Wünsche von Familie und Freunden

Hallo Ihr Lieben,

geht es euch eigentlich auch so, dass Ihr unglaublich viele, lieb gemeinte Hilfe und Unterstützung bekommt, es Euch aber manchmal ein bisschen zu viel wird? Oder anders gesagt, dass manche Hilfsangebote mehr die eigenen Wünsche, die Familienmitglieder oder Freunde an den Tag stellen, sind?
Ich habe manchmal echt Schwierigkeiten (obwohl ich als Trauzeugin meiner besten Freundin im letzten Jahr ihr auch immer dazu geraten habe), “nein” zu sagen - sei es, wenn unser Trauzeuge unbedingt einen bestimmten Text im Gottesdienst lesen will, der uns aber nicht so gut gefällt wie ein anderer, sei es, weil meine zukünftige Schwiegermutter unbedingt eine Rede halten möchte (an sich ja nichts schlimmes und nicht zu verbieten, aber wir wissen beide, dass das in einem Tränenmeer darüber, dass ihr ältester Sohn heiratet und sie so alleine ist, enden wird), meine Trauzeugin unbedingt in der Kirche fotografieren will, obwohl wir eine Fotografin haben…
Wisst ihr was ich meine? Ich freue mich unglaublich über die zahlreiche und sehr liebe Unterstützung, die wir bekommen, aber manchmal geht es einen Tacken zu weit und ich weiss dann nicht so recht, wie ich das bremsen soll, zumal zwei, drei Personen dann auch immer gleich beleidigt sind a la “Wenn mein Sohn heiratet, dann will ich aber auch…”
Wie geht Ihr damit um? Schliesslich wollen wir ja auch niemanden verletzen und sind dankbar für die Hilfe.
Wir dachten, es wäre eine gute Idee, einen Ansprechpartner für alle Gäste, die sich beteiligen möchten, zu benennen und haben das auch getan (meine Schwester, die diesbezüglich ein wahrer Schatz ist), doch trotzdem laufen gerade die eher schwierigen Dinge (s.o.) bei uns auf.

wir haben aus meine Schwester als Zeremonienmeister ernannt und trozdem setzen sich einige darüber hinweg, wenige sogar über uns - das Brautpaar! :open_mouth:

Schon vor einigen Jahren habe ich aufgehört, mir Sorgen zu machen. Ich sagen nein, höflich aber bestimmt. Es st egal wei man es sagt, es werden sich IMMER welche beleidigt fühlen. Aus diesem Grund sage ich alles offen heraus und gut ist. Meistens beruhigen sich die Leute auch reht schnell wieder sobald sie merken, dass du eine Meinung hast und diese auf standfest vertretten kannst.

Also ruhig etwas mehr Kraft in der Stimme und “NEIN” rufen :wink:

Ich kann das so nachfühlen…

Ich bin auch vor einigen Monaten voller Euphorie in die Hochzeitsvorbereitungen gestartet. Ich wollte die Planungszeit voll genießen und meine Vorstellungen einer Traumhochzeit so gut wie es geht realisieren.

Schnell habe ich mich aber in Diskussionen wieder gefunden… Meist mit Familienmitgliedern… Da war eine Sache zu aufwendig, oder zu teuer… überflüssig oder wurde doch schon immer anders gemacht etc. etc. :open_mouth: Kaum war der Gottesdienst durchgeplant, hieß es auf einmal “aber wieso, ich möchte doch so gerne mit unserem Chor auftreten”… Gerne, hätte das super schön gefunden, aber nicht mehr, wenn der komplette Ablauf feststeht, der Sologesang organisiert ist etc.

Man war ich teilweise hochgradig genervt… Auch wenn alle nur das Beste wollen… Man muß für sich seinen Weg finden… und auch einmal klar “Nein” sagen. Wie Du es auch schon einmal als Trauzeugin empfohlen hast, wie Du schreibst…

Nach zahlreichen Gesprächen und auch Tränen haben wir jetzt die ideale Situation. Ich habe meine Vorstellungen klar dokumentiert und einzelne Bereiche wie Kirchenschmuck, Autoschmuck, Standesamtfeier etc. komplett abgegeben.

Um den Ablauf des Abends kümmert sich unsere Trauzeugin. Dieses stand von Anfang an fest und ich halte mich komplett raus und lasse mich einfach nur überraschen.

