit ihrem Geburtsnamen angesprochen, obwohl sie schon seit Ewigkeiten verheiratet war.

Also seid stolz darauf zu zeigen, dass Ihr zusammengehört. Das macht schließlich ja auch eine Familie aus.

Hallo zusammen,

das ist ein Thema über das ich in letzter Zeit auch häufiger nachdenke. Im Moment tendiere ich dazu seinen Namen anzunehmen. Ich empfinde die Hochzeit als ersten Schritt zu einer gemeinsamen Familie. Und dazu gehören für mich persönlich Kinder und ein gemeinsamer Familienname.

Andererseits ist mir auch ein bißchen mulnig. Ich finde nämlich schon dass mein name zumindest ein Teil meiner Identität ist. Ich war nunmal 26 Jahre Nina F…natürlich verändere ich mich nicht, aber mit meinem Namen bin ich doch sehr verbunden… ich glaube schon dass man sich das zurecht gut überlegt.

Hallo zusammen,

sehr interessant, dass es hier alle sehr romantisch finden, wenn die Familie den selben Namen trägt und dies für den wahren Schritt zum besseren Zusammenhalt der Familie halten - finde ich auch.
Noch interessanter finde ich, dass Männer es gar nicht romantisch finden, ihren Namen abzugeben, egal, wie blöd er ist. Sondern immer nur die Frauen zurückstecken. Ich kenne zumindest keinen einzigen Mann, der seinen Namen aufgegeben hat. Herr Hase blieb Herr Hase, Herr Weißkopf blieb Herr Weißkopf, und die Frauen haben ihre weitaus wohlklingenderen Namen aufgegeben. Wo bleibt da die Emanzipation?

Meine Familie lässt sich unter ihrem Namen bis 1550 zurückverfolgen, ich mochte meinen Opa und meinen Vater sehr und identiziere mich stark mit meinem Namen. Deswegen habe ich meinen Namen nicht aufgegeben bei der Hochzeit.

Mein Mann und ich haben folgende Abmachung getroffen: Jeder behält seinen Namen. Ist unser erstes Kind ein Mädchen, erhalten die Kinder meinen Namen. Ist das erste Kind ein Junge, erhalten die Kinder seinen Namen.

Ich hoffe, dass unsere Töchter vielleicht eher mal die Chance haben, ihren Namen durchzusetzen, wenn er objektiv schöner ist.

LG Alusra

Hallo

Ich finde es auch besser wenn die ganze Familie den gleichen Namen hat. Ich kenne 2 Familien wo das nicht so ist und irgendwie ist das ziemlich komisch…

@Alusra, ich kenne 2 Maenner, die den Namen ihrer Frau angenommen haben. Und ehrlich gesagt fand ich die frueheren Namen nicht schlimm oder so. Dann kenne ich ein Paar, da hatte er einen 08/15 Namen, mit dem er sich nicht wirklich identifizieren kann und sie einen schoen klingenden speziellen Namen. Rate mal, welchen Namen die beiden jetzt haben…!!! SEINEN und rate mal, wesswegen!!! Weil SIE (nicht ER) fand, dass es halt so sein muss. Er haette seinen Namen aufgegeben aber sie wollte nicht.

Viele Gruesse
Moni

Guten Morgen,

also da habe ich wohl auch so ein Ausnahemexemplar von Mann. Mein Freund wird meinen Namen annehmen. Nicht dass er seinen Namen nicht mag oder etwas negatives damit verbindet. Es ist so, dass ich selbstständig bin und es für mich ein großer Aufwand wäre alles innerhalb meiner Firma zu ändern (Briefbögen, Visitenkarten , Handelsregistereintrag usw.), außerdem ist unser Name in unserer Stadt sehr bekannt und auch selten. Nach einigen Gesprächen, die immer ganz friedlich abliefen, hat er sich ganz alleine entschieden meinen Namen anzunehmen.
Allerdings war uns auch ein gemeinsamer Name wichtig. Hätten seine Eltern oder meine etwas dagegen gehabt, hätte ich seinen Namen angenommen. Man muss dazusagen, dass er der einzige Sohn und Erstgeborene ist, aber seine Eltern haben sehr locker reagiert. Und meine Mutter hat mal ein Baby verloren, dass den gleichen Vornamen hatte, wie mein Freund, wenn es für sie komisch gewesen wäre, hätten wir auf jeden Fall seinen Nachnamen genommen.
Rosi

Hallo zusammen,

dieses Thema ist echt spannend. Vielen Dank für die vielen interessanten Meinungen. Ich muss da nochmal kräftig nachdenken, ich hab aber zum Glück auch noch ein paar Wochen Zeit…
Übe zur Zeit schon mal die verschiedenen Unterschrift-Varianten :smile:

Ich wollte niemanden mit meiner zugegebener Maßen provokaten Aussage verletzen! Letzten Endes muss es jedes Paar für sich entscheiden und so leben, wie es möchte. Das ist ja das schöne an der Wahlfreiheit, die wir haben und unsere Mütter (meistens) noch nicht hatten.

LG

Desideria

Ich werde auch seinen Namen annehmen, obwohl das im Moment noch irgendwie komisch aussieht, wenn man es aufschreibt.
Aber ich habe meinen Nachnamen noch nie sonderlich hübsch gefunden, wurde in der Schule auch oft damit aufgezogen.
Und sein Nachname ist wirklich schön, warum also nicht?
Zumal Doppelnamen oder jeder-behält-seinen-Namen für uns nicht in Frage kommen.

~ Avaluna ~