Hat zwar etwas länger gedauert, bis wir hier angekommen sind, kann jetzt aber viel entspannter den Rest vorbereiten.

Gott sei Dank, es geht nicht nur mir so :laughing: Ich bin auch gerade in dieser Phase. Jeder meint, er müsste was sagen. Vor allem das Thema Frisur nervt im Moment sehr. Sobald ich mal irgendwie die Haare habe (und sei es nur ein Pferdeschwanz) gibt mir meine SchwieMu Ratschläge (hinten mehr Haare raus, mehr Locken, mehr dies, mehr das…). Ich habe jetzt auch entschieden, dass ich ihr meine Frisur (habe diese Woche Probestecken) nicht zeigen werde. Schließlich soll sie sich auch überraschen lassen. Sogar meine Schwieger-Oma (sagt man das so?) mischt sich ein, weil sich mein Freund jetzt das Schlüsselbein gebrochen hat, meint sie, wir sollen doch alles (wir haben in zwei Wochen Polterabend) absagen. Aber wir werden uns jetzt daran nicht stören und einfach auf Durchzug stellen. Meine Freundinnen, die im letzten Monat geheiratet haben, haben mich beruhigt. Das sei völlig normal und legt sich wieder :laughing:
Also: Kopf hoch! Wir schaffen das :laughing:
LG, Steffi


Standesamtliche Trauung: 15.07.2006
Kirchliche Trauung: 12.08.2006

Ich kann da auch nur raten, das NEIN bestimmt und freundlich klingen zu lassen.
Ich hatte bisher auch schon Situationen, in denen ich mich überwinden musste dies zu tun, sonst bin ich da eher locker und sehr ehrlich :wink:
Schwierig war`s z.B. als eine Bekannte ihren Freund, den wir nicht kennen mit einladen wollte, wir wollten das aber nicht.
Am Sonntag hatten wir ein “Hochzeitskaffeetrinken” mit unseren Eltern- das war auch eine echte Probe :confused:
Wenn die Diskussionen dann aber zu lange dauerten haben wir einfach mit dem nächsten Punkt weitergemacht und uns später zu zweit für eine Lösung entschieden.
Ich muss unsere Eltern aber auch loben, sie machen sich viele Gedanken und geben sich Mühe, uns zu nterstützen und uns nix aufzudrängen…

LG, Sarah

Bei uns klappt das irgendwie ganz gut, die Trauzeugen sind fuer alle Unterhaltung zustaendig und wir bekomme wirklich nichts mit. Von mir aus muss es ja gar keine Rede geben und wenn, dann organisieren dass unsere Trauzeugen.
Unsere Trauzeugin hat mich gefragt ob jemand die Tischkaertchen machen soll, da jemand gefragt hat, ob er die machen darf. Da habe ich auch NEIN gesagt, weil mir das doch ziemlich viel spass macht und ich doch auch moechte, dass sie zu der Tischdeko passen.

Bei uns hier, werden eigentlich meistens die Wuensche des Brautpaares beruecksichtigt. Wegen dem Fotografieren in der Kriche, da wird unser Pfarrer sagen, dass nur jemand Fotos machen darf, die anderen sollen es bitte unterlassen, damit es nicht stoert. Finde ich eigentlich noch eine gute Sache, dann ist es so schoen offiziell :wink:

Meine Schwiegermutter wird mir die Frisur machen (sie hat das schliesslich mal gelernt…) Gestern war ich bei ihr und wir haben nochmals die Frisur gesteckt, zuerst wollte sie was anderes machen, hat mir aber nicht gefallen, jetzt macht sies so wies mir gefaellt.

Viele Gruesse
Moni

Ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten, da bin ich ja beruhigt, dass es nicht nur uns so geht :smile:
Die Idee mit dem Pfarrer, der sagt, dass nur einer Fotografieren soll, finde ich gut, da hatten wir auch schon dran gedacht, denn mal ehrlich - wer will schon während des Ja-Worts zig Fotografen hinter sich rumspringen haben…

Mein neustes Highlight zum Thema “Hilfe durch Verwandte” ereignete sich übrigens just gestern: Wir haben meine Schwiegermutter in spe gebeten, sich um den Blumenschmuck in der Kirche zu kümmern (worüber sie sich sehr gefreut hat) und ihr anhand von Fotos unsere Farben und den Stil unserer Hochzeitsfeier gezeigt, damit sie gemeinsam mit unserer Floristin was aussuchen kann.
Unsere Farben (pink und rot) gefielen ihr nicht wirklich und sie möchte was mit Sonnenblumen… wir haben dann auf rot und pink bestanden und es gab Tränen…ich seh mich schon in die Kirche kommen und in einem Meer von gelb (ich hasse diese Farbe) stehen :smiley:

Muss dazu sagen, dass ihr Lebensgefährte vor knapp einem Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen ist und sie seitdem natürlich eine wirklich schwere Zeit durchmacht, aber das macht es auch für uns nicht einfacher…

Liebe Grüße

Hallo ostsee-braut,
schwere Zeit hin oder her - ich denke, dass die Kirche bei eurer Trauung natürlich so geschmückt sein sollte, wie ihr es euch vorstellt!
Bei uns gibt es eher wenige Helfer oder Leute, die sich aufdrängen, ich habe von den meisten Dingen eine recht genaue Vorstellung und tue diese auch rechtzeitig kund. Lediglich die Schwiemu mischt sich etwas ein - aber viel weniger als ich es ursprünglich befürchtet hatte… So planen wir das meiste selber und verteilen eben dann ganz gezielt Aufgaben unter unseren Eltern und Geschwistern, die diese gerne übernehmen und hoffentlich nach unseren Vorstellungen umsetzen.
LG, Carrie.

Jaja, Schmas…

Meine wollte mir vorschreiben, was für ein Kleid ich anziehen soll. Und die Höhe war: Nachdem schon so gut wie alles feststand, meckerten die Scheltern plötzlich darüber, dass wir nicht in unserem Heimatort heiraten sondern in unserem neuen Wohnort Kiel.

Dazu kann ich nur noch sagen: In ein Ohr rein, ins andere raus. Ich lasse mich nicht mehr ärgern.

Es ist UNSERE Hochzeit und wer daran teilnehmen möchte, muss nach unseren Regeln spielen. :wink:

Hi!

Inzwischen kenn ich das auch!
Angefangen hat bei uns alles super. Wir haben zu organisieren begonnen und auch keinen groß nach seiner / ihrer Meinung gefragt, weil sie uns schlichtweg egal war - so hart das auch klingen mag. :stuck_out_tongue:
Wenn dann wieder was beschlossen war, haben wir es mal erwähnt, dass es so ist, evtl. kamen dann mal ein paar blöde Gesichter :wink: aber letztendlich stand jeder vor den vollendeten Tatsachen und irgendwann fanden sie es gut wie wir es machen… Die brauchen einfach nur eine Zeit sich daran zu gewöhnen. Und wenn man nicht fragt, dann geht man schon mal einem Teil der Konflikte aus dem Weg.

Das schäfste war aber letzte Woche, als wir mit den Mädels Deko gebastelt haben. Da fangen sie an rumzudrücken, “äh, wir wollen Dich was fragen, trauen uns aber nicht…” Ich bekam echt schon Panik und dann rückten sie raus, dass sie finden, dass unsere Location zu klein ist. Man könne ja kaum tanzen und sie wollen nur tanzen, wenn sie genug Platz haben… (Peter sagte im Nachhinein knallhart, dann sollen sie das Tanzen eben bleiben lassen - Recht hat er). Das härteste aber an der Sache war, dass ich dann ein paar Tage später vom Pfarrbüro erfahren habe (wir feiern im Pfarrzentrum), dass meine Ma schon ausgemacht hat, dass wir einen anderen Raum nehmen im Pfarrzentrum, nicht den eigentlich geplanten. Ich dachte ich flipp aus :imp: Es wird definitiv NICHT der andere Raum genommen! Es bleibt wie geplant.
An dem Tag ging ich diesen Einwand sehr diplomatisch an. Ich hab mich bedankt für den Einwand und hab gesagt, wir denken darüber nach und planen mal die Sitzordnung und dann entscheiden wir uns. Bis wann sie es denn wissen wollen für die Deko und so hab ich noch gefragt und dann war das Thema wieder beendet. Als ich es anschließend Peter erzählt habe, war er ziemlich sauer. Zum Glück haben sie’s nicht zu ihm gesagt, der hätte wohl etwas heftiger reagiert :smiley:

Also, einen lieben Gruß an alle Mitleidenden - es ist UNSERE Hochzeit, lasst die anderen reden, aber hört auch zu, falls sie doch mal einen sinnvollen Einwand haben 8)

Alles Liebe
Gina